Den Anforderungen besser gewachsen:

Fritz Gradert Maschinenbau GmbH & Co KG entwickelt neue Anlage für Kunststofffoliendruck

Schenefeld 05.07.2012 – Um Kunststofffolien zu bedrucken, müssen sie mit einem speziellen technischen Verfahren behandelt werden, der Corona-Technik. In einem vom Land Schleswig-Holstein mit knapp 340.000 Euro (Förderprogramm Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovation) geförderten Entwicklungsprojekt erfindet die FGM Fritz Gradert Maschinenbau GmbH & Co. KG die hierfür erforderlichen Corona-Anlagen praktisch neu. „Mit ihrer weltweit einzigartigen Corona-Anlage wird FGM einen neuen Standard bei dieser Technologie setzen“, erklärt Dr. Bernd Bösche, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), bei der Übergabe des Förderbescheides. Die Corona-Anlagen werden bereits seit den 1960er Jahren für das Bedrucken von Kunststoffbahnen eingesetzt. Kunststoffoberflächen weisen in der Regel eine schlechte Haftung und Benetzbarkeit auf. Mit anderen Worten: Sie lassen sich nur schlecht bedrucken. Hier sorgen die Corona-Anlagen für Abhilfe. Sie verändern mittels elektrischer Spannung die Kunststoffoberflächen so, dass andere Stoffe wie zum Beispiel Farben leichter und beständiger an ihnen haften. Die bislang verwendeten Anlagen weisen aber eine Reihe von verfahrenstechnischen Nachteilen auf. Die verwendeten Komponenten sind nur begrenzt für die hohen Anforderungen geeignet, die moderne, leistungsstarke Druckmaschinen an sie stellen. Insbesondere Korrosion und Abnutzung stellen Probleme dar. Hier plant FGM an allen entscheidenden Komponenten konstruktive Veränderungen vorzunehmen, die die Probleme der herkömmlichen Corona-Technik lösen. Hierzu zählt unter anderem eine neuartige Beschichtung der eingesetzten Walzen, aber auch die Verwendung innovativer Generatoren und neu gestalteter Elektroden. Die Potenziale der neuen Technologie sind erheblich. Die Verwendung bedruckter Kunststofffolien insbesondere für die Verpackung steigt kontinuierlich – und damit auch die Nachfrage nach leistungsfähigen Corona-Anlagen. Im Jahr 2010 ist auf dem europäischen Markt der Kunststoffverbrauch im Verpackungsbereich um 1,7 Prozent gewachsen. Mittelfristig strebt FGM eine weltweite Vermarktung seiner Corona-Anlagen an. FGM fertigt aus unterschiedlichsten Materialien Bauteile und Komponenten für die weltweit führenden Hersteller von Druck- und Folienmaschinen. Das Unternehmen verfügt über eine besondere Kompetenz im Bereich der Herstellung und Beschichtung hochpräziser Walzen, Zylinder und anderer Rotationskörper. Mit dem geförderten Vorhaben will FGM bis zum Jahr 2019 im eigenen Unternehmen 25 neue Arbeitsplätze schaffen. Außerdem sollen bei externen Unternehmen 10 Arbeitsplätze entstehen. In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 704 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 122 Mio. Euro. Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de Verantwortlich für den Text: Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, Ute Leinigen, Lorentzendamm 24, 24103 Kiel, leinigen@wtsh.de Ansprechpartner: Martin Eckhard,Tel.: 0431-66666-842, Fax: 0431-66666-768, eckhard@wtsh.de

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