Querschnittsziele

Alle im Rahmen des EFRE-Fonds beantragten Vorhaben werden vor einer Förderentscheidung dahingehend bewertet, ob und in welcher Form sie einen Beitrag zur Unterstützung der drei Querschnittsziele leisten. Dabei hat der Erfüllungsgrad der Querschnittsziele Einfluss auf die Bewertung der Förderwürdigkeit: Bei ansonsten gleicher Eignung werden die Förderanträge mit positiver Wirkung auf die Querschnittsziele vorrangig bewilligt.

Die im Folgenden aufgeführten Querschnittsziele sind durch das Operationelle Programm (OP) EFRE 2014 – 2020 vorgegeben:

Nachhaltige Entwicklung

Leitfrage: Kann das Vorhaben ressourceneffizienter gestaltet werden? Können Umweltbelastungen reduziert werden?

Das OP EFRE fördert eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der ökologischen Dimension des Nachhaltigkeitsbegriffs. Diese meint eine umweltgerechte, die natürlichen Lebensgrundlagen erhaltende Entwicklung. Oberstes Ziel ist der Schutz der Umwelt und die Vermeidung bzw. Minimierung von negativen Umweltwirkungen, beispielsweise durch die Nutzung erneuerbarer Energien oder durch die Reduzierung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen. Auch Aspekte wie der Erhalt der biologischen Vielfalt und der Naturschutzgebiete, die Reduzierung des Flächenverbrauchs, der Schutz des Grundwassers vor Verschmutzungen, die Einhaltung von Immissionsgrenzwerten (Luft/Lärm) sowie der Erhalt des Kulturerbes fallen in diesen Bereich. Projekte mit positiver Wirkung auf eine nachhaltige Entwicklung werden bevorzugt bewilligt.

Nichtdiskriminierung

Leitfrage: Wird Barrierefreiheit (Nutzung von Produkten und Zugang zu Räumlichkeiten) gewährleistet?

Im Rahmen der Umsetzung des OP EFRE ist jede Form der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters und der sexuellen Ausrichtung untersagt. Ein positiver Beitrag zum Querschnittsziel wäre beispielsweise die Anerkennung als Integrationsunternehmen und die verstärkte Integration, Förderung und Qualifizierung von Beschäftigten mit Behinderung, Migrationshintergrund oder aller Altersklassen. Bei der Bewertung wird daher berücksichtigt, ob ein barrierefreier Zugang zu dem Vorhaben gewährleistet ist und angemessene Infrastrukturen wie beispielsweise eine barrierefreie Ausstattung oder mehrsprachige Informationen vorhanden sind. Projekte mit positiver Wirkung auf Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung werden bevorzugt bewilligt.

Gleichstellung von Frauen und Männern

Leitfrage: Ist das Projektteam divers aufgestellt? Wie kann die Diversität erhöht werden?

Als speziellen Aspekt der Chancengleichheit greift das OP EFRE die Gleichstellung von Männern und Frauen explizit als Querschnittsziel auf. Jede Form der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist untersagt. Ein positiver Beitrag für die Gleichstellung ist z. B. ein hoher Anteil von Frauen in Führungspositionen, die Förderung von Männern und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen oder die Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers. Diese zeigt sich beispielsweise durch familienfreundliche Regelungen zur Arbeitszeit und zum Arbeitsort sowie die besondere Unterstützung von Kinderbetreuungsangeboten. Bei infrastrukturellen und baulichen Maßnahmen wird besonderer Wert auf die Beleuchtung, Einsehbarkeit und Sicherheit der geförderten Gebäude und Infrastrukturen gelegt, soweit die Berücksichtigung mit zumutbarem Aufwand zu realisieren ist. Projekte mit positiver Wirkung auf die Gleichstellung von Männern und Frauen werden bevorzugt bewilligt.

Ihre Ansprechpartner*in

Schuldt
Lena Schuldt
Fachliche Beratung Innovationsförderung
Telefon: +49 431 66 66 6 - 884
Rieger
Melanie Rieger
Arbeitsmarkt- und Strukturförderung bei der IB.SH
Telefon: +49 431 9905-3285
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