Querschnittsziele

Die im Folgenden aufgeführten Querschnittsziele sind durch das OP EFRE 2014 – 2020 vorgegeben und bei der Beantragung, Bewertung sowie Durchführung der EFRE-Förderprojekte zu berücksichtigen:

Nachhaltige Entwicklung

Das OP EFRE fördert eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der ökologischen Dimension des Nachhaltigkeitsbegriffs. Diese meint eine umweltgerechte, die natürlichen Lebensgrundlagen erhaltende Entwicklung. Oberstes Ziel ist der Schutz der Umwelt und die Vermeidung bzw. Minimierung von negativen Umweltwirkungen, beispielsweise durch die Nutzung erneuerbarer Energien  oder durch die Reduzierung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen. Auch Aspekte wie der Erhalt der biologischen Vielfalt und der Naturschutzgebiete, die Reduzierung des Flächenverbrauchs, der Schutz des Grundwassers vor Verschmutzungen, die Einhaltung von Immissionsgrenzwerten (Luft/Lärm) sowie der Erhalt des Kulturerbes fallen in diesen Bereich. Projekte mit positiver Wirkung auf eine nachhaltige Entwicklung werden bevorzugt bewilligt.

Nichtdiskriminierung

Im Rahmen der Umsetzung des OP EFRE ist jede Form der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters und der sexuellen Ausrichtung untersagt. Ein positiver Beitrag zum Querschnittsziel wäre beispielsweise die Anerkennung als Integrationsunternehmen und die verstärkte Integration, Förderung und Qualifizierung von Beschäftigten mit Behinderung, Migrationshintergrund oder aller Altersklassen. Bei der Bewertung wird daher berücksichtigt, ob ein barrierefreier Zugang zu dem Vorhaben gewährleistet ist und angemessene Infrastrukturen wie beispielsweise eine barrierefreie Ausstattung oder mehrsprachige Informationen vorhanden sind. Projekte mit positiver Wirkung auf Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung werden bevorzugt bewilligt.

Gleichstellung von Männern und Frauen

Als speziellen Aspekt der Chancengleichheit greift das OP EFRE die Gleichstellung von Männern und Frauen explizit als Querschnittsziel auf. Jede Form der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist untersagt. Ein positiver Beitrag für die Gleichstellung ist z. B. ein hoher Anteil von Frauen in Führungspositionen, die Förderung von Männern und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen oder die Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers. Diese zeigt sich beispielsweise durch familienfreundliche Regelungen zur Arbeitszeit und zum Arbeitsort sowie die besondere Unterstützung von Kinderbetreuungsangeboten. Bei infrastrukturellen und baulichen Maßnahmen wird besonderer Wert auf die Beleuchtung, Einsehbarkeit und Sicherheit der geförderten Gebäude und Infrastrukturen gelegt, soweit die Berücksichtigung mit zumutbarem Aufwand zu realisieren ist. Projekte mit positiver Wirkung auf die Gleichstellung von Männern und Frauen werden bevorzugt bewilligt.

Alle im Rahmen des EFRE-Fonds beantragten Vorhaben werden vor einer Förderentscheidung dahingehend bewertet, ob und in welcher Form sie einen Beitrag zur Unterstützung der drei Querschnittsziele leisten. Dabei hat der Erfüllungsgrad der Querschnittsziele Einfluss auf die Bewertung der Förderwürdigkeit: Bei ansonsten gleicher Eignung werden die Förderanträge mit positiver Wirkung auf die Querschnittsziele vorrangig bewilligt.

Sie haben Fragen zu den Querschnittszielen? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre Ansprechpartnerin für Nachhaltige Entwicklung

Lena Schuldt

Beraterin Förderprogramme
Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung

Telefon: +49 431 66 66 6-8 84
Telefax: +49 431 66 66 6-7 40


Ihre Ansprechpartnerin für Gleichstellung und Nichtdiskriminierung

Melanie Rieger

Arbeitsmarkt- und Strukturförderung
Schwerpunkte:
Gleichstellung und Nichtdiskriminierung

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