Die Norddeutsche Wasserstoffstrategie

Was trägt Schleswig-Holstein bei?

Schleswig-Holstein liefert heute bereits eine große Menge an Strom aus regenerativen Energien. Die Herausforderung: Nicht immer weht der Wind, wenn der Strombedarf da ist, andererseits müssen Windkraftanlagen in windstarken Zeiten heruntergeregelt werden, um das Stromnetz nicht zu überlasten.

Dies macht eine alternative Speicherung von Energie notwendig. Eine Schlüsseltechnologie dazu ist die Veredelung von Windstrom zu grünem Wasserstoff.

In einer Diskussionsrunde im Rahmen der Hannover Messe Digital Days stellten sich Prof. Dr. Michael Berger (FH Westküste), Dr. Bernd Buchholz (Wirtschaftsminister SH), Ove Petersen (GP Joule), Axel Wiese (EE.SH) und WTSH-Innovationsberater Carsten Delfs den Fragen zu Chancen und Herausforderungen für die Wasserstofftechnologie in Schleswig-Holstein.

Die Wasserstofftechnologie bietet aus verschiedenen Gründen eine Lösung für die wirtschaftliche Nutzung und Speicherung der Windenergie: Bei dem nahezu emissionsfreien Wasserstoff handelt es sich um eine beherrschbare und wandelbare Technologie, von der keine größeren Gefahren ausgehen.

In Schleswig-Holstein gibt es bereits einige Verbundprojekte und Reallabore, die sich unter realen Bedingungen mit der Technologie und dem konkreten wirtschaftlichen Nutzen beschäftigen. Gefördert wird dies unter anderem durch die gemeinsame Wasserstoffstrategie der norddeutschen Länder. Die Säulen dieser Strategie sind im wesentlichen:

  • Aufbau einer Infratruktur
  • Festigung der Wertschöpfungsketten
  • Anpassung von Gesetzen, Verordnungen und Förderprogrammen
  • Akzeptanz und Bildung als Basis für die Wasserstoffwirtschaft.

“Die Wasserstofftechnologie bietet große Chancen sowohl für die optimale Nutzung regenerativer Energien als auch zur Schaffung nachgelagerter Wertschöpfungsketten und neuer “grüner” Produktionsketten. Aufgabe der Wirtschaftsförderung Schleswig-Holstein ist es nun, die Akteure im echten Norden zu vernetzen, die Technologie in die Marktnähe zu rücken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. So können mittel- und langfristig auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.”

Die gesamte Diskussionsrunde gibt es auch zum nachhören in der Mediathek der Hannover Messe.

Hannover Messe Digital Days:
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