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SET: Schutzschild für kritische Infrastruktur

Ein Wedeler Unternehmen macht die Energiewende sicherer

Wenn Hochspannungsleitungen auf Gaspipelines treffen, wird es gefährlich. Korrosion und lebensgefährliche Berührungsspannungen bedrohen Menschen und Anlagen gleichermaßen. Hier kommt die SET Selected Electronic Technologies GmbH aus Wedel ins Spiel: ein Unternehmen, das mit seinen innovativen Lösungen zum stillen Helden der Energiewende wird.

„Unsere Produkte und Services helfen dabei, Fachkräfte vor zu hohen Spannungen zu schützen – und systemrelevante Infrastruktur vor Korrosion zu bewahren“, erklärt Frederic Korupp, Geschäftsführer der SET. Das Unternehmen entwickelt und produziert Schutzstromgeräte für den elektrochemischen Korrosionsschutz sowie so genannte Abgrenzeinheiten, die vor gefährlich hohen Berührungsspannungen schützen – etwa bei Rohrleitungssystemen in der Nähe von Hochspannungs- oder Bahnstromleitungen. 

Besonders relevant werden diese Technologien durch Schleswig-Holsteins Position als wichtigstes Energiewendeland. Der massive Ausbau erneuerbarer Energien, neue Hochspannungsnetze und der wachsende Pipeline-Transport für Gas und künftig Wasserstoff schaffen neuralgische Punkte, an denen verschiedene Infrastrukturen aufeinandertreffen. „Pipeline-Transport ist extrem nachhaltig – wenn die Pipeline erst liegt, liegt sie sicher am Boden und wird überwacht“, betont Korupp die Bedeutung eines zuverlässigen Schutzes.

SET erweitert kontinuierlich sein Portfolio 

Neben den klassischen Schutzgeräten bietet das Unternehmen heute auch Gutachten, Services und Revisionsmessungen sowie energieautarke, solarunterstützte Lösungen für den so genannten Off-Grid-Bereich an. Diese Diversifikation macht SET zu einem unverzichtbaren Partner für die Stabilität und Sicherheit des norddeutschen Energienetzes. Die Verbundenheit zur Region ist dabei mehr als nur Standorttreue. „Wir sind als Familie hier großgeworden. Wir schätzen sehr die Nähe zu Hamburg und unsere Mitarbeitenden sowie Fachkräfte, die im Land ebenso verwurzelt sind wie wir“, beschreibt Korupp die weitreichenden Beziehungen des Unternehmens in Schleswig-Holstein.  Die Zusammenarbeit mit dem Land und der Wirtschaftsförderung funktioniert auf Augenhöhe: „Wir haben mit der Landesregierung und der WTSH nah und sehr verbunden zusammengearbeitet. Unser Förderbescheid wurde damals beispielsweise vom Digitalisierungsminister Dirk Schrödter persönlich übergeben.“

Diese partnerschaftliche Unterstützung zahlt sich aus. SET profitiert von der regionalen Expertise, qualifizierten Fachkräften und einem innovationsfreundlichen Umfeld. Gleichzeitig trägt das Unternehmen aktiv dazu bei, Schleswig-Holstein als sicheren und nachhaltigen Energiestandort zu etablieren.

Für Korupp ist Nachhaltigkeit kein fertiges Produkt, sondern ein kontinuierlicher Prozess

„Nachhaltigkeit ist kein Ziel, das wir schon erreicht haben, sondern ein gemeinsamer Weg, den wir mit Technologien, Prozessen und Bewusstsein beschreiten.“ Mit dieser Haltung positioniert sich SET als langfristiger Partner einer Energiezukunft, die auf Sicherheit, Innovation und regionaler Verankerung basiert – ein Erfolgsmodell, das zeigt, wie Schleswig-Holstein seine Rolle als Energieland der Zukunft ausfüllt.

Unsichtbarer Schutz für Leitungen

Damit Strom- und Gasleitungen über Jahrzehnte sicher arbeiten können, braucht es mehr als nur stabile Rohre und Kabel. Zwei zentrale Bausteine dafür liefert SET in Wedel.  

KKS – kathodischer Korrosionsschutz: Rohrleitungen, die im Erdreich liegen, sind ständig Feuchtigkeit und chemischen Einflüssen ausgesetzt. Ohne zusätzlichen, elektrochemischen Schutz beginnt das Metall an Fehlstellen der Umhüllung zu rosten – bis hin zu gefährlichen Leckagen. KKS-Schutzstromgeräte von SET verhindern genau das. Sie geben gezielt Gleichstrom ab, der das Metall der Rohrleitung „kathodisch schützt“. Vereinfacht gesagt wird die Leitung dadurch elektrisch so eingestellt, dass Korrosion gar nicht erst entsteht. 

AGE – Abgrenzeinheiten: Wo Hochspannungsleitungen verlaufen, können sie auf parallel liegende Rohrleitungen elektrische Ströme übertragen. Diese „induktive Beeinflussung“ führt nicht nur zu gefährlichen Berührungsspannungen, sondern stört auch empfindliche Mess- und Überwachungsgeräte. Abgrenzeinheiten von SET wirken dem entgegen. Mit Hilfe spezieller Schwingkreise leiten sie die störenden Ströme kontrolliert ab und sorgen dafür, dass am System sicher und zuverlässig gearbeitet werden kann. 

Beide Technologien sind unsichtbar, aber unverzichtbar. Sie schützen Fachkräfte vor lebensgefährlichen Spannungen, bewahren die Infrastruktur vor Schäden – und machen so den sicheren Betrieb von Strom- und Wasserstoffnetzen überhaupt erst möglich.

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