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Wir wollen langfristig kompett auf eine E-Flotte umstellen

E-Flotte beim Pflegedienst Carstensen

Nachhaltigkeit und Mobilität prägen zunehmend auch den Pflegebereich. Um Patientinnen und Patienten künftig nachhaltig zuverlässig und schnell erreichen zu können, braucht es kluge Konzepte. Vor diesem Hintergrund setzen immer mehr Pflegedienste auf Elektromobilität, um nicht nur Kosten zu senken, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz in Schleswig-Holstein zu leisten. Christer Carstensen von der Ambulante Pflegedienste Johannes Carstensen GmbH aus Haselund stellt sukzessive seine Flotte auf E-Autos um. Wir sprechen mit ihm über praktische Herausforderungen im Pflegedienstalltag, wirtschaftliche Aspekte und Perspektiven der Elektromobilität für die Pflegebranche in Schleswig-Holstein: 

WTSH online Redaktion: Was hat Sie dazu bewogen, Ihre Fahrzeugflotte auf Elektroautos umzustellen. War es Nachhaltigkeit oder Wirtschaftlichkeit? 

Christer Carstensen: Bereits vor der Corona-Pandemie haben wir uns intensiv mit dem Thema Elektromobilität beschäftigt, in erster Linie aus Gründen der Nachhaltigkeit. Uns war wichtig, als Unternehmen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig haben wir damals auch durchgerechnet, dass sich die Umstellung langfristig wirtschaftlich lohnen kann. Natürlich haben sich die Rahmenbedingungen seither verändert: Einige Förderprogramme und Unterstützungsangebote, wie etwa Sozial & Mobil und der Umweltbonus sind inzwischen ausgelaufen und Strompreis ist erheblich gestiegen. Trotzdem halten wir an unserem Weg fest, weil wir überzeugt sind, dass sich die Investition in die Zukunft auszahlen wird und zwar sowohl ökologisch als auch ökonomisch. Mittlerweile besteht unsere Fahrzeugflotte bereits aus 20 Prozent Elektroautos.

WTSH online Redaktion: Wie schlagen sich die E-Autos im Pflegealltag? Gab es Bedenken hinsichtlich Reichweite, Ladezeiten oder Organisation? 

Christer Carstensen: Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit unserer E-Flotte. Die Kolleginnen und Kollegen nutzen die Fahrzeuge inzwischen genauso selbstverständlich wie unsere bisherigen Verbrenner. Anfangs gab es natürlich typische Fragen – vor allem zur Reichweite und zu den Ladezeiten. In der Praxis hat sich das aber schnell eingespielt. Viele Fahrzeuge stehen ab dem Mittag wieder auf unserem Gelände und können dort an unseren eigenen Ladesäulen geladen werden. Das funktioniert reibungslos. Ein Punkt, an dem wir noch Entwicklungspotenzial sehen, ist die Werkstattinfrastruktur. Denn viele Werkstätten sind in Sachen Elektromobilität noch nicht optimal ausgestattet, was dann hin und wieder zu  längeren Wartezeiten bei Wartung oder Reparaturen führen kann.

WTSH online Redaktion: Wie wird in Zukunft ihre E-Flotte aussehen? 

Christer Carstensen: Wir sind überzeugt, dass der Anteil an Elektrofahrzeugen in unserer Flotte in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Zwar haben wir auf unserem Gelände auch noch eine eigene Diesel-Zapfsäule, aber der Anteil klassischer Verbrenner sinkt stetig. Besonders im Kleinwagensegment, das für den Pflegedienst ideal ist, gibt es ohnehin immer weniger Modelle mit Verbrennungsmotor. Langfristig wollen wir unsere gesamte Flotte so klimafreundlich wie möglich gestalten. Uns ist bewusst, dass nachhaltiges Handeln Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung ist – und genau das möchten wir aktiv leben.

Im Rahmen des 13. Forums Elektromobilität „Elektromobilität auf Kurs – volle Fahrt voraus!“ am 26.11.2025 in der Wunderino Arena in Kiel, hält berichtet Christer Carstensen in einem Impulsvortrag „Elektromobilität im Pflegedienst: Zwischen Reichweite, Finanzierung und Realität“ über seine Erfahrungen.

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