Brücken für Ideen bauen
Ulrike Wielatt brennt für den Standort Schleswig-Holstein. Nicht nur weil der echte Norden ein schöner Platz zum Leben ist, sondern auch weil es hier eine Menge Potenzial gibt. Und dieses Potenzial möchte sie in den nächsten Jahren heben - als Geschäftsführerin der WTSH, als Brückenbauerin für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und als Gestalterin optimaler Rahmenbedingungen. Wir haben mit ihr über ihre zukünftige Aufgabe gesprochen:
WTSH-Online Redaktion: Was treibt Sie persönlich an, sich nun an der Spitze der WTSH für den Wirtschaftsstandort einzusetzen?
Ulrike Wielatt: Ich freue mich sehr darauf, Schleswig-Holstein gemeinsam mit seinen vielen engagierten Partnerinnen und Partnern weiter voranzubringen. Ich finde, dass der echte Norden große Potenziale hat – und zwar nicht nur, weil es sich hier gut leben lässt. Wir haben einen soliden Mittelstand und eine gute Wissens-Landschaft. Mich reizt, „die Luft nach oben“ und auch mal neue Wege zu beschreiten. Denn ich denke, dass wir in einigen Bereichen uns noch besser aufstellen könnten und sollten. Zum Beispiel im Technologietransfer. Mich motiviert, Rahmenbedingungen mitzugestalten, in denen Unternehmen wachsen können, Innovationen entstehen und Menschen gern hier arbeiten und leben. Die WTSH spielt dabei eine zentrale Rolle, und diese Verantwortung übernehme ich sehr gerne.
WTSH-Online Redaktion: Sie nannten gerade das Beispiel Technologietransfer. Wie wird die WTSH Technologietransfer, Innovationen und Zukunftsthemen künftig noch stärker voranbringen?
Ulrike Wielatt: Für mich bedeutet Technologietransfer vor allem, den Raum, Ideen entwickeln zu können und gute Ideen dann wiederum schnell in die Praxis zu bringen. Entscheidend ist, dass wir noch stärkere Brücken bauen. Zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, StartUps und etablierten Unternehmen, regionalen Netzwerken und internationalen Partnern. Es bedeutet aber auch, den Mut zu haben, Dinge gemeinsam auszuprobieren. Wir wollen Technologien für Unternehmen anwendbar machen und ihnen den Zugang zu Know-how erleichtern. Wir wollen ihnen Chancen auch in Zukunftsthemen wie Klimaneutrales Wirtschaften, Digitalisierung oder KI aufzeigen. Die WTSH soll hier Impulsgeberin, Übersetzerin und Partnerin sein, die Unternehmen konkret unterstützt und miteinander verbindet. Und wenn diese Verbindungen dann unkompliziert und selbstverständlich funktionieren, werden alle profitieren - die Unternehmen, der Standort und die Innovationskraft im Land.
WTSH-Online Redaktion: Was möchten Sie als neue Geschäftsführerin der WTSH den Unternehmen und Partnern im Land zu Beginn Ihrer neuen Tätigkeit mitgeben?
Ulrike Wielatt: Mir ist vor allem wichtig zu sagen, dass ich mich wirklich sehr auf die Zusammenarbeit freue! Wir haben bereits viele großartige Unternehmen, Hochschulen und zahlreiche Partner im Land. Auf vorhandene Stärken aufzubauen und diese klug miteinander zu verbinden, ist eine entscheidende Basis für jede zukünftige Entwicklung. Für mich ist Partnerschaft kein Schlagwort, sondern die Grundlage dafür, Dinge tatsächlich voranzubringen. Die Aufgaben und geopolitischen Entwicklungen, die vor uns liegen, sind anspruchsvoll und gerade deshalb brauchen wir ein Miteinander, das offen, ehrlich und konstruktiv ist. Mein Angebot ist daher ganz einfach: Früh ins Gespräch kommen, aufmerksam zuhören und gemeinsam realistische Lösungen zu entwickeln, die dem Standort Schleswig-Holstein eine positive wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen.
Das Interview führte Ute Leinigen

