Land fördert CONTROS mit rund 300.000 Euro

Müller-Beck: „Wir stärken den Technologiestandort.“

KIEL. Die CONTROS Systems & Solutions GmbH aus Kiel plant mit ihrem Vorhaben „OPA – optischer Sensor für hoch autonome Messungen im Meerwasser“ die Entwicklung hochinnovativer Sensoren für die Messung von gelöstem Kohlendioxid (CO2) und Sauerstoff (O2) sowie des pH-Werts. Diese neuartige Sensortechnologie, die auf der Verwendung bestimmter fluoreszierender Farbstoffe basiert, hat einen geringeren Energieverbrauch als bisherige Messsysteme und ist zudem weniger störungsanfällig. Das Land Schleswig-Holstein fördert dieses Entwicklungsvorhaben mit 298.745 Euro. Durch die neuartige, energiesparende Sensortechnologie wird es erstmals möglich, Wasserqualitätsparameter langfristig autark zu bestimmen. „Die gleichzeitige Messung der drei Parameter CO2, O2 und pH ist in der aktuellen Klimaforschung sehr gefragt,“ bestätigt auch Technologie-Staatssekretär Müller-Beck, „CONTROS kann mit diesen neuen Sensoren sein Potential auf dem Meerestechnikmarkt deutlich steigern und den maritimen Technologiestandort Schleswig-Holstein weiter stärken.“ Zur Erfassung zahlreicher, wichtiger Umweltparameter im Meerwasser wurden in den letzten Jahren bereits entsprechende Sensorsysteme entwickelt, die auf verschiedenen physikalischen Prinzipien basieren. Wichtig bei der Entwicklung von Sensortechnologien ist, diese so energiesparend wie möglich auszulegen, da derartige Systeme auch auf autarken Messplattformen wie den sogenannten Glidern in Langzeitmessungen zum Einsatz kommen sollen. CONTROS ist durch laufende Technologierecherchen und Marktbeobachtungen auf ein anderes, aussichtsreiches Messverfahren zur frühzeitigen Erkennung und Identifizierung von Gasen gestoßen, der sogenannten Fluoreszenz Löschung. Das Messprinzip beruht darauf, dass das im Meerwasser gelöste Gas mit einem speziellen Farbstoff reagiert, der an der Spitze der Sonde eingelagert ist. Eingestrahltes Licht bringt diesen Farbstoff zum Leuchten. Ist viel Gas vorhanden, verringert sich die Leuchtkraft. Die Messelektronik erfasst die Lichtmenge und berechnet die entsprechende Gaskonzentration. Erfahrungen mit Sensoren, die auf dem Prinzip der Fluoreszenz Löschung basieren, liegen bereits im Bereich der Sauerstofferkennung vor. CONTROS plant jedoch im Rahmen dieses Projektes einen Farbstoff zu verwenden, der bisher noch keine Verwendung im meerestechnischen Einsatz gefunden hat. Dieser neue Farbstoff ermöglicht eine höhere Lichtausbeute und damit eine schnelle Ansprechzeit des kompletten Sensors. Dadurch ist nur ein geringer Energieverbrauch pro Messung notwendig. Zudem sind die elektronischen Komponenten weniger störungsanfällig. CONTROS prognostiziert bis 2020 mit dem Projekt die Schaffung von sechs neuen Arbeitsplätzen im eigenen Unternehmen sowie die Sicherung von neun bestehenden Arbeitsplätzen. In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 662,3 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, da-von rund 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzende Landesmittel in Höhe von rund 80,3 Millionen Euro. Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de Verantwortlich für diesen Pressetext: Ute Leinigen | WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH | Lorentzendamm 24, 24103 Kiel | Telefon 0431 66 66 6 820 | Telefax 0431 66 66 6 769 | E-Mail: leinigen@wtsh.de | www.wtsh.de S. Nitschmann | Ministerium für  Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie | Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel |Telefon 0431  988-4421 | Telefax 0431  988-4705 | E-Mail: pressestelle@wimi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de

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