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Beim Einkaufen den Akku aufladen

Bartels-Langness: Ein shoppingfreundliches Praxisbeispiel für E-Ladeinfrastrukturausbau

Bartels-Langness macht Elektromobilität im Norden alltagstauglich: Beim Einkaufen den Akku aufladen. Diesem Motto  folgt das Unternehmen bereits seit 2014 an den Standorten von famila und Markant in Schleswig-Holstein und Norddeutschland. Mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten, attraktiven Standorten und der Beteiligung am Deutschlandnetz zählt Bartels-Langness heute zu den Vorreitern der E-Ladeinfrastruktur im norddeutschen Einzelhandel und leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Mobilitätswende. Wir geben Einblicke in Ziele, Herausforderungen und die Entwicklung der Ladeinfrastruktur aus Sicht eines norddeutschen Handelsunternehmens. 

E-Ladesäule mit mehreren Ladekabeln vor famila-Fahnen auf Parkplatz
Foto: Henrik Matzen

Das Ziel: Überall und rund um die Uhr

Bartels-Langness hat sich das Ziel gesetzt, alle famila- und Markant-Standorte mit E-Ladestationen für ihre Kundinnen und Kunden auszustatten. Mit der Ausstattung, der Lage und der Kundenfrequenz bieten die großzügigen Stellplatzanlagen von famila und Markant optimale Voraussetzungen, um die Ladeinfrastruktur auch für  Kundschaft mit E-Fahrzeugen, bedarfsgerecht und nutzerfreundlich zu ergänzen. Da die Stellplätze öffentlich zugänglich sind, können die E-Ladestationen rund um die Uhr und auch unabhängig vom Besuch der famila und Markant Märkte  genutzt werden. Mit dem Ausbau der Lademöglichkeiten an sämtlichen Standorten leistet Bartels-Langness einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende. 

Der Ausbau schreitet voran – auch als Teil vom Deutschlandnetz

Mittlerweile sind es an 50 famila- und Markant-Standorten  Ladestationen in Betrieb. Die ersten Standorte wurden 2014 nach dem damaligen Stand der Technik mit 22-kW-Leistung ausgerüstet. Inzwischen ist bereits an neun Standorten im Rahmen des Deutschlandnetzes eine Ladeleistung von bis zu 400 kW pro Ladepunkt verfügbar. Das vom Bundesverkehrsministerium initiierte „Deutschlandnetz“ hat das Ziel, gemeinsam mit privaten Unternehmen, 9.000 zusätzliche Schnellladepunkte in Städten, ländlichen Regionen und an Autobahnraststätten zu schaffen. Für Bartels-Langness gab das „Deutschlandnetz“ 2022 einen ersten großen Anstoß für den Mega- Ausbau. Mit Abschluss des Losverfahrens 2023 ging es schließlich in konkrete Gespräche mit den Betreibergesellschaften. Für jeden einzelnen Standort muss ein Plan erstellt werden. Je nach  örtlichen Gegebenheiten, kann dies bis zu einem halben dauern. Im Juli 2025 erfolgte die Inbetriebnahme der ersten Deutschlandnetz-Ladeparks bei famila durch das Energieunternehmen TotalEnergies in Anklam und Wolgast. Im Rahmen des Projekts Deutschlandnetz entstehen mit fünf Partnern an 41 famila- und Markant-Standorten 368 Ladepunkte. Weitere 76 Standorte mit 480 Ladepunkten werden in Eigenregie mit Kooperationspartnern errichtet bzw. ausgebaut. Bis Ende 2027 wird es insgesamt rund 850 Ladepunkte an famila- und Markant-Märkten geben.

Foto: Henrik Matzen

Zwischen Einkauf und Baustelle: So entstehen Ladeparks

Die Herausforderung: Beim Ausbau der Ladeparks gilt es, ausreichend Platz zu schaffen und gleichzeitig den Einkaufsbetrieb aufrechtzuerhalten. Denn Ladeparks haben einen hohen Platzbedarf durch Stellplatzbreite und -länge sowie Nebeneinrichtungen wie Sitzgelegenheiten und zusätzliche Umfahrungen. Hinzu kommt, dass der Bau erfolgt im laufenden Betrieb erfolgt. Dazu müssen Stellplatzflächen gesperrt werden, die nicht mehr als Kundenparkplätze zur Verfügung stehen. Außerdem kann es während der Bauzeit mancherorts zu Einschränkungen im Lieferverkehr zu famila kommen. 

Entwicklung des E-LKW Flottenaufbaus

In der Logistik setzt Bartels-Langness eigene E-Lkw ein, bedruckt mit dem Slogan „Rollt mit Volt". Die ersten Erfahrungen mit den Elektro-Lkw waren sehr positiv. Inzwischen gehören vier Elektro-Lkw zur Flotte des Großhandels-Fuhrparks. Die Reichweiten sind im Vergleich zu den herkömmlichen Diesel-Lkw zwar kleiner, doch sie sind ausreichend für verschiedene Touren. So sind die Elektro-Fahrzeuge zum Beispiel in den Stadtgebieten von Kiel, Lübeck und Hamburg genauso unterwegs wie nach Trittau, Bargteheide, Winsen oder Buchholz. So schafft ein E-LKW zum Beispiel zwischen 500 Kilometer ohne Zwischenladung. Ein weiterer Ausbau des E-Lkw-Fuhrparks ist geplant. Voraussetzung dafür ist, dass auch E-LKW  die Ladeinfrastruktur mitwächst. Denn mit einem E-Lkw ist es schwierig, an die öffentlichen Ladesäulen heranzukommen. Auch zum firmeneigenen Pkw-Fuhrpark zählen immer mehr Elektro-Fahrzeuge. Ziel ist es, die Quote bis 2030 auf 35 % zu erhöhen. Um die Attraktivität und Akzeptanz zu steigern, werden die Ladeinfrastruktur an den Lager- und Verwaltungsstandorten ausgebaut und Charge@home-Lösungen eingeführt. 

Bartels-Langness Handelsgesellschaft mbH & Co. KG

  • Standort: Kiel
  • Beschäftigte: mehr als 19.000
  • Gründung: 1892
  • Branche: Lebensmittelgroß- und Einzelhandel
  • Profil: zählt zu den TOP 10 im Lebensmittelhandel in Deutschland
  • Mehr Informationen: www.bela.de 

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