Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft (KNE) gründet Verein

Nachhaltigkeit in der Ernährungsbranche

Kiel, 12. 11. 2012- In Flensburg formierte sich am 12. November 2012 die Ernährungsbranche in Schleswig-Holstein nachhaltig: Aus dem Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft Schleswig-Holstein wurde ein Verein (Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft Schleswig-Holstein e.V. – KNE e.V.). Das Ziel des Vereins ist es, die Stärken und Kompetenzen der Mitglieder zu bündeln und Synergien zu nutzen. „Der neu gegründete Verein schafft nachhaltige Strukturen für eine erfolgreiche Geschäfts- und Standortentwicklung in der Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Die Wettbewerbsfähigkeit eines einzelnen Unternehmens hänge nicht zuletzt vom Standort ab, dem Umfeld und den Märkten, in denen es agiere. „Nur noch den ganz großen Betrieben wird es gelingen, sich als Einzelkämpfer zu behaupten. Im internationalen Wettbewerb haben wir es deshalb mit einem Wettbewerb von Standorten und weniger mit einem Wettbewerb von einzelnen Unternehmen zu tun“, so Meyer. Darum sei die Vereinsgründung und Bündelung der Kompetenzen wichtig und gut. Der erste Vorsitzende des KNE e.V., Reinhard Knörr, (Stern Wywiol Gruppe) bekräftigte, dass die Mitglieder künftig stark vom Networking profitieren werden. Der Verein werde künftig thematische Schwerpunkte schaffen, die in Fachgruppen erarbeitet werden. Außerdem werden branchenübergreifend neue Innovationsfelder erschlossen. Das Management für die Netzwerkaktivitäten wird auch künftig die WTSH, Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, wahrnehmen. WTSH-Geschäftsführer Bernd Bösche begrüßte die Vereinsgründung und sieht dadurch verbesserte Möglichkeiten, wichtige Themen wie z.B. Nachhaltigkeit gemeinsam zu bearbeiten. Im Anschluss an die Vereinsgründung fand die Auftaktveranstaltung statt. Im Fokus stand das Thema Nachhaltigkeit in der Ernährungswirtschaft, das auch in einer Fachgruppe vertieft werden soll. Welche Ansätze werden bereits von Unternehmen umgesetzt? Wie unterstützt der Verein die Lebensmittelbranche bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien und anderer Fragestellungen? Wie unterstützt das Land diesen Prozess? Am Beispiel der Peter Kölln KGaA/Elmshorn erklärte Anne Dore Knaack, wie sich ein mittelständisches Unternehmen sich dem Thema Nachhaltigkeit Thema stellt. Ihrer Meinung nach weisen insbesondere Familienunternehmen Strukturen auf, die im Kontext der Nachhaltigkeit sehr gefragt sind. Alexander Biesalski (Managing Partner Biesalski & Company) machte in seinem Vortrag „Was ist ‚Gutes Gewissen‘ wert? deutlich, wie sich Nachhaltigkeit auf Reputation und Umsatz auswirkt. Hierbei wurde heraus gestellt, dass insbesondere bei Lebensmitteln wie zum Beispiel Babynahrung und Tiefkühlkost, der Umsatz durch Nachhaltigkeit besonders beeinflusst wird. Kerstin Jürges von der EDEKA Zentrale/Hamburg zeigte in ihrem Vortrag auf, wie der größte deutsche Lebensmitteleinzelhändler das Thema Nachhaltigkeit in seinem Verkaufskonzept umsetzt. Seit 2009 wird EDEKA von der World Wide Fund For Nature (WWF), eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt, beraten. Schwerpunkt war zunächst die nachhaltige Ausrichtung des EDEKA-Fischsortiments. Mittlerweile wurde diese Kooperation zu einer "Partnerschaft für Nachhaltigkeit" ausgebaut und auf weitere Bereiche des Lebensmittelsortiments ausgedehnt. Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung zur Vereinsgründung folgte eine Diskussion unter dem Motto „Wann ist grünes Wirtschaften aus unternehmerischer Sicht sinnvoll“. Fazit war, Schleswig-Holstein bietet der Ernährungsbranche große Potenziale für grünes Wirtschaften. Weitere Informationen zum KNE: www.kne-sh.de Verantwortlich für den Text: Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH Ute Leinigen Lorentzendamm 24 24103 Kiel www.wtsh.de Ansprechpartner: Dr. Carola Skuppin Tel.: 0461-806352 Fax: 0461-806171 skuppin@wtsh.de

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