Trends - Technologien - Transformation 2023

Nicht neu aber auch 2023 aktuell: Der Erfolg zukunftsfähiger Unternehmen liegt auch in einer langfristigen Strategie. Zukünftige Entwicklungen möglichst frühzeitig vorherzusehen, bringt Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile. Verlieren können Unternehmen, wenn sie von den Entwicklungen überholt werden. Welche Entwicklungen sind in 2023 Trend? Aus der komplexen Menge möglicher Entwicklungen haben wir 5 relevante Trends herausgestellt. 

Trend 1: Neo-Ökologie und Nachhaltigkeit

Weg von höher, schneller, weiter 

Was ist neo? Ökonomie und Ökologie schließen sich bei der Neo-Ökologie nicht gegenseitig aus. Eine ressourceneffiziente und nachhaltige Wirtschaft ist das Ziel der Neo-Ökologie. Im Hinblick auf die unternehmerischen Ziele und des Handelns, steht Neo-Ökologie für eine grundlegende Veränderung und wird zum Treiber der heutigen Zeit. Rohstoffknappheit, Klimawandel, verändertes Verantwortungsbewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten bringen für Unternehmen nicht nur Herausforderungen, sondern neue Chancen mit sich. Unternehmen, die die drei Säulen der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie und soziales Engagement integrieren, bringen neue Dienstleistungen und Produkte hervor und legen die Basis für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Der sinnvolle Umgang mit Ressourcen steht fortan im Fokus und KMU sind gefragt, technologische Innovationen hervorzubringen. Green Tech bleibt also weiter auf dem Vormarsch, dabei bleiben Energieeffizienz und nachhaltige Wasserwirtschaft die Schlüsselmärkte. Green Tech wird zur Querschnittstechnologie aller Branchen - auch auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität. 

Trend 2: Mobilität von heute und morgen

Elektromobilität auf der Überholspur

Bis 2030 sollen in der EU 30 Millionen Elektrofahrzeuge auf der Straße sein. Im Gegensatz zum schleppenden Absatz von E- Autos in China und sogar einem Rückgang in den USA, steigen die Verkaufszahlen in Europa. In Verknüpfung mit Photovoltaik rechnet sie sich insbesondere für private Nutzer. Anreize für die private Anschaffung sowie die ganzer Fahrzeugflotten werden bereits geschaffen. Die Entwicklung intelligenter Lademanagements, der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur schreiten voran und neue Fahrzeugmodelle kommen auf den Markt. Bei der Produktion von langlebigeren Batterien stehen Effizienz und Klimaverträglichkeit an erster Stelle sowie nahhaltige Rohstoffe. Auch eine intelligente Nachnutzung und eine nachhaltige Batterieentsorgung rücken noch stärker in den Fokus. Insbesondere bei Batterien aus Deutschland wird der gesamte Lebenszyklus betrachtet sowie auf eine nahhaltige und verantwortungsbewusste Rohstoffgewinnung gesetzt. Ethische Fragen werden weiter in den Vordergrund rücken als bisher. Im Zuge einer wachsenden E-Mobilität verändern sich die Lieferketten. Komplexe, neue, digitale Ökosysteme werden entstehen, in denen unterschiedliche Teilnehmer zusammenarbeiten werden. Innovation und Kooperation werden gefördert. 

Container an großem Hafen

Trend 3: Neustrukturierung der Lieferketten

Neue Wege, mehr Nachhaltigkeit 

Endkunden werden auch im neuen in 2023 nicht nur im Bereich der Mobilität die Nachhaltigkeit von Produkten stärker nachfragen. Darum sind nachhaltige Lieferketten für Unternehmen der Schlüssel für ihren künftigen Erfolg. Bereits im Juni 2021 wurde das Lieferkettengesetz (LkSG) verabschiedet. Von Januar 2023 an sind nun deutsche Unternehmen mit mehr als 3000 Beschäftigten (und mindestens einem Standort in Deutschland) dazu verpflichtet, den Schutz von Menschenrechten in globalen Lieferketten sicherzustellen. Darüber hinaus gilt hierüber gegenüber Geschäftspartnern und Lieferanten die Sorgfaltspflicht. Ab 2024 müssen dann auch Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einen Pflichtenkatalog einhalten. 

Trend 4: Metaverse

Wie kommt man eigentlich ins Metaverse? 

Dafür muss man erst mal erklären, was das Metaverse ist: Ein Metaverse ist ein digitaler Raum, in dem im Grunde alles möglich ist, das auch in der realen Welt möglich ist. Es ist aber nicht einfach nur eine Parallelwelt der echten Welt, sondern vielmehr eine Verschmelzung der virtuellen und physischen Realität. Einige sagen, es ist die logische Weiterentwicklung des Internets zu einer neuen Wirklichkeit. Das Internet der Zukunft und seine Nutzung hängt dabei stark ab von der Entwicklung von Virtual-Reality Technologien. 

Im Silicon Valley ist das Metaverse bereits angekommen. Bereits 2021 hat Fortnite eine Milliarde US-Dollar eingesammelt, um die langfristige Vision eines Metaverse umzusetzen. Auch Meta und Microsoft wollen Metaverse-Unternehmen werden. Die Faszination des Metaverse liegt dabei vor allem darin, dass es kein Ende oder eine Pausetaste gibt. Es läuft immer weiter und zwar live. Im Metaverse gibt es eine eigene Wirtschaft, in der investiert, gehandelt und gearbeitet wird. 

Sicherlich wirkt das auf den ersten Blick gar nicht so anders als das heutige Internet. Aber es betrifft weitaus mehr Bereiche, wie z.B. die Arbeitswelt. Jetzt schon verdienen Gamer Geld in dem sie In-Game-Objekte erspielen und an andere Videospieler verkaufen. Die Vielfalt und der Wert der Arbeit im Metaversum wird allerdings noch weiter zunehmen. 

Und nicht zu vergessen: Um in die virtuelle Welt einzutauchen, mit Avataren zu interagieren und interaktive Erfahrungen zu schaffen, sind Künstliche Intelligenz, Kryptowährungen und Sicherheitsdetails zu entwickeln. Ein grenzenloser und aufregender „Spielplatz“ für Entwicklerinnen und Entwickler. 

Two diverse businesspeople chatting sitting behind laptop in office. Excited caucasian female sharing ideas or startup business plan with black male coworker. Informal conversation, work break concept

Trend 5: Fachkräftemangel und Wissensverlust

Herausforderungen für Personalmanagement 

Fachkräftemangel ist kein neues Thema. Der aktuelle Fachkräftemangel, der besonders in Handwerk und Pflege deutlich wird, wird sich in den nächsten Jahren noch weiter verstärken. Nicht nur durch die Abwanderung von Fachkräften in andere Märkte, sondern vor allem dadurch, dass die sogenannten Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren in den Ruhestand geht. In einer Studie zur Erwerbstätigkeit aus 2022 schreibt das Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung (KOFA), dass derzeit fast jeder vierte Beschäftigte in Deutschland (22,8 Prozent) über 55 Jahre alt sei. Damit gehen dem Arbeitsmarkt bis 2036 mehr Beschäftigte verloren, als durch die junge Generation zahlenmäßig ausgeglichen werden kann. 

Umso mehr Bedeutung bekommt das Thema Fachkräftegewinnung, aber auch die Sicherung von Wissen im Unternehmen. Denn mit den ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschwindet auch Wissen. Wissen zum Unternehmen, Technologien, Produkten und Dienstleistungen. Wie können die eigenen Mitarbeiter durch weitere Qualifizierungsmaßnahmen die Lücke ausgleichen? Wie können neue Beschäftigte gewonnen werden? Inwiefern können neue Recruiting-Maßnahmen oder die Einbindung von E-Games Unternehmen einen Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte verschaffen? Sind andere Optionen denkbar, wie z.B: das Renteneintrittsalter anzupassen, auch aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung? Gibt es eine Möglichkeit, Frauen am Arbeitsmarkt stärker zu beteiligen? Die Erwerbsquote von Frauen zwischen 30 und 39 Jahren lag 2021 noch im Schnitt 11 Prozentpunkte niedriger als die der Männer. 

Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Unternehmen zu gewinnen, zu halten und zu motivieren wird auch in den nächsten Jahren ein Trend und eine Herausforderung für die Verantwortlichen bleiben. 

Fazit: Egal, ob es um Mobilität, Lieferstrukturen und Geschäftsmodelle geht – Wirtschaftssysteme werden verstärkt zu Wertesystemen. Der Fokus auf Wachstum und Gewinnmaximierung wird künftig immer stärker auf Nachhaltigkeit, Gemeinwohl, Biodiversität und Individualisierung liegen. In 2023 stehen die Trends ganz in diesem Sinne. Denn die Weichen für die Entwicklung der nächsten Jahre werden jetzt gestellt. 

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