Interview Digitalisierung in kleinen Unternehmen

Corona zeigt es: Egal ob Prozessoptimierung, Datenverarbeitung oder Kundenmanagement – der Bedarf an Digitalisierung in KMU wächst. Die Unternehmen, die bereits vor der Corona-Pandemie und Lock down über eine digitale Infrastruktur verfügten, sind besser aufgestellt als die Unternehmen, die ihre Digitalisierungsprojekte noch nicht angegangen sind. Fakt ist, für viele ist die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten eine große Herausforderung – insbesondere für viele kleine Unternehmen. Warum das so ist, welche Unterstützung und welche Finanzierungshilfen es insbesondere für die kleinen Unternehmen gibt erklärt WTSH- Digitalisierungsexperte Felix Gebauer.

Felix Gebauer

WTSH Online-Redaktion:Welchen Herausforderungen stehen insbesondere kleine Unternehmen gegenüber, wenn sie Digitalisierungsprojekte in Angriff nehmen wollen?

Felix Gebauer: Häufig mangelt es entweder an Know-how, Zeit oder Geld – oder an allem. Es ist natürlich schwer, unter Auslastung des Tagesgeschäftes Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich mit Digitalisierungsprojekten zu beauftragen. Dann fehlt eben die Zeit an anderer Stelle. Außerdem muss gewährleistet sein, dass im Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das notwendige Know-how mitbringen, sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen oder sich zunächst Wissen und Kompetenzen aneignen müssen. Dies erfordert allerdings zusätzlich Zeit. Häufig bleibt also dass Thema Digitalisierung an der Geschäftsführung „hängen“. Das Problem dabei ist, dass aufgrund der Vielzahl der Themen, die von der Geschäftsführung bearbeitet werden müssen, häufig kaum ausreichend Zeit vorhanden ist, sich strategisch mit den Möglichkeiten der Digitalisierung im eigenen Unternehmen zu beschäftigen. Und genau an dieser Stelle setzt bereits die Unterstützung der WTSH Innovationsberater an.

WTSH Online-Redaktion: Inwiefern? Welche Hilfe können Sie denn konkret anbieten?

Felix Gebauer: Häufig stellen wir fest, dass es in den Unternehmen zwar einen erheblichen Digitalisierungsbedarf, aber noch keine konkrete Digitalisierungsstrategie gibt. Wir schauen uns dann im Unternehmen gemeinsam die Situation an, entwickeln gemeinsam Ideen und priorisieren Digitalisierungsprojekte. In Workshops wird dann eine Roadmap, also ein Fahrplan zur Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben, erarbeitet. Darüber hinaus vermitteln wir Kooperationspartner. Denn häufig fehlen passende Partner, um Ideen umzusetzen und die Digitalisierung voranzutreiben. Hierbei greifen wir auf unser großes Netzwerk in Wirtschaft und Wissenschaft zurück, um diese Lücke zu füllen. Dabei hilft uns auch die Nähe zum Cluster „Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH), das bei der WTSH angesiedelt ist. WTSH- Innovationsberater und DiWiSH Clustermanager arbeiten eng zusammen, um den Unternehmen größtmöglichen Nutzen zu bringen.

WTSH Online-Redaktion: Stichwort finanzielle Unterstützung: Investitionen in digitale Technologien müssen auch bezahlt werden. Gibt es Ihrer Meinung nach Förderprogramme, die insbesondere auf die Digitalisierungsbedarfe von kleinen Unternehmen abgestimmt sind?

Felix Gebauer: Ein spannendes Programm, das insbesondere für kleine Unternehmen hochinteressant ist, ist das Bundesförderprogramm go-digital. Im Rahmen dieses Programms wird eine externe Beratung durch zertifizierte IT-Beratungsunternehmen finanziell gefördert, und zwar mit 50% des Beratertagessatzes.

Ein weitere Alternative ist das Programm unternehmensWert:Mensch plus. Hier wird ebenfalls eine Beratungsleistung gefördert in Form eines autorisierten Prozessberaters, der das Unternehmen zur digitalen Transformation berät. Gefördert werden 80 Prozent der Beratungskosten.

Diese beiden Programme schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe: zum einen gibt es externe Expertise und Know-how, zum anderen erhalten die Unternehmen gleichzeitig eine finanzielle Förderung. Im Falle von go-digital können auch konkrete Umsetzungsprojekte gefördert werden, zum Beispiel die Entwicklung einer neuen Webseite oder eines Online Shops. Klar ist: Wenn neben der Zeit auch noch das Budget für solche Investitionen knapp ist, dann werden meistens nur kleine, einzelne Maßnahmen umgesetzt, die dem Betrieb aber langfristig nicht ausreichend helfen und viele Potentiale der Digitalisierung nicht nutzen. Die WTSH-Innovationsberater unterstützen auch dabei, das passende Förderprogramm zu finden und zu klären, ob das geplante Digitalisierungsprojekt förderfähig ist oder nicht.

Das Interview führte Ute Leinigen.

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