Coronavirus: Informationen zu Liquidität

Finanzierungsinitiative Schleswig-Holstein

Um den Hausbanken die Finanzierung dieser Unternehmen zu erleichtern, haben die Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein (Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, Investitionsbank Schleswig-Holstein, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein) im Rahmen dieser Initiative ihre Angebote auf die Bedarfslagen der Unternehmen im Zuge der Corona-Krise ausgerichtet. Damit soll gewährleistet werden, dass den Unternehmen in Schleswig-Holstein ein schneller und einfacher Finanzierungszugang erhalten bleibt.Notwendige Voraussetzung dafür ist auch eineausreichende Eigenkapitalbasis der KMU’s. Dies kann im Rahmen der Finanzierungsinitiative durch die Beisteuerung einer möglichen stillen Beteiligung sichergestellt werden

Antragstellung:

Hausbanken und Unternehmen stellen eine formlose Anfrage (per E-Mail oder telefonisch) an die Finanzierungskoordinatoren der SH-Finanzierungsinitiative.

Ansprechpartner:

Herr Jürgen Wilkniß                   Herrn Matthias Voigt

juergen.wilkniss@bb-sh.de        matthias.voigt@ib-sh.de

0431 – 59 38 133                       0431 – 9905 3330

Hier geht es zum Infoblatt Finanzierungsinitiative mit Informationen zu Antragsbedingungen, Antragsstellung und Ansprechpartnern.

>>Infoblatt Finanzierungsinitiative

Corona Soforthilfezuschuss

Nachdem die Bundesregierung ihr 156 Milliarden Euro umfassendes Corona-Hilfsprogramm für die Wirtschaft vorgelegt hat, sortiert die Landesregierung ihr 500-Millionen-Hilfspaket noch einmal um: Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz sagte, sollen die geplanten Zuschüsse für kleine Betriebe und Solo-Selbständige ebenso wie die wesentlichen Hilfen zur Stützung mittelständischer und großer Betriebe aus der Bundeskasse bezahlt werden. Das Land werde sein Hilfspaket nun vor allem dafür nutzen, Förderlücken zu schließen und den von der Krise besonders betroffenen Bereich des Hotel- Beherbergungs- und Gastronomiebereichs zusätzlich zu unterstützen.

„Bei der Gegenüberstellung der Programme ist schnell deutlich geworden, dass die Konditionen der Bundesregierung im Zuschussbereich für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern deutlich großzügiger bemessen und komfortabler sind als unser geplantes Landesprogramm. Darum werden wir die Landesmittel nunmehr vor allem dafür verwenden, die Hilfen des Bundes für schleswig-holsteinische Betriebe noch einmal zu erweitern“, so Buchholz. So sollen die ursprünglich für Zuschüsse an Kleinbetriebe vorgesehenen 100 Millionen Euro dafür eingesetzt werden, Förderlücken dort zu schließen, wo keine Ansprüche auf eine Förderung mit den Bundesmitteln bestehen.

Statt der ursprünglich maximal 10.000 Euro Einmal-Zuschuss für Kleinbetriebe gelten nach dem Bundesprogramm nun folgende Zuschusshöhen:

  • bis zu 9.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit bis zu fünf sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften
  • bis zu 15.000 EUR für Gewerbetreibende und Selbständige mit über fünf bis zu zehn sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften

Soloselbstständige und kleine Unternehmen, die von der Corona Krise betroffen sind, haben ab sofort die Möglichkeit, Förderanträge über den Antragsupload bei der Investitionsbank zu stellen.

Aufgrund der hohen Nachfrage bei der Investitionsbank berät die WTSH zu allen Fragen der Antragstellung unter der Hotline:  0431 / 66 66 62 22

(Erreichbarkeit Montag bis Freitag, 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr)

Landesprogramm Corona-Soforthilfe

Das Landesprogramm Corona-Soforthilfe soll Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten schnell und unbürokratisch finanziell unterstützen, die durch die Corona-Pandemie in eine akute existenzbedrohende wirtschaftliche Lage und einen Liquiditätsengpass geraten sind.

Antragsberechtigt sind Selbständige, Angehörige der freien Berufe und Unternehmen (einschließlich Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion) mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Hauptberuf freiberuflich oder als Selbstständige tätig sind,
  • ihre Tätigkeit von einer Betriebsstätte in Schleswig-Holstein oder einem Sitz der Geschäftsführung in Schleswig-Holstein aus ausführen,
  • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind und
  • ihre Waren und/oder Dienstleistungen bereits vor dem 01.04.2020 am Markt angeboten haben.

Anträge zum Landesprogramm Corona-Soforthilfe für Unternehmen mit mehr als 10 bis 50 Beschäftigten können online gestellt werden.

Weitere Informationen und das Formular gibt es hier. 

Mittelstandssicherungsfonds Schleswig-Holstein

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und dem Chef der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers, werden von den 300 Millionen Euro Landesgeld des Mittelstands-Sicherungsfonds je die Hälfte für kleinere Darlehen zwischen 15.000 und 50.000 Euro sowie für große Darlehen zwischen 50.000 und 750.000 Euro verwendet. Anders als beim Zuschuss-Programm, das direkt über die IB.SH abgewickelt wird, gewährt die Förderbank aus dem Mittelstandssicherungsfonds nur dann entsprechende Kredite, wenn sich die Hausbank mit einem separaten Darlehen in Höhe von zehn Prozent an der Finanzierung zu eigenen Konditionen beteiligt. Buchholz: „Das Darlehen hat eine Laufzeit von 12 Jahren und ist in den ersten fünf Jahren zinslos. Die Tilgung über einen Zeitraum von 10 Jahren beginnt erst nach zwei Jahren.“

Die Antragsformulare sowie weitere Informationen und häufig gestellte Fragen finden Sie hier. Die ausgefüllten Formulare werden an die Hausbank gemailt, die sie bearbeitet und dann an die IB.SH weiterleitet.

Förderung unternehmerischen Know-hows

Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) hat das Programm zur Förderung unternehmerischen Know-hows kurzfristig erweitert, so dass vom Coronavirus betroffene Unternehmen die Kosten für Beratungsleistungen zu 100% bis zu max. 4.000 Euro gefördert bekommen. Voraussetzung ist, dass die Beratung im Zusammenhang zu einer durch das Coronavirus ausgelösten Situation steht.

Allgemeine Informationen zum Programm zur Förderung unternehmerischen Know-hows und den Link zur Antragsstellung gibt es hier. 

Schutzschild des Bundes für Betriebe und Unternehmen

Zunächst werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Mit diesen Mitteln können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite privater Banken mobilisiert werden. Dazu werden etablierte Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der privaten Banken ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht:

Die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und ERP-Gründerkredit -Universell (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) werden gelockert, indem Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite erhöht und die Instrumente auch für Großunternehmen mit einem Umsatz von bis zu zwei Milliarden Euro (bisher: 500 Millionen Euro) geöffnet werden. Durch höhere Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80% für Betriebsmittelkredite bis 200 Millionen Euro wird die Bereitschaft von Hausbanken für eine Kreditvergabe angeregt.

Für das Programm für größere Unternehmen wird die bisherige Umsatzgrenze von zwei Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro erhöht. Dieser „KfW Kredit für Wachstum“wird umgewandelt und künftig für Vorhaben im Wege einer Konsortialfinanzierung ohne Beschränkung auf einen bestimmten Bereich (bisher nur Innovation und Digitalisierung) zur Verfügung gestellt. Die Risikoübernahme wird auf bis zu 70% erhöht (bisher 50%). Hierdurch wird der Zugang von größeren Unternehmen zu Konsortialfinanzierungen erleichtert.

Mehr Informationen zum Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen der Bundesregierung finden Sie hier.

Corona Virus Response Investment Initiative

Die KOM hat die Mitteilung „Vorübergehender Rahmen für staatliche Beihilfen zur Unterstützung der Wirtschaft im Zusammenhang mit dem COVID19-Ausbruch“ angenommen.  Der vorübergehende Rahmen soll es den MS ermöglichen sicherzustellen, dass Unternehmen aller Art über ausreichend Liquidität verfügen, so dass die Kontinuität der Wirtschaftstätigkeit während und nach dem COVID-19-Ausbruch gewährleistet ist. Wegen des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19 wird anerkannt, dass das Wirtschaftsleben der gesamten EU beträchtlich gestört ist. Zur Behebung dieser Störung sieht der befristete Rahmen fünf Arten von Beihilfen vor:

  • direkte Zuschüsse, rückzahlbare Vorschüsse oder Steuervorteile von bis zu 800.000 € pro Unternehmen (anstatt der angekündigten 500.000 €),
  • staatliche Garantien für Bankdarlehen an Unternehmen,
  • vergünstigte öffentliche Darlehen an Unternehmen
  • Zusicherungen für Banken, die staatliche Beihilfen an die Realwirtschaft weiterleiten
  • kurzfristige Exportkreditversicherungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Unternehmen mit hohem Potenzial für Wachstum in Europa

Die Kommission bringt ESCALAR auf den Weg, ein neues, gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) entwickeltes Investitionskonzept. Damit sollen Risikokapital und Wachstumsfinanzierung für vielversprechende Unternehmen gefördert werden, sodass sie in Europa expandieren und zur wirtschaftlichen und technologischen Unabhängigkeit Europas beitragen können. Mit bis zu 300 Mio. EUR soll die Investitionskapazität von Risikokapital- und Private-Equity-Fonds erhöht werden. So werden Investitionen von bis zu 1,2 Mrd. EUR – das ist das Vierfache des ursprünglichen Volumens – zur Förderung vielversprechender Unternehmen mobilisiert.
Mit dem Start von ESCALAR setzt die Kommission eine der in der neuen KMU-Strategie angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs von KMU zu Finanzmitteln um. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage, mit der sich KMU derzeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie konfrontiert sehen, kommt dieser Initiative besondere Bedeutung zu. Sie wird innovative Unternehmen während und nach der Krise unterstützen, damit Europa sich weiterentwickeln kann, bei globalen technologischen Entwicklungen im Spitzenfeld bleibt und sich rascher wirtschaftlich erholt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

EZB beschließt 750 Milliarden Euro Nothilfepaket

Mit einem milliardenschweren Notkaufprogramm versucht die Europäische Zentralbank, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Für insgesamt 750 Milliarden Euro sollen Anleihen gekauft werden. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen, wie die EZB mitteilte.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Staatliche Beihilfen

Die KOM hat den MS den Entwurf eines „Vorschlags für einen vorübergehenden Rahmen für staatliche Beihilfen zur Unterstützung der Wirtschaft im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch“ zur Konsultation vorgelegt, der auf Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe b AEUV basiert. Es ist vorgesehen Beihilfen für Unternehmen, die nach dem 31.Dezember 2019 in Schwierigkeiten geraten sind zu ermöglichen in Form von

  • direkten Zuschüssen und selektiven Steuervorteilen i.H.v. bis zu 500.000 € pro Unternehmen,
  • staatlichen Garantien für Kredite, die Unternehmen von Banken erhalten haben,
  • subventionierten öffentlichen Krediten zu Gunsten von Unternehmen und
  • Schutzmaßnahmen für Banken.

Weitere Informationen finden Sie hier oder im Statement von Executive Vide-President Margarethe Vestager.

Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes

Deutschland hat ein starkes System der sozialen Sicherung. Die damit verbundenen automatischen Stabilisatoren stützen die Konjunktur. Die Bundesregierung wird diese Stabilisatoren voll wirken lassen. Unsicherheit und kurzfristige Störungen der Handelsströme sollen nicht dazu führen, dass Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Dabei kann die Bundesregierung auf bewährte Instrumente zurückgreifen. Bis Anfang April wird die Kurzarbeiterregelung zielgerichtet angepasst. Dabei werden erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt:

  • Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10%
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

Mehr Informationen zum Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen der Bundesregierung finden Sie hier.

Beratung zu wirtschaftlichen Aspekten

Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus u. a. eine kostenlose Beratung der IB.SH Förderlotsen, die bewährten Darlehens­programme, Risikoentlastungen durch Haftungsfreistellungen, Bürgschaften und Beteiligungskapital der schleswig-holsteinischen Förderinstitute zur Verfügung. Die Förderlotsen der IB.SH beraten Sie unentgeltlich zu Unterstützungsmöglichkeiten.

Letzte Aktualisierung 17.04.2020