Ein neues Analyseprinzip für die medizinische Labordiagnostik

Land fördert die EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG mit 775.000 Euro

LÜBECK. Mit rund 775.000 Euro aus dem Förderproramm Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovation (BFEI) im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft unterstützt das Wirtschaftsministerium die Firma EUROIMMUN bei der Entwicklung eines neuartigen Laborautomaten, mit dessen Hilfe Autoimmunerkrankungen, Infektionen und Allergien festgestellt werden können. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid übergab heute (18. Juli) Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen an das Unternehmen. „EUROIMMUN ist in der Region ein bedeutender Arbeitgeber. Die neue Geräteplattform wird den Technologievorsprung des Unternehmens weiter ausbauen“, so die Staatssekretärin. Bis zum Jahr 2018 will EUROIMMUN mit diesem Entwicklungsvorhaben mindestens 88 neue Arbeitsplätze am Standort Lübeck schaffen. Bis dahin will das Unternehmen auf mehr als 1.500 Beschäftigte wachsen.

Inhalt dieses „EUROTide“ genannten Projektes ist die Entwicklung einer Automatisierungslösung für die sogenannte indirekte Immunfluoreszenz, mit der man in Patientenseren Antikörper untersucht. Das neue Prinzip besteht darin, dass im Analyseansatz die Moleküle bei der Reaktion nicht allein auf Diffusion angewiesen sind, sondern es wird eine Konvektion erzeugt, bei der – ähnlich wie bei Ebbe und Flut – die Probenflüssigkeit auf der Reaktionsfläche bewegt wird.

Der Kostendruck im Gesundheitswesen nimmt stetig zu, so dass die Anforderungen an die Effizienz von Testsystemen steigen. Mit dem neuen EUROTide-System wird die Qualität der Laboranalysen um einen Quantensprung erhöht, gleichzeitig werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Laboratorien einer hohen Probenanzahl gewachsen sind.

EUROIMMUN wurde 1987 gegründet und gilt weltweit als Markt- und Technologieführer auf dem Gebiet der Autoimmundiagnostik.

Seit Beginn der Laufzeit des Zukunftsprogramms Wirtschaft (2007) wurden im Rahmen des Förderprogramms BFEI 60 Unternehmen in Schleswig-Holstein gefördert. Mit einem Fördervolumen von insgesamt 24,1 Millionen Euro wurde in den geförderten Unternehmen ein Projektvolumen von 70,3 Millionen Euro ausgelöst. Dadurch sollen mittelfristig 1.539 Arbeitsplätze entstehen.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 704 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 122 Mio. Euro.

Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de


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