Förderprogramm „Betriebliche Prozess- und Organisationsinnovationen“ - POI

Mit diesem Programm werden die Anwendung neuer Methoden und die Optimierung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen in KMU angeregt. So werden kleine Unternehmen und mittlere Unternehmen bei der Steigerung Ihrer Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit unterstützt. Durch die Förderung werden personelle, technische und finanzielle Risiken im Zusammenhang mit Prozess- und Organisationsinnovationen vermindert.

Welche Projekte können gefördert werden?

Vorhaben im Bereich der betrieblichen Prozess- und Organisationsinnovationen, die

  • die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Schleswig-Holstein erwarten lassen und
  • die Anwendung einer neuen oder wesentlich verbesserten Methode für die Produktion oder die Erbringung von Dienstleistungen beinhalten (einschließlich wesentlicher Änderungen in den Techniken, Ausrüstungen oder der Software) und/oder
  • die Anwendung neuer Organisationsmethoden in den Geschäftspraktiken, Arbeitsabläufen oder den Kunden- bzw. Lieferantenbeziehungen bewirken und
  • durch tiefgreifende Veränderungen in den Prozess- und Organisationsstrukturen gekennzeichnet sind.

Nicht Gegenstand der Förderung sind:

  • das Hinzufügen von Herstellungs- und Logistiksystemen, die den bereits verwendeten sehr ähnlich sind
  • geringfügige Änderungen in Geschäftspraktiken und Arbeitsabläufen, Fusionen und Übernahmen
  • regelmäßige, z. B. saisonal bedingte Veränderungen
  • einfache Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.

Für die Prozess- und Organisationssinnovation kann das Unternehmen geeignetes Personal einsetzen, beispielsweise

  • für das Prozessmanagement, die Analyse, Konzeption, Simulation, Modellierung und Verbesserung von Prozessen
  • um geänderte Methoden im Unternehmen einzuführen und umzusetzen.

Im Projekt dürfen auch Innovationsberatungsdienste und innovationsunterstützende Beratungsleistungen durch qualifizierte externe Berater genutzt werden. Das Innovationsvorhaben kann entsprechende Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen beinhalten. Förderfähig sind auch Instrumente und Ausrüstung (z. B. Hardware) oder Lizenzen (z. B. Software), jedoch nur innerhalb der Projektlaufzeit.

Die Förderung aus dem OP EFRE orientiert sich an der RIS. Vorhaben zu den entsprechenden Spezialisierungsfeldern und Schlüsseltechnologien werden bevorzugt gefördert. Diese finden Sie im Anhang zur Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung betrieblicher Prozess- und Organisationsinnovationen.

Wer kann Förderung beantragen?

Kleine Unternehmen und mittlere Unternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Der innovative Ansatz, die Neuheit des Vorhabens sowie die Kompetenz des Unternehmens zur Durchführung des Vorhabens müssen nachgewiesen werden.
  • Förderfähig sind Projekte grundsätzlich ab einem Gesamtvolumen von 100.000 Euro.
  • Der innovative Ansatz des Vorhabens und die positiven Auswirkungen auf das antragstellende Unternehmen müssen dargestellt werden.
  • Zielsetzung, Umfang und Kosten sowie ein Projektplan (Zeitplan, Personalplan etc.) des Vorhabens müssen schriftlich vorgelegt werden.
  • Die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Vorhabens muss nachvollziehbar dargestellt werden.
  • Die gesicherte Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss anhand geeigneter Unterlagen nachvollziehbar dargestellt werden.
  • Das Vorhaben muss in Schleswig-Holstein durchgeführt und genutzt werden.
  • Das Vorhaben darf noch nicht begonnen haben.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 50 % der förderfähigen Kosten. Genauere Hinweise finden Sie unter Punkt 5 der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung betrieblicher Prozess- und Organisationsinnovationen.

Referenz

„Nicht nur neue, innovative Produkte sind für den Geschäftserfolg entscheidend. Auch die Prozesse im Unternehmen müssen effizient, transparent und flexibel gestaltet werden. Mit der Unterstützung der WTSH, gefördert durch Mittel des POI, werden wir unsere Produktionsprozesse effizienter gestalten und gleichzeitig auch die Qualität steigern.“

Dr. Glenny Holdhof, Geschäftsführerin EDUR-Pumpenfabrik Eduard Redlien GmbH & Co. KG

Schritt für Schritt zum Fördergeld

Verfahren-Grafik-Foerderprogramm-POI

Verfahren Förderprogramm POI

1. Projektvorschlag
Interessierte Unternehmen reichen einen Projektvorschlag ein. Leitfaden Projektvorschlag

2. Bewertung des Projektvorschlags
Die WTSH prüft und bewertet, ob das Vorhaben grundsätzlich förderfähig und förderwürdig ist. Bei einer positiven Einschätzung empfiehlt die WTSH die Antragstellung.

3. Förderantrag
Auf Basis des Projektvorschlags wird ein formgebundener, vollständiger Förderantrag gestellt. Die entsprechenden Unterlagen werden in einem persönlichen Projektgespräch zur Verfügung gestellt.

4. Prüfung des Förderantrags und Entscheidung
Die WTSH trifft im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein die endgültige Entscheidung über eine Förderung. Über Förderanträge ab 500.000 Euro entscheidet das Landeskabinett.

5. Zuwendungsbescheid
Nach positiver Entscheidung erhält das Unternehmen einen entsprechenden Bescheid. Anschließend wird mit der Realisierung des Projektes begonnen.

6. Erstattungsantrag
Für die Auszahlung der Fördergelder müssen Erstattungsanträge eingereicht werden.

7. Auszahlung
Der Zuschuss wird nachträglich in Tranchen und auf Basis der geprüften und nachgewiesenen Projektausgaben ausgezahlt.

8. Verwendungsnachweis
Zur Prüfung der zweckmäßigen Verwendung der Fördermittel und Erreichung der Ziele des Vorhabens muss innerhalb von drei Monaten nach Ende der Projektlaufzeit ein Verwendungsnachweis eingereicht werden. Er besteht aus einem Sachbericht und Nachweisen über die Projektausgaben.

9. Verwertungsbericht
Nach Projektende muss für fünf volle Kalenderjahre jährlich ein Verwertungsbericht über das Vorhaben und dessen Wirkung eingereicht werden.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Sie haben Fragen zum Förderprogramm „Prozess- und Organisationsinnovationen“ – POI? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Rita Wanke

Fachliche Beraterin Förderprogramme

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