Elektromobilität für Unternehmen

Warum Elektromobilität für Unternehmen?

Energieeffizenz und Klimaschutz im Verkehr

Elektrische Antriebe, die mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden, ermöglichen eine erhebliche Effizienzsteigerung und eine Reduzierung des Gesamtenergiebedarfs des Verkehrssektors. Diese Effekte werden sich mit Fortschreiten der Energiewende, bzw. der zunehmenden Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energiequellen verstärken. Mit der Umstellung von konventionellen Fahrzeugen auf Elektrofahrzeuge können Unternehmen einen Beitrag dazu leisten.

Elektroautos können günstiger sein als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor!

Der Anschaffungspreis für E-Autos ist in der Regel noch höher als für vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Jedoch kann der Betrieb eines E-Autos deutlich günstiger sein, da über 10 Jahre die KFZ-Steuer eingespart wird sowie weniger Wartungs- und Kraftstoffkosten pro Kilometer verursacht werden.

Mit einem Kostenrechner kann ermittelt werden, ab wann der Kauf eines E-Autos wirtschaftlich ist.

Hier geht es zum Kostenrechner

Wie Sie Ihren Unternehmens-Fuhrpark elektrifizieren:

Wie haben eine kleine Einführung zur Elektromobilität im Unternehmens-Fuhrpark mit hilfreichen Tipps sowie viele Beispiele aus der Praxis zusammen gestellt.

Hier geht es zur Einführung

Welche Fahrzeuge gibt es?

Die Anzahl an Fahrzeugen auf dem Markt mit elektrischen Antrieb – Electric Vehicle (EV) – steigt kontinuierlich. Bei den PKW kann zwischen rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV), Hybridfahrzeugen ohne externe Lademöglichkeit (HEV), Plug-In Hybriden (PHEV) und Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) unterschieden werden. Mittlerweile bieten die meisten etablierten Hersteller Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb an. Doch auch neu gegründete Unternehmen drängen auf den Markt, so dass mittlerweile ein buntes Fahrzeugangebot existiert.

Auch im Sektor der Nutzfahrzeuge wächst das Angebot an Elektrofahrzeugen. Hier geht die Bandbreite von kleinen Kurierfahrzeugen bis hin zu größeren Transportern.

Bildquelle: http://nationale-plattform-elektromobilitaet.de/die-npe/publikationen/

Listen mit allen angebotenen Fahrzeugen gibt es z.B. hier:

www.adac.de

www.stromfahrer.sh

www.goingelectric.de

Welche Förderungen gibt es?

Im Bereich der Elektromobilität gibt es verschiedene staatliche Fördermöglichkeiten. Gefördert wird beispielsweise der Kauf von Elektrofahrzeugen oder die Investition in Infrastruktur.
Die Fördermöglichkeiten unterscheiden sich hinsichtlich ihres Förderschwerpunktes und hinsichtlich des Fördergebers. So gibt es Programme, die bundesweit gelten und andere Programme, die nur in dem jeweiligen Bundesland, in einzelnen Regionen oder Kommunen beantragt werden können.
Im Folgenden findet sich eine allgemeine Übersicht zu gängigen Fördermöglichkeiten.

Wenn Sie Fragen haben, helfen Ihnen auch gerne die Mitarbeiter der Landeskoordinierungsstelle weiter. Hier geht es zu den Ansprechpartnern. 

Förderung in Schleswig-Holstein

Emobilität

Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur Schleswig-Holstein

Mit der Förderrichtlinie soll der Ausbau von Ladeinfrastruktur in Schleswig-Holstein gefördert werden, um ein bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Netz an Ladepunkten für elektrisch betriebene Fahrzeuge zu initiieren. Insbesondere werden Unternehmen und öffentliche Einrichtungen* bei der Errichtung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur sowie von Ladeinfrastruktur für z.B. Dienstfahrzeuge oder Gäste (nicht öffentlich zugänglich) unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Ladeinfrastruktur von Elektrobussen im ÖPNV.

Einen Überblick über das Förderprogramm gibt es hier.

*Privatpersonen sind nicht antragsberechtigt

Zum Förderprogramm Ladeinfrastruktur Elektromobilität

Förderung von Elektromobilität - Fahrzeuge

Kauf/Leasing eines Elektroautos

Gefördert werden Unternehmen und Privatpersonen über eine Prämie

Infos: www.bafa.de

Befreiung von der KfZ-Steuer

Gefördert werden Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen über eine Steuerbefreiung

Infos: www.zoll.de

Verminderung der Besteuerung für Dienstwagen und Diensträder

Gefördert werden privat genutzte Dienstfahrzeuge über eine Steuererleichterung

Infos: www.bundesfinanzministerium.de

Elektrofahrzeuge und Infrastruktur “Sofortprogramm Saubere Luft”

Gefördert werden Unternehmen und öffentliche Träger aus Kommunen mit regelmäßiger Überschreitung des Stickstoffoxid-Grenzwertes über einen Zuschuss

Infos: www.bmvi.de

Schwerlastenfahrräder

Gefördert werden Unternehmen und Kommunen über einen Zuschuss

Infos: www.bafa.de

Steuerbefreiung für Diensträder

Gefördert werden Unternehmen und Privatpersonen über eine Steuererleichterung

Infos: www.bundesfinanzministerium.de

Anschaffung von Fahrzeugen, Infrastruktur

Gefördert werden Unternehmen über ein Darlehen

Infos: www.kfw.de

Energieeffiziente und/oder CO2-arme Nutzfahrzeuge

Gefördert werden Unternehmen im Güterkraftverkehr über einen Zuschuss

Infos: www.bag.bund.de

Anschaffung von Elektrobussen

Gefördert werden Verkehrsbetriebe im ÖPNV über einen Zuschuss

Infos: www.bmu.de

Eine Übersicht über Förderprogramme von Bund und dem Land Schleswig-Holstein, sowie Steuerersparnisse finden Sie hier.

Hier geht es zur Übersicht

Förderung von Elektromobilität - Infrastruktur, Forschungsprojekte, Mobilitätskonzepte

Öffentliche Ladeinfrastruktur

Gefördert werden Unternehmen und Kommunen über einen Zuschuss

Infos: www.bmvi.de

Energiewende und Umweltinnovationen

Gefördert werden Innovationsprojekte für Forschung und Wissensverbreitung von Einrichtungen sowie Unternehmen mit Sitz/Betriebsstätte in Schleswig-Holstein über einen Zuschuss

Infos: www.wtsh.de

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Gefördert werden Unternehmen, Forschungsinstitute, Hochschulen, Gebietskörperschaften und gemeinnützige Vereine über einen Zuschuss

Infos: www.now-gmbh.de

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Gefördert werden Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen über einen Zuschuss

Infos: www.digitale-technologien.de

Kommunale Elektromobilitätskonzepte

Gefördert werden Städte, Gemeinde, Landkreise, Zweckverbände, kommunale Unternehmen und Sonstige, in kommunaler Trägerschaft oder zu gemeinnützigen Zwecken über einen Zuschuss

Infos: www.ptj.de

Batterie 2020 Transfer

Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten zum Thema „Batteriematerialien für zukünftige elektromobile, stationäre und weitere industrierelevante Anwendungen“. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Infos: www.bmbf.de

Wo kann geladen werden?

Generell wird zwischen öffentlich zugänglicher und nicht öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur unterschieden.

Bundesweit wird zurzeit der Ausbau von öffentlich zugänglichen Ladesäulen forciert. Mit der Ladesäulenverordnung (LSV) wurde zudem ein Steckerstandard definiert sowie ein diskriminierungsfreies Bezahlsystem vorgeschrieben. Viele Institutionen und Hersteller bieten Informationen zu Standorten von öffentlich zugänglichen Ladesäulen: Unter anderem die Bundesnetzagentur oder der Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft e.V. Die Website StandortTOOL stellt die Ladesäulen aller Betreiber dar, die das verpflichtende Anzeigeverfahren der Bundesnetzagentur erfolgreich durchlaufen und einer Veröffentlichung im Internet zugestimmt haben. Dabei werden nur die Ladepunkte berücksichtigt, die den Anforderungen der Ladesäulenverordnung (LSV) genügen. Die Internetseiten www.goingelectric.de und www.lemnet.org sind große nutzergepflegte Datenbanken zur Ladeinfrastruktur und zeigen Ladestationen unterschiedlichster Anbieter auf einer Übersichtskarte an.

Rechtlicher Rahmen

Es eine ganze Reihe an Gesetzen und Verordnungen, die den Bezug zur Elektromobilität aufnehmen. Die Regelungen betreffen sowohl die EU-Ebene, als auch die Bundes-, Landesebene und die kommunale Ebene.

Beispiele:

EMoG – Das Elektromobilitätsgesetz dient zur Regelung von möglichen Bevorrechtigungen von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr. Damit wird es Kommunen ermöglicht Regeln zu schaffen, mit denen die Elektromobilität gefördert wird (z.B. Bevorzugungen beim Parken, oder bei der Erhebung von Gebühren). Mehr zur Anwendung des EMoG für Kommunen gibt es hier.
Das ganze Gesetz finden Sie hier.

LSV – Die technischen Mindestanforderungen bei Errichtung und Betrieb von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur werden seit 2016 durch die Ladesäulenverordnung geregelt. Hiermit wird die Vorgabe durch die EU-Richtlinie 2014/94/EU umgesetzt. Eine der wichtigsten Regelungen hieraus ist der einheitliche Standard für Ladestecker, der EU-weit gilt. Hier geht es zum Gesetz.

Eichrecht (MessEG und MessEV) – Ladesäulen, bei denen eine Abrechnung erfolgt, enthalten im Sinne des Mess- und Eichrechts Messgeräte zur Bestimmung von Messgrößen bei der Lieferung von Elektrizität. Daher sind Ladesäulen, bei denen abgerechnet wird, grundsätzlich eichpflichtig und müssen durch ein Konformitätsbewertungsverfahren geprüft und zugelassen werden. Merkblatt der Eichdirektion Nord

PAngV – Die Preisangabenverordnung soll dafür sorgen, dass die Preiswahrheit und Preisklarheit gewährleistet wird und gilt auch bei der Abrechnung von Ladevorgängen. Nach Auffassung eines BMWI Rechtsgutachtens, kann, nach §3 PAngV, nur eine Abrechnung pro Kilowattstunde (kWh) Sinn und Zweck der verbraucherschützenden Preisangabenverordnung erfüllen. Jedoch sei es den anbietenden Unternehmen vorbehalten, dazu auch andere, verbrauchsunabhängige, Preisbestandteile zu erheben (z.B. Einmalgeld je Ladevorgang oder eine Parkgebühr je Zeiteinheit). Erfahren Sie hier mehr.

EnWG – Im Energiewirtschaftsgesetz wird geregelt, dass Ladesäulenbetreiber nach Definition als Letztverbraucher eingeordnet und nicht zum Energieversorgungsunternehmen werden und somit nicht die zusätzlichen Pflichten eines Energieversorgers einhalten müssen (§3 Nr. 25 EnWG). Hier geht es zum Gesetz.

Eine Übersicht über geltende Bestimmungen finden Sie hier.

StVO-Novelle 2020
Um moderne Mobilität zu stärken, gibt es zahlreiche Neuregelungen in der StVO:
  • Sinnbild auf Fahrbahn für Parkflächen für elektrisch betriebene Fahrzeuge möglich
  • Neuer Tatbestand für das unberechtigte Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge
  • Zahlreiche Änderungen zur Stärkung der Rechte des Fahrradverkehrs.

Quelle: BMVI

Weitere Informationen finden Sie hier. 

Melde- und Anzeigepflicht für Ladeinfrastruktur

Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur

Wird die Ladevorrichtung öffentlich, sprich für Dritte zugänglich gemacht, dann sollte der Aufbau des Ladepunktes etwa vier Wochen vor Inbetriebnahme bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) gemeldet werden. Werden zudem Schnellladepunkte installiert, so müssen zusätzlich die technischen Anforderungen gemäß §3 Absatz 2 bis 4 der Ladesäulenverordnung (LSV) miteingereicht werden.

Nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur:

Auch im nicht öffentlichen Bereich müssen Ladesäulen und Wallboxen gemeldet oder sogar genehmigt werden. Nach §19 der Niederspannungsanschlussverordnung müssen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge beim Netzbetreiber gemeldet werden. Ab einer Leistung von 12 kW besteht eine Genehmigungspflicht

Quelle: Bundesnetzagentur

Einführung Elektromobilität im Unternehmens-Fuhrpark

Sie planen, Ihren Firmenfuhrpark auf Elektromobilität umzustellen? Wir haben in dieser Einführung einige Aspekte zusammengestellt, die Sie berücksichtigen sollten.

1. Mobilitätsprofil

Bei der Planung, den Firmenfuhrpark auf Elektromobilität umzustellen, sollte zunächst eine Analyse der Fahrprofile, der jeweiligen Fahrzeuge erfolgen. Fahrprofile hängen von der Nutzergruppe ab. So macht es einen Unterschied, ob es einen Fahrzeugpool gibt, der von allen Mitarbeitern genutzt werden kann, oder ob die Fahrzeuge bestimmten Personen/Teams zugeordnet sind. Zudem sollte beachtet werden, ob die Fahrzeuge nur dienstlich oder auch privat genutzt werden dürfen.

Die Erstellung von Mobilitätsprofilen ist unter Berücksichtigung des Datenschutzes über verschiedene Wege möglich. Im Kern geht es darum zu erfahren, welcher tatsächliche Fahrzeugbedarf im Hinblick auf Zeit und Entfernung besteht. Hierzu können GPS-Tracker installiert oder Fahrtenbücher genutzt werden.

2. Fahrzeugauswahl

Wenn das Mobilitätsprofil über einen bestimmten Referenzzeitraum analysiert worden ist, kann anhand dessen entschieden werden, welche Fahrzeuge elektrifiziert werden können. Die Fahrzeugauswahl sollte sich an den tatsächlichen Bedarfen orientieren. Dabei spielt die Batteriekapazität, also die Reichweite, eine wichtige Rolle. Bei Nutzfahrzeugen sollte die maximale Zuladung berücksichtigt werden.

Listen mit allen angebotenen Fahrzeugen gibt es z.B. hier:

www.adac.de

www.stromfahrer.sh

www.goingelectric.de

3. Laden am Unternehmensstandort

Elektrifizierte Fahrzeuge der Unternehmensflotte können an Ladepunkten auf dem Betriebsparkplatz vor Ort aufgeladen werden. Hierzu können Wallboxen montiert oder Säulen aufgestellt werden. Die Ladeleistungen sollten sich an den zuvor ermittelten Standzeiten und benötigten Reichweiten orientieren. Für die Beschaffung der Hardware, Anschluss, Montage und Inbetriebnahme gibt es einige Anbieter (z.B. Elektriker, Energieversorger oder spezialisierte Fachanbieter), deren Angebot sich z.T. deutlich unterscheidet – Ein Vergleich mehrer Angebote ist ratsam!

Bei mehreren Ladepunkten sollte ein Lastmanagement in Betracht gezogen werden.

Wenn mehrere Elektrofahrzeuge gleichzeitig bei voller Leistung geladen werden, kann das zu hohen Lastspitzen führen. Um eine Ertüchtigung des Netzanschlusses oder einen erhöhten Leistungspreis bei der Stromrechnung zu vermeiden, gibt es intelligente Ladelösungen speziell für Fahrzeugflotten (Lastmanagement), welche die Ladeleistung so regeln, dass keine Lastspitzen entstehen. Bei der Planung muss auch der Netzbetreiber mit eingebunden werden. Es besteht eine Meldepflicht für Wallboxen und ab einer Leistung von 12 kW eine Genehmigungspflicht (Niederspannungsanschlussverordnung – NAV §19).

4. Fördermöglichkeiten

Im Bereich der Elektromobilität gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Prüfen Sie vor der Anschaffung von Fahrzeugen und Infrastruktur, ob und wenn ja welche Förderungen für Ihr Unternehmen in Frage kommen. Für Fahrzeuge gibt es beispielsweise den Umweltbonus, sowie diverse Steuervorteile (z.B. die Befreiung von der Kfz-Steuer oder die vergünstigte Dienstwagensteuer).
Auch vor der Anschaffung von Ladeinfrastruktur kann es sich lohnen nach aktuellen Förderaufrufen und Steuervergünstigungen zu schauen.

Sollten Sie diesbezüglich Fragen haben, wenden Sie sich gerne an die Landeskoordinierungsstelle Elektromobilität. Hier geht es zu den Ansprechpartnern.

Eine Übersicht über Förderprogramme von Bund und dem Land Schleswig-Holstein, sowie Steuerersparnisse finden Sie hier.

5. Exkurs Elektromobilität und Photovoltaik

Die Themen Elektromobilität und Photovoltaik zu verbinden und ein Konzept zum Aufladen von Fahrzeugen mittels Sonnenenergie durchzuführen, kann nicht nur die Klimabilanz, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Mobilität eines Unternehmens verbessern. Wenn dazu ein Lastmanagementsystem genutzt wird, ist es außerdem möglich den Ausnutzungsgrad des selbst erzeugten Stroms deutlich zu steigern und das Lastprofil des gesamten Betriebs zu optimieren. Ein System aus Elektromobilität und PV empfiehlt sich vor allem wenn die Fahrzeuge tagsüber vor Ort sind und geladen werden können. Wenn einige Fahrzeuge nachts geladen werden müssen, ist es denkbar einen zusätzlichen Batteriespeicher einzusetzen, um den Zeitraum des Verbrauchs des eigens erzeugten Stroms unabhängig vom Zeitraum der Erzeugung zu machen.

Es gibt einige Anbieter, auch aus Schleswig-Holstein, die solche Gesamtkonzepte als Komplettlösung anbieten. Dies kann die Planung für ein Unternehmen vereinfachen.

Ausführliche Informationen zur Kombination von Elektromobilität und Photovoltaik finden Sie außerdem hier.

E-Fuhrparks in Schleswig-Holstein

Stadtwerke Kiel

Die Stadtwerke Kiel haben bereits 42 reine E-Fahrzeuge (BEV) im Bestand. Eingesetzt werden verschiedene Modelle, wie zum Beispiel der Smart fortwo, forfour, der eGolf, der ZOE life 40 und der Kangoo maxi. Die Fahrzeuge werden mit insgesamt rund 38 Ladepunkten, mit einer Leistung bis zu 22 kW, auf dem Betriebsgelände geladen. Zudem bieten die Stadtwerke Kiel an einer öffentlichen Ladesäule am Betriebsgelände ein kostenloses Mitarbeiterladen an. Durch die Umstellung auf E-Fahrzeuge sparen die Stadtwerke Kiel zum jetzigen Stand etwa 29 t CO2 pro Jahr ein. Mit dem ehrgeizigen Ziel, die PkW-Flotte bis Ende 2021 auf 80% rein elektrische Antriebe umzustellen, werden in den kommenden Jahren noch mehr Treibhausgase eingespart.

Elektro Obernauer

Seit 2014 hat Elektromeister Jan Obernauer seinen betrieblichen Fuhrpark nach und nach auf Elektrofahrzeuge umgestellt und weiß daher aus gelebter Erfahrung wovon er redet. Dieser besteht mittlerweile aus einem PlugInHybrid (Mitsubishi Outlander – 12 kWh Batterie), einem Renault Zoe (22 kWh), 2 x Nissan Transporter E-NV200 (je 24 kWh) und einem Tesla Model S75D 875 kWh) sowie 2 Elektroroller der Marke “Tante Paula”. Ein weiterer Transporter der Firma “ISEE Electric Trucks (Opel Vivaro Umbau) wird die Flotte im Janaur 2019 elektrisch komplettieren und den letzten dieselbetriebenen Verbrenner ersetzen. Für dieses e-Mobile-Fahrzeug-Konzept hat Jan Obernauer am 30.11.2018 den 2. Platz beim “Förderpreis Handwerk 2018” gewonnen, der immerhin mit insgesamt 15.000 Euro dotiert war.

Nordgröön

Bei Nordgröön dreht sich alles um die energiepolitische Optimierung, Synchronisierung und Integration von erneuerbaren Energien. Erklärtes Ziel: 100% erneuerbare Energie für unsere Gesellschaft zur Realität zu machen.
Natürlich geht Nordgröön mit gutem Beispiel voran und stellt seinen Mitarbeitern Elektroautos als Firmenwagen zur Verfügung. Zurzeit umfasst der Fuhrpark 10 Elektroautos vom Renault Zoe über den Nissan Leaf, Kia Niro bis hin zum Tesla Model X als reine E-Fahrzeuge. Als Hybridfahrzeuge hat die Nordgröön den Mitsubishi Outlander und diverse BMW-Modelle im Einsatz . Sechs Ladepunkte ließ Nordgröön vor den Geschäftsräumen installieren, jede mit maximalen 22KW Ladeleistung. Weitere acht Ladepunkte sind bereits vorbereitet und werden im laufenden Jahr aufgestellt sein. Dann besitzt jeder Parkplatz auf dem Firmengelände eine eigene Lademöglichkeit.

Förde Direkt Service

Als Fördermitglied des Klimapaktes sieht die Firma Förde Direkt Service (FDS) im besonderen Maße dem Klimaschutz verpflichtet. Aus diesem Grunde wurde der Fuhrpark des Unternehmens erheblich in Richtung E-Mobilität ausgebaut. Insgesamt wurden neun E-Fahrzeuge und neun Ladesäulen angeschafft, die über die hauseigene Photovoltaik-Anlage gespeist werden. Dies stellt den ersten großen Meilenstein für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung dar. “Wir wollen unseren Betrieb immer mehr klimafreundlich umrüsten. Hierzu zählt nicht nur die Mobilität, sondern auch der Einsatz von LED-Lampen und E-Geräte für unseren Gartenbaubereich”, so Geschäftsführer Jürgen Klee. Im Rahmen einer Fuhrpark-Analyse – die vom Klimapakt Flensburg beauftragt wurde – stellte sich heraus, dass sich die Mobilitätsmaßnahmen für das Unternehmen kostenneutral bis kostengünstiger gegenüber dem Einsatz von Autos mit Verbrennungs-Motoren darstellen. Neben den E-Autos, den E-Ladesäulen und der PV-Anlage wurde noch ein E-Lastenrad gekauft, das auch für die Öffentlichkeit kostenfrei ausleihbar ist.

SH Netz HW Elektro Mobilität

Schleswig-Holstein Netz AG

Als regionales Versorgungsunternehmen nimmt die Schleswig-Holstein Netz AG den Ausbau von Ladeinfrastruktur in der Region mit in die Hand. Die Schleswig-Holstein Netz AG ist sich sicher, dass ein solcher Ausbau für eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung im Bereich Energie notwendig ist. Das Unternehmen lässt diesen Worten Taten folgen, auch intern. Mittlerweile besitzen fast alle Standorte mindestens einen Ladepunkt. Die Fahrzeugflotte wird nach und nach umgestellt, zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich 53 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und 6 Plug-in Hybride im Bestand des Fuhrparks.
Die beiden größten internen Projekte derzeit im Bereich Elektromobilität sind zum einen die Umstellung von zwei regionalen technischen Standorten auf eine rein elektrische Fahrzeugflotte. Dafür werden an den Standorten Bad Segeberg und Niebüll jeweils circa 20 Ladepunkte installiert. Zum anderen wird an der Zentrale in Quickborn ein einzigartiger Ladepark errichtet. Hier werden insgesamt 16 neue Ladepunkte geschaffen, wovon einer dieser Punkte zu einem UFC-Charger mit einer Leistung von bis zu 150 kW/h gehört. Insgesamt hat die Schleswig-Holstein Netz AG bereits heute über 70 interne Ladepunkte geschaffen.

GP Joule

Über 40 Elektromobile in der eigenen Flotte und mehr als 60 Ladepunkte an den Unternehmensstandorten sowie bei den Mitarbeitern privat: Seit 2015 setzt GP JOULE die Umstellung des eigenen Fuhrparks von Diesel- auf Elektroantrieb konsequent um. Das Unternehmen zeigt, wie die Mobilitätswende gelingen kann – mit der CONNECT E-Flottenlösung. Seit 2016 ist die E-Flottenlösung etabliert und hat sich im Langzeittest bewährt. Die Integration in das Unternehmen gelingt mühelos auf allen Ebenen. Dank der intelligenten Ladeinfrastruktur erweist sich die Elektrifizierung des Fuhrparks für GP JOULE als reibungslos und nachhaltig. Mittlerweile laden die Mitarbeiter bei sich zu Hause und an über 6000 weiteren Ladestationen deutschlandweit über die CONNECT Ladekarte.
Das Unternehmen spart jährlich über 60.000 Liter Diesel ein und reduziert den internen CO2-Ausstoß um mehr als 150 Tonnen. Die Weiterentwicklung der E-Flottenlösung ist damit jedoch nicht abgeschlossen. Zukünftig soll diese noch intelligenter und effizienter werden.

Die Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wurden nach bestem Wissen erstellt. Änderungen im Produktangebot sind jederzeit möglich. Für Anliegen und Rückfragen nutzen Sie gerne unser Kontaktformular.

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