Förderprogramm „Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovation“ - BFEI

Ziel des Förderprogramms ist es, Unternehmen bei der Entwicklung und der Umsetzung von neuen Ideen, Wissen und Technologien in marktfähige Produkte durch die Minderung des Risikos für Forschungs- und Entwicklungsleistungen zu unterstützen.

Welche Projekte können gefördert werden?

Innovative FuE-Vorhaben, welche

  • die Schaffung und Sicherung zukunftsorientierter Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein erwarten lassen und
  • die technisch-wissenschaftlichen Voraussetzungen für die Entwicklung neuer zukunftsorientierter Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen schaffen, und/oder
  • neue zukunftsorientierte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen schaffen, und/oder
  • der Unterstützung zur Entwicklung von Pilotlinien und fortschrittlichen Fertigungskapazitäten in Schlüsseltechnologien dienen (Verfahrensentwicklung).

Vorhaben, die

  • auf die erstmalige Anwendung besonders zukunftsträchtiger Technologien und die Realisierung von Technologieführerschaften ausgerichtet sind oder
  • auf die erstmalige Umsetzung technischer Lösungen in international wettbewerbsfähige Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen und die Erlangung der Marktführerschaft abzielen,

werden bevorzugt gefördert.

Die Förderung aus dem OP EFRE orientiert sich an der RIS. Vorhaben zu den entsprechenden Spezialisierungsfeldern und Schlüsseltechnologien werden bevorzugt gefördert. Diese finden Sie im Anhang zur Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung betrieblicher Forschung, Entwicklung und Innovation.

Wer kann Förderung beantragen?

Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein. KMU werden bevorzugt gefördert.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Das antragstellende Unternehmen muss seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mindestens den in Schleswig-Holstein geltenden Mindestlohn zahlen (Landesmindestlohngesetz ). Dieser beträgt zurzeit 9,18 Euro brutto je Zeitstunde.
  • Der innovative Ansatz, die Neuheit des Vorhabens sowie die Kompetenz des Unternehmens zur Durchführung des Vorhabens müssen nachgewiesen werden.
  • Die technischen und marktseitigen Erfolgsaussichten des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens müssen dokumentiert werden.
  • Die gesicherte Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss anhand geeigneter Unterlagen nachvollziehbar dargestellt werden.
  • Das Vorhaben muss nachhaltig der gewerblichen Wirtschaft Schleswig-Holsteins dienen. Es ist in Schleswig-Holstein durchzuführen und einschließlich der gewonnenen Erkenntnisse dort zu verwerten.
  • Die Umsetzung des Vorhabens muss mittel- bis langfristig die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen erwarten lassen.
  • Das Vorhaben darf noch nicht begonnen haben.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Höhe der Förderung von BFEI-Vorhaben beträgt:

  • für kleine Unternehmen bis zu 45 % der förderfähigen Kosten für die experimentelle Entwicklung,
  • für mittlere Unternehmen bis zu 35 % der förderfähigen Kosten für die experimentelle Entwicklung,
  • für große Unternehmen bis zu 25 % der förderfähigen Kosten für die experimentelle Entwicklung.
  • Details zu den förderfähigen Ausgaben eines FuE-Vorhabens finden Sie unter Punkt 5.2, Hinweise zur Förderung industrieller Forschung in Punkt 5.4 der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung betrieblicher Forschung, Entwicklung und Innovation.

Schritt für Schritt zum Fördergeld

Verfahren Förderprogramm BFEI

Verfahren Förderprogramm BFEI

1. Projektvorschlag
Im ersten Schritt reichen interessierte Unternehmen oder Einrichtungen bei der WTSH eine Vorstellung ihres Projekts in Form eines Projektvorschlags ein. Hilfestellung bietet dabei der Leitfaden Projektvorschlag.
2. Bewertung des Projektvorschlags
Anhand des Projektvorschlags bewerten die WTSH, ob das Vorhaben grundsätzlich förderfähig und –würdig ist. Bei einer positiven Einschätzung empfiehlt die WTSH die Antragstellung.
3. Förderantrag
Auf Basis des Projektvorschlags stellt das Unternehmen einen formgebundenen, vollständigen Förderantrag bei der WTSH. Die entsprechenden Unterlagen werden im Anschluss an ein persönliches Projektgespräch zur Verfügung gestellt.
4. Prüfung des Förderantrags und Entscheidung
Nachdem die WTSH den Förderantrag abschließend geprüft hat, trifft das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein die endgültige Entscheidung über eine Förderung. Über Förderanträge ab 500.000 Euro entscheidet das Landeskabinett.
5. Zuwendungsbescheid
Wurde Ihr Förderantrag positiv entschieden, erhält das Unternehmen einen entsprechenden Bescheid. Anschließend wird mit der Realisierung des Projektes begonnen.
6. Erstattungsantrag
Damit die für den Bewilligungszeitraum zugesprochenen Fördergelder ausgezahlt werden können, müssen in regelmäßigen Abständen Erstattungsanträge bei der WTSH eingereicht werden. Darin müssen die Projektausgaben durch Rechnungen und andere Originalbelege nachvollziehbar dokumentiert sein. Entsprechende Vordrucke erhält das Unternehmen nach der Bewilligung des Förderantrags von der WTSH.
7. Auszahlung
Der Zuschuss wird nachträglich in Tranchen und auf Basis der geprüften und nachgewiesenen Projektausgaben ausgezahlt.
8. Verwendungsnachweis
Damit die WTSH prüfen kann, dass die Fördermittel zweckentsprechend eingesetzt und die Ziele des Vorhabens erreicht wurden, muss innerhalb von drei Monaten nach Ende der Projektlaufzeit ein Verwendungsnachweis eingereicht werden. Er besteht aus einem Sachbericht und Nachweisen über die Projektausgaben.
9. Verwertungsbericht
Für die Dauer von fünf vollen Kalenderjahren nach Abschluss des Projekts reicht das Unternehmen jährlich einen Bericht über die Verwertung des Vorhabens und dessen Auswirkungen ein. Entsprechende Formblätter stellt die WTSH zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner

Sie haben Fragen zum Förderprogramm „Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovation“ – BFEI? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kathrin Falkenberg

Fachliche Beraterin Förderprogramme

Telefon: +49 431 66 66 6-8 47
Telefax: +49 431 66 66 6-7 40

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Raimund Stieler

Fachlicher Berater Förderprogramme

Telefon: +49 431 66 66 6-8 43
Telefax: +49 431 66 66 6-7 40

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