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Neues Leben für die Spielwiese

Wie Investor Thelosen Fehmarn noch attraktiver gestalten will

Nach fast zwei Jahrzehnten Stillstand rührt sich endlich etwas auf einer der attraktivsten Flächen Fehmarns: Die rund 25.000 Quadratmeter große Brachfläche am Südstrand von Burgtiefe, lange Zeit bekannt als „Spielwiese“, hat den Besitzer gewechselt. Der Fehmaraner Tim Thelosen, Geschäftsführer der Fehmarn Südstrand GmbH, und eine österreichische Hotelkette haben große Pläne für das Areal. Die Zahlen: 200 Millionen Investitionssumme, 1000 Betten. Dass dieses Projekt nun Realität wird, ist nicht zuletzt auch das Ergebnis professioneller Standortberatung der WTSH. Im Interview spricht der Investor Tim Thelosen über die Entstehung des Projekts, Herausforderungen beim Bau, die touristischen Impulse und den „Kick“ durch die WTSH Standortberatung: 

Moderator spricht bei Hotel-Dialog auf Podium, hält Mikrofon und lächelt

WTSH online Redaktion: Seit vielen Jahren lag diese begehrte Fläche brach. Was hat letztlich den Impuls gegeben, jetzt zu investieren?  

Tim Thelosen: Es war keine Impulsfrage, sondern beruhte einzig auf der Tatsache, dass verkäuferseitig die vielen Jahre vorher keinerlei Optionen für uns bestanden. Seitdem uns das Grundstück 2011 „abhandengekommen“ war, haben wir die weitere Entwicklung genau beobachtet. Denn uns war klar, dass im Rahmen der festen Fehmarnbeltquerung hier auf Fehmarn enorme touristische und wirtschaftliche Potenziale entstehen, die auch für Fehmarn genau an diesem bereits touristisch geprägten Standort – mittig auf der Südstrandhalbinsel – ideal passen. Fehmarn ist heute bereits eine bundesweit bekannte Feriendestination. In Skandinavien dagegen ist Fehmarn als Ferienreiseziel noch eher unbekannt. Dass sich dies nun mit der festen Fehmarnbeltquerung ändern wird, liegt nicht nur auf der Hand, sondern kann jeder heute schon sehen. Dazu braucht man sich nur die Entwicklungen in den Regionen um die Öresundbrücke oder die Große Belt Brücke anschauen. Da hat sich jede Menge getan! 

WTSH online Redaktion: Was genau wird denn hier – auf einer der begehrtesten Flächen auf Fehmarn, entstehen? 

Tim Thelosen: Die österreichische Familux Hotelgruppe wird hier ein Familien-Resort mit ca. 120 Familiensuiten bauen. Ebenso wird das so genannte „Haus des Gastes“ des dänischen Star Architekten Arne Jacobsen denkmalgerecht saniert und voraussichtlich mit einem Restaurant und einem Shop für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem bauen wir ca. 120 weitere Hotelappartements und ca. 140 Ferienwohnungen, insgesamt aufgeteilt auf vier so genannte Strandvillen. Der ruhende Verkehr wird für das Vorhaben in einer großen Garage unter dem Areal untergebracht.  

WTSH online Redaktion: Das Investitionsvolumen ist eine „Hausnummer“. Welche Herausforderungen bringt die Entwicklung einer solchen Fläche mit sich?  

Tim Thelosen: In diesem Fall geht es insbesondere um die Gesamtgröße mit ca. 2,6 ha Grundstücksgröße - dies allein bringt schon vom Grundstückswert in dieser Toplage wirtschaftliche Herausforderungen mit sich. So eine Transaktion finanziell auf die Beine zu stellen ist eine Aufgabe. Darüber hinaus mussten mit der Kommune viele städtebauliche Regelungen vereinbart werden, die einerseits uns die erforderlichen Handlungsspielräume ermöglichen, andererseits aber eben auch die kommunalen Interessen berücksichtigen. Darüber hinaus ist das sanierungsbedürftige, denkmalgeschützte „Haus des Gastes „ebenso eine Herausforderung. Hierbei geht es darum,  eine möglichst harmonische, aber auch zukunftsorientierte Gesamtgestaltung im Rahmen des vorliegenden Baurechtes zu realisieren. Wir legen großen Wert auf eine wertige Architektur, die aber auch eine zeitgemäße, nachhaltige Nutzung vereinbart: Hierzu sind wir bereits in intensiven Gesprächen mit dem Architekturbüro Matteo Thun und Partners aus Mailand.

WTSH online Redaktion: In eigener Sache: Wie wichtig war der Service der WTSH „Hotelansiedlung“ für Ihre Investitionsentscheidung?

Tim Thelosen: Ganz klar ist: Der Erstkontakt zwischen Familux und uns wurde von WTSH- Standortberaterin Petra Stangenberg hergestellt und begleitet. Sie hat uns aber danach nicht nur tatkräftig weiter mit Rat und Tat unterstützt, sondern auch als außenstehende Dritte begleitende Fragen von Politik und Verwaltung klären können. Das fundierte Fachwissen hat uns im gesamten Prozess unheimlich geholfen, um selbst auch eine neutrale Meinung reflektieren zu können. Neben dem Fachwissen spielten aber auch die positive und motivierende Begleitung in allen Fragen eine nicht zu unterschätzende Rolle, die die WTSH über den gesamten Zeitraum hervorragend erfüllt hat. Ganz klar war diese Unterstützung wegweisend.

WTSH online Redaktion Welche Impulse wird die Entwicklung des Areals aus Ihrer Sicht für den Tourismus in der Region setzen? 

Tim Thelosen: Es wird hier ganz gezielt auf einen hochwertigen Tourismus gesetzt, der entsprechende Ausstrahlungen auf die gesamte Region haben wird. Die Impulse werden meiner Meinung nach vielfältig sein. Der wirtschaftliche Impuls wird durch neue Kaufkraft gesetzt, außerdem werden über 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der touristische Impuls wird stark die Nebensaison beleben, durch gezielte Ansprache von Familien als Zielgruppe wird die Attraktivität von Fehmarn als Destination „Familieninsel“ noch weiter gestärkt. Weiterhin werden Impulse im Bereich Nachhaltigkeit durch umweltfreundliche Technologien und Materialien im Neubau geschaffen. Letztlich hat Fehmarn bereits viele tolle Campingplätze, Ferienhöfe und Ferienhäuser - an modernen Urlaubshotels mangelt es bisher noch.  

Das Interview führte Ute Leinigen 

Gesamtansicht einer Spielwiese-Entwurfsplanung mit Strand, Promenade und Gebäuden am Wasser
Zwei lächelnde Personen im Business-Look auf einer Hotelveranstaltung, HotelDialog 26.02.18
Zwei Vortragende stehen vor Bildschirm mit Strandbild und Banner bei Hoteldialog-Veranstaltung
Moderator spricht bei Hotel-Dialog auf Podium, hält Mikrofon und lächelt

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