Abwasser: Kosten sparen mit neuer Technologie

Land fördert Terrawater GmbH mit knapp 180.000,00 Euro

Mit ihrem patentierten Entsalzungsverfahren will die Terrawater GmbH in Zukunft auch Abwasser aufbereiten. Das hilft Kosten zu sparen und Ressourcen zu schonen. Das Land Schleswig-Holstein fördert die Entwicklung einer Pilotanlage für die Abwasserbehandlung auf Grundlage der Terrawater-Entsalzungstechnologie mit 177.000 Euro. „Diese Technologie erlaubt es, mit geringem Energieaufwand unter Nutzung von Abwärme das Abwasser in einen hochkonzentrierten, deponier- oder weiterverarbeitungsfähigen Reststoffanteil sowie gereinigtes und wieder verwendbares Wasser zu trennen“, erklärt Dr. Bernd Bösche, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, das Verfahren. Der „Trick“ bei dem Verfahren liegt darin, das Schmutzwasser immer wieder durch das aus 100 Prozent Kunststoff bestehenden Konzentrations-System laufen zu lassen, bis am Ende durch die Verdunstung sowohl eine nahezu feste Fraktion entstanden ist - in der die unerwünschten Inhaltsstoffe enthalten sind –sowie auch kondensiertes Wasser. Während das Kondensat wieder als Prozesswasser verwendet werden und so der Verbrauch an Frischwasser gesenkt werden kann, lässt sich der „Schmutzbrei“ entsorgen. Ein weiterer Vorteil: Je weniger Wasser der Schmutzbrei enthält, umso geringer ist die anfallende Menge, für deren Entsorgung bezahlt werden muss. Man spart also doppelt: Einmal beim Frischwasserbedarf und einmal bei der Entsorgung. „Bei der Entsalzung von extrem salzhaltigen Wässern und der Bereitstellung von Trink- und Prozesswasser hat sich das Verfahren bereits weltweit bewährt. Nun gilt es, die Technologie für die Fraktionierung von Abwässern zu modifizieren“, so Dr. Bösche. Zunächst soll eine Pilotanlage entwickelt und als Referenz bei Schlüsselkunden installiert werden. Die Technik ist vor allem für Industriekunden interessant, bei denen große Mengen an Abwasser anfallen, Abwärme vorhanden ist und die einen hohen Prozesswasserbedarf haben. Für sie bietet das Terrawater-Verfahren große Einsparpotenziale. Hierzu zählen beispielsweise Kraftwerke und Betriebe der Ernährungswirtschaft oder der Papierindustrie. Die Terrawater GmbH will mit dem Entwicklungsvorhaben bis zum Jahr 2015 mit dem Projekt zehn neue Arbeitsplätze im eigenen Betrieb schaffen sowie zwei neue Arbeitsplätzen in anderen schleswig-holsteinischen Unternehmen. Hinweis für die Redaktionen: Sie sind herzlich eingeladen, an der Förderbescheidübergabe teilzunehmen am 25.10.10 um 15:00 Uhr bei der Terrawater GmbH, Wischhofstraße 1-3, 24148 Kiel.

Das Zukunftsprogramm Wirtschaft wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei. Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.

Verantwortlich für den Text: Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH Ute Leinigen Lorentzendamm 24 24103 Kiel www.wtsh.de Ansprechpartner: Martin Eckard Tel.: 0431-66666-842 Fax: 0431-66666-768 eckhard@wtsh.de

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