Ausgebucht: WTSH Veranstaltung „KI4You“ war großer Erfolg

Ausgebucht: WTSH Veranstaltung „KI4You“war großer Erfolg

Kiel, 01.10.19 Künstliche Intelligenz (KI) ist längst fester Bestandteil unseres Alltags. Wir nutzen Sprachassistenten, leben in Smart Homes und lassen uns immer häufiger von Maschinen unterstützen. KI gewinnt in so gut wie allen gesellschaftlichen Bereichen an Bedeutung: von Medizin über Verkehr bis zur industriellen Produktion. Mit dem „Digitalisierungsprogramm Schleswig-Holstein“ hat die Landesregierung bereits strategische Ziele und Handlungsfelder für diese Zukunftstechnologie definiert und wichtige Entwicklungen angestoßen. Die KI Strategie des Landes zielt darauf ab, bundesweit einen Spitzenplatz beim Einsatz in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in Schleswig-Holstein zu erreichen. Aber wie können kleine und mittlere Unternehmen KI ganz konkret für eigene Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle nutzbar machen? Woher kommen die relevanten Daten und wie kann solch ein Innovationsvorhaben finanziert werden? Diesen und weiteren Fragen rund um die Künstliche Intelligenz gingen rund 130 Teilnehmer der Veranstaltung „KI4YOU – KIProjekte richtig aufsetzen“ gestern (30.09.2019) ausführlich auf den Grund. Zu Impulsvorträgen hochkarätiger Referenten, Praxisberichten aus Wissenschaft und Wirtschaft und zum inhaltlichen Austausch inklusive Vernetzungsmöglichkeiten hatte die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), gemeinsam mit der IHK und DiWiSH in die IHK zu Kiel geladen.

„Für uns war diese Veranstaltung insbesondere in Bezug auf unsere Kundenberatung interessant. Wir wissen jetzt mehr darüber, worüber sich unsere Kunden Gedanken machen sollten“, meinte Thomas Bohnen, Qualitätsplan24 GmbH, Lübeck.

Bundesweit könnte laut Schätzung von Pricewaterhouse Coopers International (PwC) die Integration künstlicher Intelligenz in wirtschaftliche Aktivitäten das deutsche Bruttoinlandsprodukt bis 2030 um rund 430 Milliarden Euro gesteigert werden. „Studien zeigen, dass derzeit in Deutschland erst vier Prozent der Unternehmen KI einsetzen, zwei Prozent führen derzeit KI-Systeme für ihre Prozesse ein, weitere 17 Prozent planen oder testen den Einsatz von KI. Für viele Unternehmen ist die Relevanz von KI für ihre digitalen Prozesse noch nicht ersichtlich. Sie laufen damit Gefahr, im globalen Wettbewerb mit asiatischen und amerikanischen Unternehmen kurz- oder langfristig Nachteile zu erlangen“, so Birgit Binjung Abteilungsleiterin Innovationsmanagement der WTSH.

Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Nils Passau, Geschäftsführer der Kieler meteolytix GmbH, anhand diverser Zukunftsszenarien die breit gefächerten Chancen von KI in unterschiedlichen Lebensbereichen. Er machte einen anschaulichen Ausflug in die Welt der Science Fiction Filme. Hier seien bereits in der Vergangenheit Anwendungsfälle für KI gedacht worden. Anschließend richteten Dr. Ole Hüter (UXMA GmbH & Co. KG, Kiel) und Michael Hartke (clarifydata GmbH, Kiel) den Fokus auf das wirtschaftliche Potenzial von Daten und Algorithmen, insbesondere für den Mittelstand. Hartke erklärte, dass Unternehmen nicht immer gleich eine umfassende KI Lösung in Angriff nehmen sollten, sondern in Teilbereichen kleine Schritte zu gehen. Er empfahl dabei die Grünung interdisziplinärer Teams.

Anhand konkreter Beispiele aus ihren jeweiligen Anwendungsbereichen beschäftigten sich dann Björn Schwarze (ADDIX Internet Services GmbH, Kiel), Prof. Dr.-Ing. Daniel Böhnke (CIMMITT, Fachhochschule Kiel) und Prof. Dr. Michael Prange (incontecs GmbH, Kiel) mit Rolle und Bedeutung von Daten als Grundlage für KI-Anwendungen – von Datenplattformen für Micro-Payment Modelle (Schwarze) über KI im Kontext industrieller Anwendungen (Böhnke) bis zu intelligenten Datenanalyse als wirtschaftlichem Erfolgsfaktor (Prange).

„Aus den praxisnahen Vorträgen habe ich gelernt, dass viele Daten von den Kunden gesammelt werden müssen. Diese müssen strukturiert und dann in einen Kontext gestellt werden, daraus ergeben sich dann Ideen bzw. neue Kompetenzfelder, sagte Frieder Klotz, Macio GmbH, Kiel.

Bevor drei Unternehmen aus dem echten Norden ihre aktuellen KI-Projekte aus den Bereichen Zahlungs- und Auftragsdaten, Kanalinspektion und Prädiktive Instandhaltung vorstellten, informierte WTSH-Abteilungsleiter Andreas Fischer die Zuhörer über die vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten von KI-Innovationsprojekten mit Unterstützung durch spezielle Landesförderprogramme.

Anschließend präsentierten Vertreter der Hochschulen in Kiel, Lübeck und Heide, der Digitalen Wirtschaft in Schleswig-Holstein und des Clustermanagements DiWiSH sowie StartUps aus dem echten Norden in moderierten Gesprächsrunden ihre aktuellen Aktivitäten und individuellen Lösungskompetenzen im Bereich KI. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, wichtige Informationen zu sammeln, neue Impulse zu erhalten und potenzielle Projektpartner zu identifizieren.

„Viele mittelständische Unternehmen in Schleswig-Holstein haben gerade erst mit der digitalen Transformation begonnen“, sagte Birgit Binjung. „Diese Phase bietet viele Chancen, birgt aber auch enorme Herausforderungen. Wir sind davon überzeugt, dass Unternehmen die Effekte von KI und den Nutzen des Einsatzes einer KIAnwendung verstehen müssen; erst dann werden sie KI auch einsetzen können. Dazu haben wir heute einen ersten wichtigen Impuls gegeben. In Zukunft werden unsere Innovationsberater und Clustermanager verstärkt in der Rolle des Impulsgebers Unternehmen für das Thema KI sensibilisieren, Handlungsbedarfe diskutieren und Umsetzungsprozesse begleiten“

Hinweis für die Redaktionen:
Außerhalb von Veranstaltungen wie „KI4YOU“ sind die erfahrenen Innovations- und Clusterberater der WTSH die zentralen Ansprechpartner, wenn es um die Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle geht. Sie fungieren als inhaltliche Sparringspartner für Unternehmen und StartUps, vermitteln dank des umfangreichen Netzwerks der WTSH die passenden Experten und Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft und beraten darüber hinaus zu den besten Finanzierungsmöglichkeiten.




Verantwortlich für diesen Pressetext:


Ute Leinigen | WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig Holstein GmbH | Lorentzendamm 24, 24103 Kiel | Telefon 0431 66 66 6-8 20 | Telefax 0431 66 66 6-7 69 | E-Mail: leinigen@wtsh.de | www.wtsh.de

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