Land fördert innovatives Produktionsverfahren zur Marzipanherstellung mit 885.000 Euro

Kiel, 14. Juli 2016. Tradition und Innovation schließen sich auch bei der Marzipan-Herstellung nicht aus. Vor diesem Hintergrund fördert das Land Schleswig-Holstein jetzt ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Entwicklung eines neuen Produktionsverfahrens in Höhe von 885.000 Euro bei der J.G. Niederegger GmbH & Co. KG. Dieses innovative Projekt sichert auch künftig die traditionell hochwertige Qualität der Niederegger Marzipan-Klassiker aus der Hansestadt Lübeck. Begleitend hierzu investiert das Unternehmen mit eigenen Mitteln in eine neue Produktionshalle mit neuer Fertigungsstraße.

Ziel des geförderten Projektes ist es, die bislang notwendigen Produktionsschritte von der Rohmasseherstellung bis hin zum endverpackten Produkt zu optimieren und dabei die hohe Qualität zu garantieren. Das neue Verfahren berücksichtigt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohmassenherstellung, dem Anwirken und Ausformen bis zu dem Verpacken. Eine optimale und insbesondere flexible Struktur der Herstellungs- und Verpackungsanlagen für Klassikerverpackungen soll zukünftig die individuellen Kundenbedarfe noch schneller erfüllen. „Hervorzuheben ist hierbei, dass auch die bei Niederegger seit Generationen eingeführten, traditionellen Herstellungsverfahren berücksichtigt werden. Denn bei einem Weltmarktführer wie Niederegger schließen sich Tradition und Innovation eben nicht aus“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

Marzipan ist zwar in aller Munde, aber die wissenschaftlichen und technologischen Informationen über Marzipan und dessen Herstellung sind lediglich in den Rohmasseherstellungsbetrieben selbst vorhanden. Es liegt hierzu kaum allgemein zugängliches Wissen vor. So gibt es keine Hochschule oder andere Institutionen, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Daher ist auch das Unternehmen gezwungen, selbst das komplexe Thema der Marzipan-Rohmasse zu erforschen bzw. in diese Forschung zu investieren.

Neben der Entwicklungsarbeit im Unternehmen ist in dem geförderten Projekt ein hoher Forschungsanteil vorgesehen, der gemeinsam mit der Fachhochschule Lübeck durchgeführt werden soll. Die aus Forschung und Entwicklung gewonnenen Erkenntnisse müssen dann in die Installation der neuen Produktionsstraße übertragen werden unter der strengen Prämisse, keine geschmacklichen Veränderungen im Endprodukt zuzulassen.
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