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Kieler Maschinenwerke meets Credular bei Dreimaster trifft Jolle

Wie ein KMU eine umfangreiche Aufgabe mit Hilfe eines Startups vereinfacht

Wissensmanagement und technische Dokumentation ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Gerade auch im Maschinenbau. Das wissen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Maschinenwerke GmbH. Viel Zeit und Ressource muss darauf verwendet werden, die Prozessabläufe detailliert festzuhalten. Der junge Traditionsbetrieb fertigt komplexe Komponenten, Bauteile und Baugruppen für Großmotoren, Fertigungsmaschinen, Kompressoren und Lokomotiven. 

Und für diese Produkte wird neben der Prozessbeschreibung in der Fertigung auch die technische Dokumentation für die Kunden benötigt. Musste früher eine Prozessbeschreibung manuell verfasst werden, bietet die Software des Startups Credular eine große Zeitersparnis. 2023 als Ausgründung aus der Hochschule Bielefeld gestartet, haben die vier Gründer und Maschinenbauingenieure mit Video-To-Guide eine Lösung entwickelt, die Expertenwissen dokumentiert. Aus Videos entstehen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Hinweise auf Gefahren und Werkzeuge inklusive. Die Software erstellt Texte und KI-generierte Illustrationen direkt aus dem Video. Was früher Stunden dauerte, ist heute in wenigen Minuten erledigt, mit bis zu 90% weniger Aufwand. Nach einem kurzen Review durch den Experten ist die Anleitung einsatzbereit.

Vier Männer stehen vor einer Maschine bei Kieler Maschinenwerke CREDULAR.
Roman Golomidov von Credular und Stephan Dencker sowie Frank Weymar von den Kieler Maschinenwerken beim Onboarding

Wie lernten sich die beiden Unternehmen kennen?

Stephan Dencker von den Kieler Maschinenwerken und Roman Golomidov von Credular lernten sich auf der WTSH-Veranstaltung Dreimaster trifft Jolle kennen. Das Format haben die Innovationsberater gemeinsam mit den Startup-Experten entwickelt, um gezielt Startups und KMU mit ihren Herausforderungen und Lösungsansätzen zu vernetzen. Jede Veranstaltung bietet Schwerpunkte, die Gäste werden gezielt eingeladen, um möglichst viele und gute Matches zu erzielen. Roman Golomidovs erster Eindruck war: „Das war eine der besten Veranstaltungen auf der ich war. Die Gruppengröße war super und das Konzept hat einen offenen Austausch gefördert.“ Und auch die Kieler Maschinenwerke waren beeindruckt von den spannenden Lösungen, die präsentiert wurden, auch wenn nicht alle für das Unternehmen in Frage kamen. 

Auf der Matching-Veranstaltung hat jeder Teilnehmer ca. 2 Minuten Zeit, das Unternehmen und eventuell eine konkrete Herausforderung vorzustellen. Im Anschluss wird das Buffet eröffnet. Und nach jedem Gang zum Buffet, setzen sich die Gäste an einen anderen Tisch, zu anderen Teilnehmenden, um in den Austausch zu kommen. 

Zusammenarbeit zwischen KMU und Startup

Die Zusammenarbeit zwischen dem Mittelständler und dem Startup funktioniert einwandfrei. Die Kommunikation findet von Anfang an auf Augenhöhe statt, die Kieler Maschinenwerke haben Credular nicht nur mit ihrer spürbaren, positiven Unternehmenskultur beeindruckt. Roman Golomidov: „Wir haben noch nie so schnell ein Projekt abgeschlossen, wie mit den Kieler Maschinenwerken. Nicht mal 2 Wochen hat es gedauert vom ersten Kennenlernen auf der Veranstaltung bis zum Onboarding in Kiel“. Und die Kieler Maschinenwerke sind bisher zufrieden mit der Software. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Neben der Zeitersparnis fließt vor allem auch die lange Erfahrung der Werker mit ein. Und sie hilft auch, das Wissen und die Erfahrungen der langjährigen Mitarbeitenden für die nächste Generation bereit zu stellen. 

Besonderes Plus für die Kieler Maschinenwerke: Bei einem Start-Up wie Credular kann das Unternehmen noch am Feinschliff des Produkts mitwirken. Man kann seine Vorstellungen und Ideen mit einbringen, die in dem Fall auch kurzfristig mit einfließen. Bei Unternehmen mit einem etablierten Produkt sind solche Anpassungen meist nicht möglich. 

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