Megatrend Regionalität: Jahresveranstaltung KNE zeigt Chancen für die Ernährungswirtschaft auf

Kiel, 22. 11. 2011 Wie wichtig ist den Verbrauchern das Thema Regionalität beim Kauf von Lebensmitteln? Wie vermarkten Unternehmen der Ernährungswirtschaft Regionalität? Welche Bedeutung hat Regionalität auch im Hinblick auf die Globalisierungstendenzen in der Lebensmittelbranche? Und – wie können Lebensmittelproduzenten ihre Kosten durch gute Wetterprognosen senken? Um diese Fragen ging es am 21. 11. 2011 im Rahmen der vierten Jahresveranstaltung des Kompetenznetzwerkes Ernährungswirtschaft Schleswig-Holstein (KNE) in Flensburg. „Mit rund 120 Teilnehmern war die Veranstaltung wieder ein voller Erfolg“, so Dr. Michaela Oesser, KNE Projektleiterin. Mittlerweile hat sie sich zum festen Branchentreff in Schleswig-Holstein etabliert, so Oesser. Die Teilnehmer überzeugte die Wahl aktueller Themen. „Wir sind gerne jedes Jahr dabei. Denn nirgendwo sonst kann man sich besser über neue Trends informieren, Kontakte knüpfen und Netzwerken", so Torsten Wywiol von der Stern-Wywiol Gruppe. Günter Nessels von der taste! Food& Beverages Communication GmbH aus Offenbach zeigte in seinem Vortrag Möglichkeiten auf, wie Unternehmen regionale Produkte effektiv vermarkten können. Seiner Ansicht nach lässt sich die Regionalität der Produkte am besten durch emotionale Werbung und visuelle Kennzeichnung herstellen. Dazu sollten sich die Hersteller zunächst einmal mit den Besonderheiten ihrer Region und den authentischen Wurzeln ihrer Marken auseinandersetzen. Günter Nessels hat gemeinsam mit der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG) die Studie „Regionalität aus Verbrauchersicht“ erstellt. Beeinflusst das Wetter das Kaufverhalten von Kunden? Dieser Frage ging Dr. Meeno Schrader von der WetterWelt GmbH aus Kiel nach. Schrader analysiert gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Björn Christensen den Zusammenhang von Wetter und anderen Einflussgrößen, die das Käuferverhalten ausmachen. Daraus werden genaue regionale Vorhersagen für Kundenzahlen und den Absatz von Produkten erstellt. Eingesetzt wird dies im Einzelhandel. Am Beispiel von zwei Bäckereiketten aus Schleswig-Holstein stellte Schrader sein Konzept vor. Zum Abschluss der Veranstaltung zog Ministerpräsident Peter Harry Carstensen“ ein Resümee der Veranstaltung und zeigte die Zukunftsperspektiven der Ernährungsbranche im Norden auf. Carstensen riet dazu, verstärkt auf Regionalität zu setzen. „Es verbessert die Chancen im Wettbewerb der europäischen und globalen Regionen“, sagte er. So sei aus der Initiative „Schleswig-Holstein is(s)t lecker“„ der Verein „Feinheimisch“ entstanden, der bis ins benachbarte Ausland zu einem Imageträger für das kulinarische Schleswig-Holstein geworden sei. Weitere Informationen zum KNE: www.kne-sh.de Verantwortlich für den Text: Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH Ute Leinigen Lorentzendamm 24 24103 Kiel www.wtsh.de Ansprechpartner: Dr. Carola Skuppin Tel.: 0461-806352 Fax: 0461-806171 skuppin@wtsh.de

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