Wohlfühltemperatur Minus 90° 

Die Kältespezialisten von ARCTOS Industriekälte AG sorgen mit ihren Anlagen bei Brauereien, Molkereien, bei der Fleisch- und Fischverarbeitung sowie in der Chemieindustrie für arktische Betriebstemperaturen. Weil dabei Wärme entsteht, gehören auch klimafreundliche Wärmepumpen zur Kernkompetenz der „coolen Company“. 

Zwar heißt es in einem nordischen Sprichwort „Die Kälte wird niemals dein Freund sein“. Doch das gilt ganz sicher nicht für Kai Selmer, Diplom-Ingenieur und einer von zwei Vorständen bei ARCTOS. „Unser Logo ist ein Huskyschlittengespann. Es soll unser Einsatzgebiet der Industriekälte symbolisieren. Gleichzeitig steht es für unseren Antrieb, mit einem innovativen Team gemeinsam Ziele zu erreichen“, erzählt der 63-jährige, der das Unternehmen 2006 mit Spezialisten der industriellen Kältetechnik gegründet hat. „Überall in Deutschland, wo die Industrie Kälte einsetzen muss, ist unser Know-how gefragt. Lebensmittel müssen beispielsweise bei der Produktion gekühlt werden. Dafür entwickeln, bauen und warten wir hochkomplexe Kälteanlagen, die ohne ozonschichtschädigende Chemikalien auskommen.“ 

Ein Unternehmen, zwei Standorte in Schleswig-Holstein

Auch bestimmte chemische Prozesse laufen nur unter eiskalten Bedingungen – jedes Projekt passt ARCTOS (46 Millionen Euro Umsatz 2023) den speziellen Anforderungen der Industriekunden an, wobei eine Großanlage schon mal acht Millionen Euro kosten kann. Viele namhafte Hersteller von Tiefkühlwaren und Getränken sind Kunden des Anlagenbauers aus Sörup bei Flensburg, wo die Zentrale mit Entwicklungsabteilung, Montagehalle und Ausbildungswerkstatt angesiedelt ist. In der schleswig-Holsteinischen Niederlassung Braak bei Hamburg sind mit guter Anbindung ans Fernstraßennetz unter anderem der Ersatzteil-Service, die Maschinen-Instandsetzung und eine weitere Bauabteilung untergebracht. 

Innovative Technologie zur Erweiterung des Produktportfolios

Um ein weiteres Feld neben der Kältetechnik zu erschließen, hat ARCTOS sich viel vorgenommen: Anlagen für die Produktion von Aerogelen. Bei Aerogelen handelt es sich um sehr leichte, hochporöse Feststoffe, die durch ihr extrem geringes Gewicht und bei sehr großer innerer Oberfläche und geringer Dichte für diverse Einsatzmöglichkeiten geeignet sind, z.B. für Isolierstoffe, Filtertechnik oder als Trägermaterialien. Da die Produktion von Aerogelen ein sehr neues Anwendungsfeld ist, stand Arctos vor der Herausforderung den Produktionsprozess zur Herstellung von Aerogelen aus verschiedenen Grundstoffen und Stoff­mischungen theoretisch zu analysieren und die Entwicklung eines passenden Anlagenkonzepts maßgeblich voranzutreiben. Dafür war auch eine intensive Zusammenarbeit mit Hochschulen notwendig. 

Für die Entwicklung einer solchen Innovation sind einige Ressourcen erforderlich: der Aufbau des entsprechenden Knowhows, die Patentrecherche und Entwicklung geeigneter Standards bedeutet für innovative Unternehmen einen hohen Investitionsaufwand. Auch wenn das Unternehmen durch die Innovation langfristig wettbewerbsfähig und sicher aufgestellt ist, stehen gerade kleine und mittlere Unternehmen vor großen finanziellen Herausforderungen. Doch ARCTOS hat auch hier einen innovativen Ansatz gefunden. Mit dem Förderprogramm für Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovation (BFEI) konnte die Realisierung des Innovationsprojektes gestartet werden. 

Landesprogramm Wirtschaft 2021-2027

ARCTOS Industriekälte AG

  • Gründung: 2006
  • Standort: Sörup
  • Beschäftigte: 150
  • Service: Kälteanlagen, Wärmepumpen
  • Branche: Maschinenbau
  • Mehr Informationen: www.arctos-ag.com

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