Erfolgreiche Unternehmen trotz Corona

Mit innovativen Geschäftsideen der Krise trotzen: In Schleswig-Holstein gibt es einige Unternehmen, die gerade jetzt mit innovativen Ideen für ihre Produkte und Geschäftsmodelle erfolgreich sind. Wir sammeln hier einige Beispiele für Sie.

Jederzeit verfügbares Desinfektionsmittel: Ozon

Die CONDIAS GmbH

Das Thema Desinfektion ist seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie mehr denn je in den Fokus der Öffentlichkeit getreten und hat geradezu über Nacht Einzug in viele private Haushalte gefunden. In den letzten Tagen sind Desinfektionsmittel aller Art zur Mangelware geworden.

In vielen Fällen eignet sich Ozon für eine wirkungsvolle und rückstandsfreie Desinfektion. Durch Elektrolyse entsteht Ozon aus Wasser. Die Firma CONDIAS GmbH im schleswig-holsteinischen Itzehoe, Premiumpartner im Partnerprogramm “Schleswig-Holstein. Der echte Norden.” stellt nicht nur Elektrolysezellen her, sondern produziert auch die mit Diamant beschichteten Elektroden, die für die Zellen benötigt werden.

Schnelles und flexibles Umdenken in der Krise

Atodo schafft mit Doctodo ein neues Produkt

Das Team von Atodo –  Lina Ries, Arne Reuter und Jonas Richter – erhält von der WTSH das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein für die Entwicklung und Implementierung von Atodo – einer digitalen Warteliste für Restaurantbesucher. Die Schließung aller Restaurants und das Herunterfahren des sozialen Lebens hat die App für den Moment hinfällig gemacht, sämtliche Pilotkunden sind weggebrochen. Aber das StartUp hat flexibel auf die Krise reagiert und eine neue Zielgruppe erfasst: Mit Doctodo. Doctodo ist eine Webanwendung für Arztpraxen um das Wartezimmer und die wartenden Patienten zu managen. Mit Doctodo müssen Patienten nicht in der Praxis warten und werden rechtzeitig über eine SMS oder E-Mail informiert, wenn sie an der Reihe sind. Die Patientinnen und Patienten können die Wartezeit sinnvoll nutzen und das Wartezimmer bleibt leer. Weitere Informationen und wie sich Arztpraxen daran beteiligen können, erfahren Sie hier. 

Gründer von Atodo

Konzentriertes Arbeiten am ruhigen Arbeitsplatz

Homeoffice im Hotel Birke

Aufgrund der aktuellen Bestimmungen der Landesregierung rund um den SARS CoV-2-Virus, stehen vor allem Hotels vor einer großen Herausforderung. Die Einschränkungen im Tourismusgewerbe bringt nämlich eines auf jeden Fall: leere Zimmer.
Der Partner im Partnerprogramm „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.” Hat sich daher ein besonderes Konzept überlegt, was den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen vorallem eines geben soll – einen ruhigen und sicheren Arbeitsplatz.
Das Hotel Birke vermietet Ihre Hotelzimmer als Homeoffice-Plätze. Im Vordergrund steht hier die Entlastung der Großraumbüros und die Möglichkeit Ruhe zum arbeiten zufinden. Dabei bietet jedes Zimmer einen Arbeitsbereich mit Platz für Laptop und Unterlagen. Dazu kommt das eigene Badezimmer, kostenloses W-LAN und Roomservice, der die Gäste mit feinHEIMISCHEN Gerichten aus der Küche versorgt.

Hygieneschutz ist in Corona-Zeiten besonders wichtig

Germania erweitert die Produktpalette

Rollos zur Verdunklung und als Sichtschutz kennt jeder. Aufgrund der Corona-Krise ist ein Klinikum mit neuen Anforderungen an ein Rollo an den Hersteller Germania aus Kiel herangetreten: Ein Rollo, durch das man sich sehen und auch unterhalten kann, ohne sich zu nahe zu kommen. Innerhalb von nur einem Tag entwickelte Germania ein solches Rollo aus PVC-Folie. Diese ist abwischbar und kann auch desinfiziert werden. Die Nachfrage besonders aus Praxen und Kliniken ist in den letzten Tagen stark angestiegen, bieten die Rollos doch einige Vorteile gegenüber anderen Lösungen wie z.B. Scheiben aus Plexiglas. Germania kann durch die zusätzlichen Aufträge die Produktion weiter auslasten und andere Auftragsverluste kompensieren. Die maßgeschneiderten Rollos werden ausschließlich über den Fachhandel verkauft, um diesen an der Wertschöpfungskette zu beteiligen. Und Germania übernimmt noch weitere soziale Verantwortung: Ein Teil der Gewinne aus dem Verkauf der Hygiene-Rollos soll zur Unterstützung anderer lokaler Unternehmen genutzt werden.

Oerlikon stellt in Corona-Zeiten von Labor- auf Produktionsbetrieb um

Material für über 100.000 Masken täglich

Der Bedarf nach Filtrationsvliesstoffen für medizinische Anwendungen ist seit dem Ausbruch des Sars-CoV-2 (Coronavirus) weltweit extrem gestiegen und stellt alle Produzenten vor große Herausforderungen. Neben Anfragen nach der Anlagentechnologie wird auch immer wieder der Vliesstoff selbst angefragt. Eine Laboranlage im Technikum, die normalerweise für Forschungs- und Entwicklungszwecke sowie für Kundenversuche genutzt wird, produziert seit Ende März Vliesstoff, der für die Herstellung von Masken benötigt wird.
Auf der Anlage werden rund 11.000 m² Vliesstoff pro Tag produziert. Damit könnten ca. 112.500 Gesichtsmasken täglich hergestellt werden. „Wir wollen in diesen herausfordernden Zeiten durch diese Maßnahme auch unseren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten. Alle, die kostenfrei oder zu Selbstkosten Masken herstellen, erhalten von uns den Vliesstoff auch kostenfrei“, erklärt Andreas Frisch, Vice President Operations Oerlikon Nonwoven.

Schnelle Reaktion bei Lübecker Diagnostika-Hersteller

EUROIMMUN entwickelt Covid-19 Test

Coronaviren bilden eine große Virusfamilie, die einfache Erkältungskrankheiten, aber auch schwere, mitunter tödliche Atemwegserkrankungen verursachen können, wie es auch bei SARS-CoV-2, dem Auslöser von COVID-19, möglich ist. Aufgrund der potentiellen Auswirkungen einer Ansteckung sind Tests für eine sichere Diagnostik dieser neuen Infektionserkrankung wichtig. Bei EUROIMMUN fiel der Startschuss für die Testentwicklung innerhalb kürzester Zeit nach Bekanntwerden des Ausbruchs Ende Januar, sodass EUROIMMUN bereits jetzt als einer der ersten europäischen Diagnostikahersteller CE-gekennzeichnete Antikörpernachweissysteme zur Unterstützung der Diagnostik von COVID-19 zur Verfügung stellt. Auch der RT-PCR-Test von EUROIMMUN zum direkten Nachweis des neuen Coronavirus hat das CE-Kennzeichen erhalten und ist für die Diagnostik erhältlich.
Die Antikörpertests eignen sich für ein großflächig angelegtes Screening, um Personen zu identifizieren, die eventuell schon unbemerkt mit dem Virus Kontakt hatten, eine Immunantwort und damit jetzt wahrscheinlich auch eine Immunität entwickelt haben.
Aktuell gilt es, der großen weltweiten Nachfrage gerecht zu werden.

Hochschule Flensburg hilft

Masken aus dem 3D-Drucker

Eigentlich ist das Ideenreich geschlossen. Doch die 3D-Drucker stehen nicht still. Lehrveranstaltungen und Workshops können im FabLab der Hochschule Flensburg wegen der Corona-Krise derzeit zwar nicht stattfinden, doch gedruckt wird dennoch: Seit Ende letzter Woche produziert die gesamte 3D-Drucker-Flotte von 17 Geräten durchgehend Behelfsmasken für die Feuerwehr und Spritzschutzmasken für die Flensburger Krankenhäuser.
Die Feuerwehr Flensburg hat bereits 50 Behelfsmasken mit insgesamt 2250 Filtereinsätzen erhalten. Die Mitarbeiter*innen des Ideenreichs und ein Fachmann der Feuerwehr haben sich verschiedene Masken-Modelle und deren Eigenschaften angeschaut. Die besten Features wurden kombiniert und eine neue Maske kreiert.

Zusätzlicher Schutz beim Einkaufen

Wie Bildverarbeitungssysteme in Supermärkten unterstützen können

Die Industrielle Sensorsysteme Wichmann GmbH ist Partner für anspruchsvolle Bildverarbeitungssysteme. Damit können Kunden ihre maschinelle Produktion weiter optimieren. Aber nicht nur dort kann es sinnvoll sein, Bildverarbeitungslösungen einzusetzen.
In Supermärkten gelten derzeit erhöhte Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und natürlich auch der Kunden, wie z.B. Abstandshaltevorrichtungen, transparente Spuckschutzwände und vieles andere mehr. Das senkt die Gefahr der Infektion, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, im Einkaufswagen vergessene Waren zu übersehen (oder überhaupt sehen zu können) und damit natürlich auch finanziellen Schaden zu nehmen, deutlich.
Die ISW GmbH bietet dafür eine Lösung: den Bottom of Basket Agent, kurz: BOBA. Eine leicht in das Kassenterminal am POS zu integrierende Kamera überprüft datenschutzkonform, ob sich noch Ware im Wagen befindet und meldet dies per Bild und Farbcodierung direkt im Kassendisplay. Wurde Ware detektiert, kann der Bezahlvorgang erst eingeleitet werden, wenn auch die vergessene Ware gescannt wurde.

Schnelle Reaktion und soziale Verantwortung

Die F&F Lasertechnik GmbH produziert jetzt PSA-Masken

Die F&F Lasertechnik GmbH aus Neustadt in Holstein baut im Alltag als industrieller Metallverarbeiter Produkte für Medizintechnik und Maschinenbau . Aktuell arbeitet das innovative Unternehmen rund um die Uhr an der Produktionstechnologie, Materialdisposition und Zertifizierung zur Herstellung von PSA-Masken FFP3 / FFP2 nach dem Standard EN149.

Geplant ist eine Produktion von rund 150.000 Masken pro Monat ab Anfang Mai, 150.000 Masken pro Woche ab Juni 2020. Die F&F Lasertechnik hat erkannt, dass ein Mangel an diese Masken nie wieder auftreten sollte. Und daher soll auch in Zukunft eine vollautomatisierte Produktion dieser Masken stattfinden.

Schnelle und pfiffige Ideen waren schon immer die Kernkompetenz des Unternehmens. Verbunden mit dem Unternehmenskodex, Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen, leistet die F&F Lasertechnik GmbH Ihren Beitrag während der Corona-Krise und auch in Zukunft.

Nortex trägt seinen Teil bei

Das Änderungsatelier versorgt Pflegeeinrichtungen mit Nase-Mund-Masken

Sie sind derzeit heiß begehrt: Masken, die Mund und Nase bedecken und dabei helfen sollen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Der Markt industriell hergestellter Masken ist allerdings nahezu leergefegt. Jetzt springt Nortex ein: Im Änderungsatelier des Modehauses in Neumünster werden Behelfsmasken für besonders gefährdete Einrichtungen genäht. Geschäftsführer Kai Först: “Die Nase-Mund-Masken werden jetzt dringend benötigt, deshalb nutzen wir unsere Produktionskapazitäten und insbesondere die Fachkompetenz unserer Näherinnen, um sie herzustellen.”

Wo sonst hochwertige Hemden, Hosen und Kleider für die Kunden passend geändert werden, produzieren die professionellen Näherinnen derzeit Masken wie am Fließband. Die Stimmung im Änderungsatelier ist gut – endlich laufen die Maschinen wieder. Übrigens: Der Stoff für die Behelfsmasken ist vom Neumünsteraner Unternehmen Oerlikon Nonwoven hergestellt worden – mit einer Maschine, die sonst zu Forschungszwecken dient.

Nortex näht Masken: Geschäftsführer Kai Först mit dem Team des Änderungsateliers. Foto: Nortex

Schnell und flexibel auf die Krise reagieren

stackOcean bietet Schulen, Hochschulen und Unternehmen neue Wege in der Online-Kommunikation

Die Gründungsstipendiaten Jonas Mielck, Christopher Ernst, Henrik Petter und Matthias Nannt von stackOcean hatten das Ziel, den stationären Handel und die Veranstalter von Events mit einem Umfragetool zu unterstützen. Die Umfragen sollten der Verbesserung von Service und Qualität dienen. In Corona-Zeiten undenkbar, da keine Events veranstaltet werden und auch in Ladengeschäften aus hygienischen Gründen keine Umfragen auf Touch-Displays stattfinden. stackOcean verlagert daher das Umfragetool komplett ins Netz. Optimiert für reine Online-Umfragen wird voty.io im Moment durch wöchentliche Updates und neue Features verbessert und auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt.

Aber nicht nur das bestehende Produkt wird an die neuen Bedingungen angepasst. Die Jungs entwickeln noch ein komplett neues Tool. Und das ist besonders interessant für alle, die durch die Corona-Krise keine Präsenztermine mehr haben, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice oder die Studierenden an den Hochschulen. Durch das neue Tool von stackOcean wird die Interaktion in Videokonferenzen verbessert. Mit wenigen Klicks kann der Moderator seinen Bildschirm als Präsentationsoberfläche an die Teilnehmer übertragen und in Echtzeit verändern. Mit vielen verschiedenen Features können auch die Teilnehmer der Konferenz mit den Inhalten des Moderators interagieren. So können sie Antworten auf Fragen eingeben, abstimmen oder Fragen stellen. Zusatzfunktionen wie Timer und ähnliches lockern die Konferenz weiter auf.

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Der Krise trotzen und Zukunftsperspektiven entwickeln

Wir helfen Ihnen gerne weiter! Unsere Innovationsberater helfen Ihnen, Trends und Potenziale zu erkennen und diese für Ihr Unternehmen zu nutzen:

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Letzte Aktualisierung 21.04.2020

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