Land fördert 3-D-Kamera-Entwicklung der Firma Raytrix GmbH

Meyer: „Eine Innovation, die langfristig 32 neue Arbeitsplätze schafft“

KIEL. Dreidimensionale Fotos von den kleinsten Dingen und das in Hochgeschwindigkeit – die Raytrix GmbH macht’s möglich. Das Kieler Unternehmen entwickelt eine einzigartige Kamera für die Mikroskopie, die mit nur einem Objektiv gestochen scharfe 3-D-Bilder in Hochgeschwindigkeit liefert. Das Land Schleswig-Holstein fördert dieses Entwicklungsvorhaben mit 245.000 Euro. „Im Gegensatz zu herkömmlichen Technologien lassen sich mit dieser speziellen 3-D-Lichtfeldkamera auch Aufnahmen von mikroskopisch kleinen Objekten machen, selbst wenn diese sich bewegen“, sagte heute (17. Januar) Wirtschaftsminister Reinhard Meyer anlässlich der Förderbescheidübergabe heute (17. Januar). Vor Projektbeginn werde das Unternehmen vier weitere Mitarbeiter einstellen, nach der Markteinführung sollen 32 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Raytrix GmbH beschäftigt aktuell sieben Mitarbeiter. Die Raytrix GmbH entwickelt hierfür einen neuartigen Lichtfeld-Bildsensor, der seine Daten mit bis zu 1000 Megabyte pro Sekunde an die Software übermittelt, die Informationen zum drei-dimensionalen Bild verarbeitet. Bei der Lichtfeld-Fotografie macht man sich die Vorteile der Digitalkameras zu nutzen: Auf dem Sensor-Chip wird ein Raster aus einigen zehntausend Mikrolinsen angelegt, die alle einen anderen, leicht versetzten Blickwinkel auf das Motiv haben. So werden die nötigen räumlichen Informationen für die dreidimensionale Abbildung in beliebiger Schärfe mit nur einem Objektiv erfasst. Bislang verwendet die Raytrix GmbH diese Technologie für den Bau von 3-D-Kameras für den Consumer-Bereich, indem sie marktübliche Digitalkameras entsprechend modifiziert. Aber die Anwendung in der Mikroskopie stellt so hohe Anforderungen an die Kameratechnik, dass das Unternehmen diese nun komplett selbst entwickelt. Am Ende des Projektes soll eine Lichtfeldkamera stehen, die erstmalig monokulare Mikroskopie (also mit nur einer Linse) in erhöhter Schärfentiefe ermöglicht. Zudem sorgt eine Video-Funktion dafür, dass auch bewegliche Objekte abgebildet werden können. In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 662,3 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, da-von rund 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzende Landesmittel in Höhe von rund 80,3 Millionen Euro. Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de Verantwortlich für diesen Pressetext: Ute Leinigen, WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, Lorentzendamm 24, 24103 Kiel, Telefon 0431 66 66 6 820, Telefax 0431 66 66 6 769, E-Mail: leinigen@wtsh.de, www.wtsh.de S. Nitschmann, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel, Telefon 0431 988-4421, Telefax 0431 988-4705, E-Mail: pressestelle@wimi.landsh.de Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de

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