Förderprogramm „Innovationsassistent“ - IA

Durch das Förderprogramm IA wird die Innovationskraft von kleinen jungen Unternehmen aufgebaut und gestärkt. Die Förderung unterstützt diese Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung. Junge Unternehmen, deren Gründung weniger als fünf Jahre zurückliegt und die gemäß der Kriterien der EU als kleines Unternehmen eingestuft sind, erhalten so die Möglichkeit, Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen zu beschäftigen. Sie können dadurch Innovationsprojekte systematisch realisieren. Der Wissens- und Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft kommt so auch kleinen, jungen Unternehmen zu Gute. Die Förderung erfolgt als De-minimis-Beihilfe.

Welche Projekte können gefördert werden?

Gefördert wird die Ersteinstellung von Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen oder wissenschaftlichen Hochschulen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse für Innovationsprojekte in kleinen jungen Unternehmen.
Förderfähig sind Beschäftigungsverhältnisse, die aufgrund der Stellenanforderungen den Einsatz von Hochschulabsolventinnen und -absolventen notwendig machen. Neben technologischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind mit Innovationsprojekten beispielsweise auch die Einführung neuer oder erheblich verbesserter Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder Arbeitsabläufe, Marketing- oder Organisationsmethoden sowie Marktbeziehungen gemeint.
Die Förderung aus dem Landesprogramm Wirtschaft orientiert sich an der regionalen Innovationsstrategie (RIS). Vorhaben in den entsprechenden Spezialisierungsfeldern und Schlüsseltechnologien werden bevorzugt gefördert. Die Spezialisierungsfelder der RIS finden Sie im Anhang der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Beschäftigung von Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen und wissenschaftlichen Hochschulen in kleinen Unternehmen in Schleswig-Holstein.

Wer kann Förderung beantragen?

Kleine Unternehmen und Kleinstunternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein, die jünger als 5 Jahre sind.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Das antragstellende Unternehmen muss seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mindestens den in Schleswig-Holstein geltenden Mindestlohn zahlen (Landesmindestlohngesetz). Dieser beträgt zurzeit 9,18 Euro brutto je Zeitstunde.
  • Das Innovationsprojekt darf noch nicht begonnen haben: Der Arbeitsvertrag ist noch nicht unterzeichnet, die Tätigkeit wurde noch nicht aufgenommen.
  • Der für das Beschäftigungsverhältnis qualifizierende Studienabschluss darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.
  • Die Stellenanforderung macht den Einsatz einer Innovationsassistentin oder eines Innovationsassistenten notwendig, um eine systematische Umsetzung eines Innovationsvorhabens oder Innovationsprozesses zu ermöglichen.
  • Sollte es sich um ein befristetes Beschäftigungsverhältnis handeln, darf die Befristung nicht weniger als 24 Monate betragen.
  • Es handelt sich nicht um Arbeitnehmerüberlassung, Ausbildung oder Praktikum, Verträge mit Eheleuten, Lenbenspartnern, Verwandten und Verschwägerten oder Gesellschaftern, Stellennachbesetzungen, Tätigkeiten in Beratung oder Vertrieb oder Routinetätigkeiten. Solche Tätigkeiten sind von der Förderung ausgeschlossen.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Zuwendung bei einer Vollzeitbeschäftigung beträgt pauschal 1.000,- Euro je Monat. Sie beträgt maximal 24.000 Euro. Bei Zeilzeitbeschäftigung verringert sich der Zuschuss entsprechend.

Genauere Hinweise finden Sie in Punkt 5 der Innovationsassistentenrichtlinie.

Schritt für Schritt zum Fördergeld

Grafik Verfahren Förderprogramm IA

Verfahren Förderprogramm IA

1. Antrag
Interessierte kleine Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind, reichen Ihren Antrag sowie die beiden zusätzlichen Antragsbögen zu den Querschnittszielen Nachhaltige Entwicklung sowie Nichtdiskriminierung und Gleistellung von Männern und Frauen für das Förderprogramm „Beschäftigung von Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen und wissenschaftlichen Hochschulen in kleinen Unternehmen in Schleswig-Holstein (Innovationsassistentenrichtlinie – IA)“ direkt bei der WTSH ein.
Voraussetzung ist, dass der Arbeitsvertrag mit dem Absolventen oder der Absolventin noch nicht geschlossen wurde.
Antragsformular zur Förderung Innovationsassistent
2. Prüfung
Nachdem die WTSH den Förderantrag abschließend geprüft hat, wird über Bewilligung oder Ablehnung entschieden.
3. Zuwendungsbescheid
Wurde über den Förderantrag positiv entschieden, erhält das Unternehmen einen entsprechenden Bescheid oder zunächst die Zustimmung für das geplante Beschäftigungsverhältnis. Anschließend wird mit der Realisierung des Projektes begonnen, d. h. erst dann darf der Arbeitsvertrag mit dem Innovationsassistenten oder der Innovationsassistentin geschlossen werden. Der Arbeitsvertrag ist danach der WTSH in Kopie vorzulegen.
4. Projektstart
Das Innovationsprojekt und die Laufzeit der Förderung beginnen mit dem ersten Tag der genehmigten Beschäftigung der Absolventin bzw. des Absolventen. Um den Vertrag schließen zu dürfen, benötigen Sie vorher den Zuwendungsbescheid oder eine entsprechende schriftliche Genehmigung.
5. Erstattungsantrag
Damit die für den Bewilligungszeitraum zugesprochenen Fördergelder ausgezahlt werden können, müssen in regelmäßigen Abständen Erstattungsanträge bei der WTSH eingereicht werden. Entsprechende Vordrucke erhält das Unternehmen nach der Bewilligung des Förderantrags von der WTSH. Außerdem müssen die Gehaltsabrechnungen der Innovationsassistentin bzw. des Innovationsassistenten vorgelegt werden.
6. Auszahlung
Die Erstattung erfolgt nachträglich als Pauschale, in der Regel im halbjährlichen Rhythmus.
7. Verwendungsnachweis
Damit die WTSH prüfen kann, dass die Fördermittel zweckentsprechend eingesetzt und die Ziele des Vorhabens erreicht wurden, muss innerhalb von zwei Monaten nach Ende der Projektlaufzeit ein Verwendungsnachweis eingereicht werden. Das Projekt endet mit dem Ablauf des Bewilligungszeitraums. Zum Verwendungsnachweis gehört auch ein ausführlicher Sachbericht.
8. Verwertungsbericht
Nach Projektende muss für zwei volle Kalenderjahre jeweils ein Verwertungsbericht erstellt werden. Dieser dient dazu, die Verwertung des Vorhabens und die Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung darzustellen. Die entsprechenden Formblätter erhalten Sie nach der Prüfung des Verwendungsnachweises.
Genauere Hinweise zum Verfahren finden Sie in Punkt 7 der Innovationsassistentenrichtlinie.

Ihre Ansprechpartnerin

Sie haben Fragen zum Förderprogramm „Beschäftigung von Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen und wissenschaftlichen Hochschulen in kleinen Unternehmen in Schleswig-Holstein“? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Claudia Aschenbrenner

Administrative Beraterin Förderprogramme

Telefon: +49 431 66 66 6-8 41
Telefax: +49 431 66 66 6-7 40

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