Förderprogramm „Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen und Markterschließung im Ausland“

Ziel des Förderprogramms „Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen und Markterschließung im Ausland“ (INT) ist es, kleine und mittlere Unternehmen zu motivieren, sich an außenwirtschaftlichen Aktivitäten zu beteiligen. KMU werden unterstützt, wenn sie entsprechende Beratungsleistungen in Anspruch nehmen oder wenn sie an Messen teilnehmen. Die Erschließung neuer Märkte im Ausland soll zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Schleswig-Holstein beitragen und die Wettbewerbsfähigkeit der KMU stärken. Förderfähig sind die Nutzung von Beratungsleistungen und die Teilnahme an bestimmten Messen.
Das Förderprogramm INT hat außerdem zum Ziel, die Übernachtungszahlen ausländischer Gäste in Schleswig-Holstein zu steigern. Gefördert werden deshalb auch Maßnahmen, die die Tourismuswirtschaft stärken.

Welche Projekte können gefördert werden?

Förderfähig sind

Maßnahmen zur Mobilisierung eines vorhandenen Exportpotenzials:

  • Beratungen zur Beurteilung der Exportchancen von Gütern und Dienstleistungen
  • Beratungen zur Erschließung von Auslandsmärkten
  • Teilnahme an und Durchführung von internationalen Messen und Ausstellungen im In- und Ausland

Maßnahmen zur Stärkung der Tourismuswirtschaft mit dem Ziel, die Übernachtungszahlen ausländischer Gäste in Schleswig-Holstein zu erhöhen:

  • Beratungen, innovative Angebots- und Produktgestaltung und Konzeptentwicklungen für die Erschließung ausländischer Quellmärkte im Sinne der schleswig-holsteinischen Tourismusstrategie (in erster Linie Dänemark, Schweiz und Österreich) sowie Maßnahmen zur Vermarktung
  • Beteiligung an Fachmessen für Tourismus im In- und Ausland

Wer kann Förderung beantragen?

Kleinstunternehmen, kleine Unternehmen und mittlere Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Das Projekt darf noch nicht begonnen sein. Als Beginn gilt die Auftragsvergabe oder eine vertragliche Vereinbarung.
  • Das antragstellende Unternehmen muss seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mindestens den in Schleswig-Holstein geltenden Mindestlohn zahlen (Landesmindestlohngesetz). Dieser beträgt zurzeit 9,18 Euro brutto je Zeitstunde.
  • Andere Fördermöglichkeiten (z. B. vom Bund) wurden geprüft und sind vorrangig zu nutzen. Die Ausgaben (beispielsweise für Standflächen) werden nicht von dritter Seite bezuschusst.
  • Die Dienstleistungen wie Beratungen und Konzepte müssen von qualifizierten Außenwirtschaftsberaterinnen und -beratern durchgeführt werden. Es handelt sich nicht um fortlaufende, regelmäßige oder routinemäßige Tätigkeiten wie Steuer- und Rechtsberatung oder Werbung.
  • Die Förderfähigkeit der Inlandsmessen orientiert sich am AUMA Messe Guide Deutschland.
  • Die Förderfähigkeit der Auslandsmessen orientiert sich an den Zielregionen im WTSH-Messekalender.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Der Zuschuss  beträgt für Maßnahmen zur Mobilisierung eines Exportpotenzials:

  • für die 1. Messebeteiligung maximal 50 %
  • für die 2. Messebeteiligung maximal 40 %
  • für die 3. Messebeteiligung maximal 30 %
  • maximal 10.000 Euro pro Messeteilnahme
  • maximal 30.000 Euro p.a.
  • für eine Exportberatung: maximal 50 % (höchstens 8 Tagewerke), maximal 18.000 Euro p.a

Der Zuschuss beträgt für Maßnahmen zur Stärkung der Tourismuswirtschaft:

  • für die 1. Messebeiteiligung maximal 50%
  • für die 2. Messebeiteiligung maximal 40%
  • für die 3. Messebeiteiligung maximal 30%
  • maximal 12.500 Euro pro Messeteilnahme
  • maximal 25.000 Euro p.a.
  • für Beratungen, Angebots- und Konzeptentwicklung, Vermarktungsmaßnahmen: maximal 50%, maximal 25.000 Euro p.a.

Schritt für Schritt zum Fördergeld

Förderpgrogramm-Grafik-Verfahren-INT

1. Vorgespräch
Vor Außenwirtschaftsberatungen ist ein kostenfreies Informationsgespräch mit der WTSH oder der IHK in Schleswig-Holstein zu führen.
2. Antrag
Spätestens 3 Wochen vor Unterzeichnung einer schriftlichen Vereinbarung oder einer verbindlichen Messeanmeldung reichen Sie für das Förderprogramm INT Ihren Antrag Internationalisierung Messe oder Ihren Antrag Internationalisierung Beratungen/Konzepte ein. Für Außenwirtschaftsberatungen fügen Sie dem Antrag die Angaben aus dem Vorgespräch bei (Aufgabe, Inhalt und Dauer der Beratung, Honorar). Bitte lesen Sie die Richtlinie.
3. Prüfung
Nach Antragseingang prüft die WTSH die Förderfähigkeit und Förderwürdigkeit und entscheidet abschließend über Ihren Antrag.
4. Zustimmung zum Maßnahmebeginn
Die WTSH erteilt schriftlich eine Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn. Die verbindliche Messeanmeldung bzw. die Auftragsvergabe darf jetzt erfolgen.
5. Messeanmeldung/Vertragsvereinbarung
Sie reichen die verbindliche Messeanmeldung oder die Vertragsvereinbarung bei der WTSH ein.
6. Zuwendungsbescheid
Ist das Ergebnis der Antragsprüfung positiv, erhalten Sie einen Zuwendungsbescheid.
7. Verwendungsnachweis
Spätestens 2 Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes reichen Sie bei der WTSH einen Verwendungsnachweis ein.
8. Erstattungsantrag
Damit wir Ihnen die für den Bewilligungszeitraum zugesprochenen Fördergelder auszahlen können, ist es erforderlich, dass Sie einen oder eventuell mehrere Erstattungsanträge bei uns einreichen.
9. Auszahlung
Der Zuschuss wird nachträglich auf Basis von nachgewiesenen und geprüften Ausgaben ausgezahlt.

Ihre Ansprechpartnerin

Sie haben Fragen zum Förderprogramm „Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Markterschließung im Ausland“? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Iris Krigar

Administrative Beraterin Förderprogramme

Telefon: +49 431 66 66 6-8 44
Telefax: +49 431 66 66 6-7 40

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