Land unterstützt Lübecker Ideen für die E-Mobil-Produktion

Staatssekretär Dr. Nägele: „An diesen Entwicklungen besteht großes Interesse“

HAMBURG. Moderne Elektrofahrzeuge werden meist in niedrigen Stückzahlen mit den Methoden des klassischen Fahrzeugbaus oder sogar in Handarbeit hergestellt. Die sind allerdings für eine wirtschaftliche Produktion von E-Mobilen deutlich zu aufwändig. Die IBG Technology Hansestadt Lübeck GmbH ist Spezialist für automatisierte Produktionsanlagen und arbeitet aktuell an zwei Entwicklungen, die die Produktion von E-Mobilen revolutionieren sollen: „Vision Car 1“ ist eine innovative Plattform für Elektrofahrzeuge, die einen völlig neu strukturierten Fertigungsprozess ermöglicht; und für die kostengünstige Montage von E-Mobilen in Kleinserien will IBG eine teilautomatisierte Produktion in Lübeck aufbauen. Das Land Schleswig-Holstein fördert beide Entwicklungsvorhaben mit insgesamt rund 850.000 Euro. Durch beide Projekte rechnet IBG mittelfristig mit einem deutlichen Wachstumssprung. Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen durch diese Neuentwicklungen insgesamt 86 bestehende Arbeitsplätze sichern und 89 neue Arbeitsplätze schaffen, davon 31 im Bereich Forschung und Entwicklung. „Durch immer komplexer werdende Produkte und hohe Lohnkosten wird der Stellenwert von Automation bei der Produktion von E-Mobilen in den nächsten Jahren deutlich steigen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Frank Nägele heute (22. Januar). Im klassischen Fahrzeugbau werden Bauteile in mehreren Arbeitsschritten aufwändig an die vorbereitete Karosserie montiert – eine Methode, die für die Kleinserien der E-Mobile zu zeit- und kostenaufwändig ist. Mit „Vision Car 1“ entwickelt IBG jetzt eine völlig neuartige E-Mobil-Plattform, die aus einer Fahrzeugkarosserie samt Tragrahmen besteht. Sie kann weitgehend automatisiert in einer Montagezelle gefertigt werden und soll die Grundlage für einen deutlich schlankeren Fertigungsprozess bilden. Im nächsten Schritt soll daraus ein fahrbereiter Prototyp für ein späteres marktfähiges Elektrofahrzeug für den Stadtverkehr entstehen. Darüber hinaus plant IBG den Aufbau einer teilautomatisierten E-Mobil-Produktion in Lübeck, die besonders für die kostengünstige Herstellung von Kleinserien geeignet ist. Die Montage wird bei der Produktion kleiner Stückzahlen in diesem Bereich bisher überwiegend manuell durchgeführt und ist damit für eine kostengünstige Fertigung nicht geeignet. Das innovative Fertigungskonzept von IBG soll eine neuartige Kombination der reinen manuellen Werkstattfertigung und der weitestgehend automatisierten Fließbandfertigung sein. „Im Bereich E-Mobilität besteht nicht nur an modernen Fahrzeugen weltweit ein großes Interesse, sondern auch an den entsprechenden Produktionskonzepten“, so Wirtschaftsstaatssekretär Nägele weiter. In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 662,3 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, da-von rund 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzende Landesmittel in Höhe von rund 80,3 Millionen Euro. Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de Verantwortlich für diesen Pressetext: Ute Leinigen, WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, Lorentzendamm 24, 24103 Kiel, Telefon 0431 66 66 6 820, Telefax 0431 66 66 6 769, E-Mail: leinigen@wtsh.de, www.wtsh.de S. Nitschmann, Ministerium für  Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel, Telefon 0431  988-4421, Telefax 0431  988-4705, E-Mail: pressestelle@wimi.landsh.de, Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de

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