Sonderförderprogramme für Schutzausrüstungen und Impfstoffentwicklung

Die COVID-19-Pandemie verursacht erhebliche und lang anhaltende Schäden für die globale Gesundheit und die Weltwirtschaft. Ein zentrales Element für die dauerhaft erfolgreiche Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Sicherstellung einer ausreichenden Verfügbarkeit von persönlicher Schutzausrüstung und eine Beendigung der Pandemie wird erst mit der ausreichenden Verfügbarkeit von sicheren und effektiven Impfstoffen möglich sein.

Hier stellen wir Ihnen gleich zwei Sonder-Förderprogramme im Bereich Life-Science zur Bekämpfung von Covid19 vor.

Zuschuss für Anlagen zur Produktion von FFP2/3 oder OP-Masken

Das aktuelle Förderprogramm fördert Investitionen in Anlagen zur Herstellung von europäischem Standard zertifizierten FFP2/3- Masken und medizinischen Gesichtsmasken. Unternehmen, die in den Aufbau neuer, innovativer und über den Stand der Technik hinausgehender Anlagen und Produkte investieren, erhalten bis zu 50 Prozent Förderung für den Erwerb von Anlagen und Komponenten sowie eigene Entwicklungsarbeiten.

Förderfähig sind nur Investitionen, die seit dem 28. Februar 2020 getätigt wurden. Maßgeblich ist hierbei der Abschluss von Verträgen, die sich auf die Ausführung des Vorhabens beziehen. Es können Investitionskosten (einschließlich Nebenkosten) zur erstmaligen zweckentsprechenden Inbetriebnahme der definierten Produktionsanlagen angesetzt werden. Kosten für Vermögenswerte, die nicht der gesamten Lebensdauer der Infrastruktur zugerechnet werden können, sind nur anteilig förderfähig.

Hier die Anträge bis zum 30. Juni 2020 bei der BAFA stellen.

Förderprogramm zur Imstoffentwicklung gegen SARS-CoV-2

Am 11. Juni 2020 ist die Richtlinie zum Sonderprogramm zur Beschleunigung von Forschung und Entwicklung dringend benötigter Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 in Kraft getreten. Hierzu stellt der Bund 750 Millionen Euro im Programm zur Verfügung.

 

Die Projekte können auch rückwirkend gefördert werden, wenn Sie nach dem 01. Februar 2020 begonnen bzw. getätigt wurden. Mit attraktiven Fördersätzen von:

  • 100% Grundlagen
  •   80% Experimentelle Entwicklung, mit entsprechenden Bonus auch bis zu 95% Förderquote möglich

Dies ist aufgrund eines speziellen verabschiedeten Beihilferahmens aufgrund von COVID-19 möglich.

 

Gegenstand sind dabei:

  • Die klinische Impfstoffentwicklung der Phasen I – III. Dabei muss die klinische Entwicklung auf Impfstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2 aufsetzen, für die die präklinische Entwicklung soweit fortgeschritten ist, dass mit ersten klinischen Prüfungen möglichst vor dem 15. November 2020 begonnen werden kann.
  • Die frühzeitige Ausweitung der Herstellungs- und Abfüllkapazitäten (auch durch Auftragsvergabe). Dabei muss der Aufbau bzw. Ausbau eigener Herstellungs- und Abfüllkapazitäten des Zuwendungsempfängers in Deutschland erfolgen. Hierzu zählen insbesondere Vorarbeiten und Beschaffungsprozesse, die im Hinblick auf eine nahtlose Aufnahme der jeweils folgenden Prüfphase notwendig sind sowie Vorarbeiten und Beschaffungsprozesse, die in der klinischen Entwicklung vor der Zulassung anfallen und zur Ausweitung und Sicherung der Produktionskapazitäten bereits parallel zur Zulassung und danach notwendig sind (z.B. Kosten für Abfüllkapazitäten).
  • Die Ausweitung der Kapazitäten der klinischen Prüfung in Deutschland. Dazu zählt insbesondere der Einschluss zusätzlicher Probanden in die klinischen Prüfungen der Phasen II-III

Die vorstehenden Fördergegenstände müssen in ihrer Gesamtheit in den Vorhaben adressiert werden. Das Antragsverfahren ist einstufig angelegt. Dem DLR-Projektträger können ab sofort und bis zum 15. Juli 2020 Anträge gestellt werden. Am besten direkt Kontakt aufnehmen mit dem DLR unter covid19@dlr.de

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Peer Biskup

Teamleiter Innovationsberatung

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Schwerpunkt
» Innovationsberatung

Wir verfügen über umfassendes Wissen und Erfahrung in der Life Science Branche und ein großes Netzwerk in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. So können wir Sie umfangreich unterstützen:

  • Identifizierung innovativer Produkte und Dienstleistungen, neuer Geschäftsfelder oder Geschäftsmodelle
  • Entwicklung und Bewertung von Innovations-Projekten
  • Synergien erkennen und Kooperationen zwischen Unternehmen und/oder Hochschulen fördern
  • Netzwerk über die gesamte Wertschöpfungskette
  • Aufzeigen von Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, sowie Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln