Wirtschaftsförderer ziehen erfolgreiche Bilanz 2014

147 Unternehmen mit 1728 Arbeitsplätzen angesiedelt

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KIEL. 27. Februar 2015.Insgesamt 147 Unternehmen – darunter 19 Firmen aus dem Ausland –haben sich 2014 für den Aufbau eines Standortes in Schleswig-Holstein entschieden und schaffen damit 1728 neue Arbeitsplätze. Die Zahl der neuen Jobs liegt damit um 100 Arbeitsplätze über dem Vorjahresergebnis, während die Anzahl der angesiedelten Unternehmen gegenüber 2013 (157 Firmen) nahezu identisch geblieben ist.„Mit diesen Zahlen haben die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) sowie die Wirtschaftsförderer der Kreise und kreisfreien Städte erneut ein überaus solides Ansiedlungsergebnis erzielt“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute (27. Februar) bei der Vorstellung der Ansiedlungsbilanz gemeinsam mit dem Geschäftsführer der WTSH, Dr. Bernd Bösche. „Die Zahlen sprechen für Kontinuität und Stabilität und bestätigen unserer Wirtschaft einen kontinuierlichen Wachstumsprozess. Das Ansiedlungsergebnis ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Schleswig-Holstein im Wettbewerb der Standorte weiterhin gut behauptet“, so Meyer.

Besonders positiv haben sich 2014 nach den Worten von WTSH-Geschäftsführer Bösche die Auslandsansiedlungen entwickelt: Im vergangenen Jahr entschieden sich insgesamt 19 ausländische Unternehmen für den Standort Schleswig-Holstein, im Jahr zuvor waren es 13 Unternehmen. Aus China wurden zwölf, aus Dänemark fünf, aus Schweden und Großbritannien jeweils ein Unternehmen angeworben. Insgesamt sorgten allein die ausländischen Unternehmen für rund 400 Arbeitsplätze. „Bereits in den vergangenen Jahren hat das Interesse ausländischer Unternehmen an Schleswig-Holstein kontinuierlich zugenommen. 2014 haben wir, was die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Auslandsansiedlungen angeht, das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre erzielt“, sagte WTSH-Chef Bösche. Nur 2011 sei die Quote infolge der Ansiedlung des Designer Outlet Centers Mc Arthur Glenn in Neumünster besser gewesen.

Auch der Tourismussektor verzeichnet eine positive Entwicklung. So wurden vergangenes Jahr neun Unternehmen für den Standort Schleswig-Holstein gewonnen, durch die insgesamt 411 Arbeitsplätze entstehen. Größtenteils handelt es sich um Hotelansiedlungen im Bereich der Stadt- und Freizeithotellerie der gehobenen Klasse. „Unsere Arbeit in diesem Bereich trägt Früchte - Schleswig-Holstein hat sich als idealer Standort für Hotelinvestitionen profiliert, die vor allem auf Qualität setzen“, so Minister Meyer. Den Grundstein für erfolgreiche Hotelansiedlungen hätten zahlreiche Kommunen mit massiven Investitionen in die touristische Infrastruktur gelegt, die vom Land und der EU gefördert wurden.

Im Vergleich zu den Vorjahren gab es bei den Ansiedlungen in den übrigen Branchen keine eindeutigen Schwerpunkte, sondern eine breite Streuung. Die Bandbreite reicht von Unternehmen der digitalen Wirtschaft, der Medizintechnik, der maritimen Wirtschaft, der Erneuerbaren Energien, dem Maschinenbau bis hin zur Logistik. Diese breite Branchenstreuung spiegelt sich auch im Ansiedlungsergebnis des vergangenen Jahres der Landeshauptstadt Kiel wider. „Die Firmen kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen. Sie weisen einen bunten Mix auf - vom produzierenden Gewerbe über Dienstleistungen bis hin zur Gastronomie“, so Werner Kässens, Geschäftsführer der KiWi, Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH. Nach wie vor spielten die harten Standortfaktoren wie Fläche, Steuern und Finanzierung für die Entscheider eine große Rolle, so der Kieler Wirtschaftsförderer während der Pressekonferenz. Aber auch die weichen Standortfaktoren seien immer mehr bedeutend für eine Ansiedlungsentscheidung. „Allerdings können wir uns besonders durch unsere hervorragenden weichen Standortfaktoren von den anderen abheben und die Stärken Kiels für sich sprechen lassen. Zu Kiels Stärken zählen insbesondere die hohe Lebensqualität, aber auch die Innovationskraft und gut ausgebildete Fachkräfte durch unsere Hochschulen.“

Wie bereits in den vergangenen Jahren haben rund drei Viertel der in Schleswig-Holstein angesiedelten Unternehmen – und damit etwas weniger als im Vorjahr – weniger als zehn Mitarbeiter. Mit zwölf Arbeitsplätzen pro Unternehmen ist auch die durchschnittliche Betriebsgröße gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben (2013: 10 Arbeitsplätze pro Unternehmen). Meyer: „Die Zahlen belegen einmal mehr, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen die Basis unserer Volkswirtschaft sind. Darum wurde das neue Landesprogramm Wirtschaft als schnelle und effektive Wirtschaftsförderung insbesondere für diese Unternehmen konzipiert.“

Laut Meyer und Bösche stammen 70 Prozent der neu angesiedelten Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor (2013: 66 Prozent), 20 Prozent sind dem Handel (2013: 23 Prozent) und zehn Prozent dem produzierenden Gewerbe (2013:11 Prozent) zuzurechnen. Damit weichen diese Zahlen kaum von den Vorjahreswerten ab. Positiv ist die Entwicklung bei den Neugründungen: Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 40 Unternehmensgründungen oder Gründungen von Tochtergesellschaften von bereits in Schleswig-Holstein ansässigen Unternehmen. Im Vorjahr waren es 29. „Dies zeigt, ein klares Standortbekenntnis zum ,echten Norden‘“, sagte Meyer.


Verantwortlich für diesen Pressetext:

Ute Leinigen | WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig Holstein GmbH | Lorentzendamm 24, 24103 Kiel | Telefon 0431 66666 820 | E-Mail: leinigen@wtsh.de | www.wtsh.de

Harald Haase | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie | Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-4420 | Telefax 0431 988-4705 769 | E-Mail: pressestelle@wimi.landsh.de | www.schleswig-holstein.de


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