Land fördert neuartige Produktion individueller Windentypen

Staatssekretär Nägele: „Wir unterstützen die Schaffung von Arbeitsplätzen“

HAMBURG. Ankerverholwinden sind aus der modernen Schifffahrt nicht mehr wegzudenken: Sie kommen zum Beispiel auf See beim Lichten des Ankers oder in Häfen bei der Bewegung von Schiffen ohne Motorkraft zum Einsatz. Dabei verlangt der umkämpfte Markt von Windenherstellern nicht nur die kurzfristige Lieferung unterschiedlicher Modelle, sondern auch die aufwändige Anpassung an spezielle Kundenwünsche. Die HATLAPA Uetersener Maschinenfabrik GmbH & Co.KG arbeitet jetzt an einer Methode, die die flexible, schnelle und kostensparende Produktion in-dividueller Windentypen deutlich vereinfachen soll. Das Land Schleswig-Holstein fördert diese Verfahrensinnovation mit knapp 300.00 Euro. „Durch standardisierte Prozesse und gleichzeitigen Einsparungen bei der Beschaf-fung können die Produktionskosten im Bereich der Ankerverholwinden um etwa 20 Prozent gesenkt werden“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Frank Nägele heute (22. Januar). Um individuelle Kundenwünsche realisieren zu können, mussten beauftragte Modelle bisher komplett neu geplant und konstruiert werden. Damit waren viele der ausgelieferten Ankerverholwinden quasi kostenintensive Prototypen. HATLAPA prognostiziert durch dieses neuartige Verfahren die Schaffung von 29 neuen Ar-beitsplätzen bis 2020. Gleichzeitig werden 30 bestehende Arbeitsplätze langfristig gesichert. Jetzt soll die Entwicklung einer Baukastenstruktur dafür sorgen, dass bei HATLAPA in Zukunft rund 80 Prozent aller Aufträge mit deutlich verringertem Aufwand realisiert werden können. Dazu gehört unter anderem die intelligente Standardisierung der häufigsten Konstruktions- und Produktionsabläufe. Durch die daraus resultierende Zeitersparnis wären weniger hochqualifizierte Mitarbeiter durch Routineaufgaben gebunden und stünden wieder in größerem Umfang für die Entwicklung neuer Produkte oder lukrativer Sonderprojekte zur Verfügung. Gleichzeitig soll die Variantenvielfalt der nötigen Bauteile und Baugruppen um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Dadurch wären Materialbestellungen langfristig planbar, und auch Einkaufskonditionen könnten sich nachhaltig verbessern. Darüber hinaus ist nach erfolgreicher Verfahrensumstellung ein Produkt-Konfigurator geplant: für eine schnellere und flexiblere Angebotserstellung auf Basis von vorhandenen Produkten und festgelegten Preisen. In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 662,3 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regiona-len Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzende Landesmittel in Höhe von rund 80,3 Milli-onen Euro. Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de Verantwortlich für diesen Pressetext: Ute Leinigen | WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH | Lorentzendamm 24, 24103 Kiel | Telefon 0431 66 66 6 820 | Telefax 0431 66 66 6 769 | E-Mail: leinigen@wtsh.de | www.wtsh.de S. Nitschmann | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie | Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel |Telefon 0431 988-4421 | Telefax 0431 988-4705 | E-Mail: pressestelle@wimi.landsh.de |

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