Mit Herz, Holz und Hightech
Wie Schütt Holzbau den echten Norden in die Zukunft baut
Wer das Gelände der Gebr. Schütt KG betritt, spürt sofort diesen besonderen Mix aus Tradition und Innovation. Was 1889 als kleine Zimmerei begann, hat sich mittlerweile zu einem der innovativsten Mittelständler Deutschlands entwickelt. Denn Schütt Holzbau ist mittlerweile mehrfach als TOP‑100‑Innovator ausgezeichnet worden. (Im Juni 2026 wird die feierliche Auszeichnung übergeben.) Kein Wunder, sondern eher Ausdruck einer Haltung: neugierig bleiben, mutig sein, groß denken. In Landscheide im Kreis Steinburg entsteht jeden Tag innovativer Holzbau.
Das Fundament: Präzision und Nachhaltigkeit
Die Gebr. Schütt KG ist heute ein Unternehmen, das die gesamte Wertschöpfung des Holzbaus beherrscht. Dazu gehören ein eigener Architektur‑ und Ingenieurbereich, eine hochmoderne Brettschichtholzproduktion, Werkhallen, in denen millimetergenau vorgefertigt wird, und natürlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Industrie‑, Gewerbe‑ und Wohnungsbauprojekte nicht nur umsetzen, sondern weiterdenken. Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema bei Schütt. Das Unternehmen ist klimaneutral zertifiziert, setzt auf Ökostrom, nutzt Restholz energetisch und denkt den gesamten Lebenszyklus seiner Gebäude mit. Gerade der Holzhybridbau zeigt: Wer präzise plant, spart Material; wer effizient fertigt, senkt Emissionen; wer rückbaubare Module baut, schützt Ressourcen. Egal ob in Wohnhäusern, Hallen oder kompletten Bürokomplexen, wie das „Innovatorium“ in Itzehoe – ein dreigeschossiges Gebäude, das im Werk vorgefertigt und vor Ort binnen einer Woche aufgerichtet wurde – überall erkennt man den Anspruch an Nachhaltigkeit, Präzision und Ästhetik und Funktionalität.
Nordstern - ein einheitliches Datenmodell für den Holzbau
Und so passt auch das Förderprojekt „Nordstern - ein einheitliches Datenmodell für den Holzbau“ gut in diese Reihe.Ziel des Digitalprojektes Nordstern ist es, dass alle Beteiligten eines Bauvorhabens besser und einfacher zusammenarbeiten können. Statt verschiedener Softwarelandschaften, fragmentierter Zeichnungen und unzähliger Versionen entsteht eine gemeinsame Sprache für alle Beteiligten. Informationen fließen künftig von der Entwurfsplanung über die Fertigung bis zur Baustelle ohne Bruch synchron weiter. „Wir haben Datenflüsse vereinheitlicht, Prozesse verschlankt und unser Team gezielt qualifiziert. Der Effekt ist spürbar: kürzere Abstimmungswege, transparente Projektstände und effizientere Abläufe. Davon profitieren Mitarbeitende, Partner und unsere Kundinnen und Kunden gleichermaßen“, meint Geschäftsführer Tillmann Schütt. Unterstützt wird „Nordstern“ aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Landesprogramms Wirtschaft Schleswig-Holstein. Konkret greift hier die BIF‑Richtlinie im Modul 1, das Prozess‑ und Organisationsinnovationen fördert. Genau jene Art von Veränderung also, die tief in Strukturen eingreift, neue Methoden erfordert, Software‑Schnittstellen modernisiert und Menschen befähigt, neue Wege zu gehen. „Die Förderung ist für uns kein Bonus, sondern ein Ermöglicher“, meint Schütt.
Nordstern ist vielleicht nicht nur ein Projektname, sondern eher ein Wegweiser. Er zeigt, wohin der Holzbau gehen kann, wenn Tradition, Innovation und nachhaltige Wertschöpfung zusammenfinden. Und er zeigt, wie viel Innovationskraft im echten Norden steckt.
Förderung des Projektes:
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist eines der wichtigsten Finanzierungsinstrumente der europäischen Kohäsionspolitik, mit der die Europäische Union den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt und damit die harmonische Entwicklung der gesamten EU fördert. Mit dem EFRE sollen die Unterschiede im Entwicklungsstand der verschiedenen Regionen der Union gemindert und die Lebensbedingungen in den strukturschwächsten Regionen verbessert werden. Schleswig-Holstein wird in der Förderperiode 2021-2027 insgesamt rund 272 Millionen Euro EFRE-Mittel erhalten.
Das Projekt wurde gefördert mit 493.080,00 Euro aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung.

