Im Fokus: Immobilien ganzheitlich und objektiv bewerten

Land fördert Tachycon Limited mit über 400.000 Euro

Kiel. Wie nicht zuletzt die Finanzmarktkrise gezeigt hat, sind Immobilien komplexe Produkte mit einem großen Spektrum unterschiedlicher Risiken. Dies gilt umso mehr, wenn mehrere Immobilien in Portfolien zusammengefasst werden. Insbesondere für Kommunen, Immobilienunternehmen, Banken und Versicherungen sind daher software-gestützte Möglichkeiten zur Bewertung und Risikoanalyse von Immobilienportfolios von großer Bedeutung. Genau hier setzt das Unternehmen Tachycon Limited aus Kiel an, das mathematische Modelle zur ganzheitlichen, dynamisch auf die gesamte Lebensdauer einer Immobilie bezogenen Bewertung und Risikoanalyse von Immobilien erforschen und entwickeln will. Das Land fördert die Entwicklung dieser Software mit gut 417.000 Euro aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft.

„Tachycon wird mit Hilfe finanzmathematischer Modelle ein auf steigende Ansprüche zur Risikoanalyse von Immobilienportfolios ausgerichtetes Bewertungstool entwickeln. Ich freue mich, damit ein junges, an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft tätiges Unternehmen mit der Förderung aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft unterstützen zu können“, sagte Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang bei der Übergabe des Förderbescheides.

Die neue Software baut neben bewährten Standardverfahren der Immobilienbewertung auf innovativen finanzmathematischen Verfahren auf. Mit Hilfe der zu entwickelnden mathematischen Modelle soll ein Bewertungsinstrument erstellt werden, das sich deutlich von den Bestehenden auf dem Markt abgrenzt. Zukünftige Marktsituationen wie zum Beispiel die zukünftige Kosten- und Erlösentwicklungen einer Immobilie oder Leerstandszeiten und Mietkonditionen können simuliert und somit berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird es möglich sein, Immobilien auch gemeinsam mit Finanzmarktprodukten zu bewerten.

Tachycon plant, durch das Projekt 17 neue Arbeitsplätze im Unternehmen zu schaffen. Zudem ist vorgesehen, am Standort in Schleswig-Holstein ein Schulungscenter sowie eine Akademie für den Bereich Finanz- und Immobilienmathematik aufzubauen.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 752 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder- Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) zuzüglich eines Sonderprogramms in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket I sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 175 Mio. €.

In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei. Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein. Mehr Informationen unter www.zukunftsprogramm.schleswig-holstein.de

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