Es lebe der Sport
80 Jahre Sport in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein. Das Land der Macher – und auch beim Sport packen die Menschen aus dem echten Norden gerne an. Kein Wunder, denn Sport beeinflusst die soziale Identität von Menschen. Sport vermittelt Werte, Eigenschaften und Fähigkeiten wie Leistungsbereitschaft, Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz als auch Fair Play und Solidarität. Werte für die Schleswig-Holsteiner stehen.
Und Sport ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Schleswig-Holstein. So macht etwa laut einer Studie der Sportsektor in Schleswig-Holstein jährlich mehr als sieben Milliarden Euro Umsatz aus, es gibt über 236.000 ehrenamtlich Engagierte in den Vereinen des Landes und der Staat freut sich über rund 230 Millionen Euro Steuereinnahmen durch den Sport.
Leuchttürme des Sports im echten Norden
XX. Olympische Sommerspiele 1972
Im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1972 in München war die Landeshauptstadt Kiel Austragungsort für die Segelwettbewerbe. Im Mittelpunkt stand dabei nicht der Hafen am Hindenburgufer wie 1936, sondern das Olympiazentrum Schilksee, das von 1968 bis 1972 auf dem Gelände des ehemaligen Marinedepots entstand. Der Schilkseer Hafen wurde ausgebaut, ebenso wurden in Düsternbrook, Strande, Wik, Laboe und Möltenort zusätzliche Liegeplätze für Boote geschaffen.
Die olympischen Spiele hatten noch weitere Auswirkungen auf Kiel und seine Infrastruktur. So entstanden damals der zentrale Busbahnhof, der neue Tower für den Flughafen Kiel Holtenau, sowie die Neugestaltung des Alten Marktes und der Kiellinie. Besonders der Ausbau der Verkehrswege hatte weitreichende Folgen. Kiel erhielt Anschluss an das Bundes-Autobahnnetz und mit der Olympiabrücke wurde eine weitere Brücke über den Nord-Ostsee Kanal errichtet.
Kiel und Olympia gehören zusammen: Ein Zeichen von Olympia 1972 ist heute noch sichtbar – mit den Olympischen Ringen, die am Behördenhochhaus in der Mercatorstraße angebracht sind. Und so unterstützt der echte Norden auch jetzt die Bewerbung Deutschlands um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036 oder 2040. Kiel soll bei diesen Spielen wieder Austragungsort für die Segelwettbewerbe sowie für das Küstenrudern und Freiwasserschwimmen sein. Ein Konzept dafür haben die Kieler schon in der Schublade: In Kiel sagt man Jo!
Eigene Liga im Handball
Die Erfolge der Handball-Teams SG Flensburg-Handewitt und THW Kiel versetzen die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner regelmäßig in Begeisterung. Titel im DHB-Pokal, European League oder der Champions League: Kein Handball-Ereignis ohne ein Team aus dem echten Norden. Und das bereits seit über 80 Jahren. Denn Erfolge konnten die Teams aus Schleswig-Holstein bereits im Feldhandball feiern. Mit der Umstrukturierung zum Hallen-Handball und dem Bundesliga-Start ist Schleswig-Holstein von der Handball-Karte nicht wegzudenken.
Der THW Kiel führt die Ewige Tabelle der Handball-Bundesliga an – insgesamt 23 Meistertitel hat die Mannschaft erreicht. Besondere Unterstützung erhält der Verein dabei von seinen Fans. Denn die erreichen fast durchgängig in jeder Spielzeit den höchsten Zuschauerschnitt pro Heimspiel.
Auch in Flensburg und Handewitt hat der Handball Tradition. Hervorgegangen aus der Flensburger Turnerschaft, die damals sehr erfolgreich Feldhandball spielte, feierte die SG Flensburg Handewitt 2004 ihren großen Durchbruch: Neben der Bundesliga-Spitze wanderte auch der DHB-Pokal an die dänische Grenze. Und 2007 standen sich erstmals mit dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt zwei Mannschaften aus einem Bundesland in einem Champions-League-Finale gegenüber.
Wassersport, Reiten oder Basketball – es gibt noch viele weitere Beispiele für sportliche Macher in und aus dem echten Norden. Und noch viele weitere spannende Geschichten aus 80 Jahren Schleswig-Holstein.
Bleiben Sie gespannt!
Wir stellen 2026 die Highlights aus 80 Jahren Wirtschafts-Geschichte im echten Norden vor. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt Schleswig-Holsteins, den Pionieren, den Macherinnen und den Meilensteinen aus 80 Jahren.

