Chinesisches Top-Unternehmen kommt nach Neumünster

King Energy GmbH unterzeichnet Kaufvertrag

Kiel, 29. 08. 2011-  Im Beisein von Staatssekretär Dr. Arne Wulff und der Vize-Vorsitzenden des Volkskongresses der schleswig-holsteinischen Partnerregion Zhejiang (China) unterzeichnen am Montag, 29. 08. 2011 um 14:30 Uhr, Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und der Geschäftsführer des Photovoltaikunternehmens King Energy GmbH aus Yongkang (China) einen Kaufvertrag über ein Grundstück in Neumünster sowie eine Investitionsabsichtserklärung. Die Vertragsunterzeichnung findet in den Räumen der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) in Kiel statt. Die WTSH war gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Neumünster GmbH maßgeblich an dieser Ansiedlung beteiligt. Das Unternehmen erwirbt in Neumünster Freesenburg eine Fläche von 4500 Quadratmetern für den Bau einer Lagerhalle zur Zwischenlagerung von Photovoltaikfertigmodulen, die von Neumünster aus deutschland- und europaweit vertrieben werden sollen. Im zweiten Schritt soll ein weiteres Grundstück erworben werden, auf dem Büro- und Laboreinheiten für Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten errichtet werden sollen. Nach Abschluss dieses Prozesses sollen rund 30 Mitarbeiter am Standort Neumünster tätig sein. Eine Gesamtinvestition von drei bis fünf Millionen Euro ist zu erwarten. Der Oberbürgermeister der Stadt Neumünster Dr. Olaf Tauras zeigt sich hocherfreut über die Neuansiedlung: „Als Logistikzentrum an allen wichtigen Verkehrsachsen des Landes Schleswig-Holstein und nicht zuletzt mit guter Anbindung zum Hamburger Hafen ist die Stadt Neumünster ein exzellenter Standort. Zudem haben wir durch das seit einigen Jahren bestehende Chinese Business Center in unserer Stadt bereits Erfahrung in Bezug auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Unternehmen aus China. Wir sind ein verlässlicher Ansprechpartner für die chinesischen Unternehmer.“ Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Arne Wulff, begrüßte das neue Kapitel der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit: „Die Pflege der freundschaftlichen Beziehung mit unserer Partnerregion Zhejiang bringt Investoren und Arbeitsplätze nach Schleswig-Holstein. Nicht nur unsere Exporte nach China steigen, sondern auch die Importe aus China nach Schleswig-Holstein nehmen zu“, sagte er. Die stärkere internationale Verflechtung öffne neue Märkte und sichere Arbeitsplätze und Steuerkraft in Schleswig-Holstein. Das Photovoltaikunternehmen King Energy GmbH ist ein Tochterunternehmen der Qunsheng Group, eines der Top-500 Unternehmen in der Volksrepublik China. Zurzeit zählt die Unternehmensgruppe, bestehend aus zehn Einzelfirmen, rund 5000 Mitarbeiter. Die King Energy GmbH exportiert Photovoltaikmodule und -zellen nach Italien, in die Niederlande, Spanien, aber vornehmlich nach Deutschland. Um die derzeitige Marktposition in Europa mittelfristig auszubauen, ist eine eigene Niederlassung notwendig. Eine erste Kontaktaufnahme zwischen King Energy GmbH und WTSH fand im Frühjahr 2011 statt. Die King Energy GmbH war mit dem Wunsch nach Vermittlung einer Lagerhalle in Schleswig-Holstein an die WTSH Repräsentanz in Hangzhou, dem Schleswig-Holstein Business Center (SHBC), heran getreten. Daraufhin folgte ein Besuch der Unternehmensspitze nach Schleswig-Holstein bei dem mehrere potenzielle Flächen besichtigt wurden. In Neumünster fand die King PV GmbH die ideale Fläche. „Gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Neumünster GmbH“, so Norbert Goss von der WTSH, „konnten wir das Unternehmen davon überzeugen, dass ein größer angelegtes Engagement zielführender ist als die zunächst vom Unternehmen gewünschte Lagerhalle von 500 Quadratmetern“. Für WTSH Geschäftsführer Dr. Bernd Bösche ist diese Ansiedlung ein weiterer Beweis für das steigende Interesse chinesischer Unternehmen an Investitionen in Schleswig-Holstein. “Das Beispiel King Energy zeigt, dass chinesische Firmen hier vor Ort investieren müssen, wenn sie den europäischen Markt dauerhaft erschließen wollen.“ Insgesamt sind in Schleswig-Holstein schon rund 35 chinesische Unternehmen ansässig. Pro Jahr kommen durch die Ansiedlungsaktivitäten etwa drei bis fünf Firmen dazu. Bisher handelt es sich zum weitaus größten Teil um Vertriebsniederlassungen oder Handelsvertretungen. In den letzten zwei Jahren ist erstmals der Aufbau von Produktions- und Entwicklungskapazitäten chinesischer Unternehmen in Deutschland zu verzeichnen gewesen. Diese Entwicklung ähnelt der Vorgehensweise japanischer Konzerne, die vor 20 bis 30 Jahren ebenfalls mit Vertriebsaktivitäten in Deutschland begannen, dann aber auch namhafte Produktionskapazitäten aufgebaut haben und heute Tausende von Mitarbeitern hier beschäftigen. Verantwortlich für den Text: Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, Ute Leinigen, Lorentzendamm 24, 24103 Kiel, leinigen@wtsh.de

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