Mehr Sicherheit und geringere Kosten für den Containerumschlag

Land fördert neue Verladetechnologie

Böel – Mit einer neuen Technologie soll ein wesentlicher Arbeitsschritt des zeit- und personalaufwändigen „Laschens“, dem Einsetzen und Entnehmen von Verriegelungselementen, den sogenannten Twistlocks, an Containern, automatisiert werden. Bisher wird diese wichtige und zugleich gefährliche Arbeit in den Containerhäfen noch von Hand erledigt. Die KALP GmbH aus Böel entwickelte eine Anlage, mit dem sich vollautomatisch und energieautark Verriegelungselemente zur Ladungssicherung an den Ecken der Container befestigen lassen. Das Land Schleswig-Holstein fördert dieses Entwicklungsvorhaben mit rund 490.000 Euro aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft.

“Das Interesse an dieser neuen Technologie ist bei den Betreibern von Containerterminals sehr groß, da das Laschen heute das Nadelöhr beim Containerumschlag darstellt und hohe Kosten verursacht“, sagte Wirtschaftsminister Jost de Jager bei der Übergabe des Förderbescheides heute (29. September) in Böel im Kreis Schleswig-Flensburg. Das Be- und Entladen der Schiffe werde mit Hilfe der vollautomatischen Laschplattform nicht nur schneller und kostengünstiger, sondern auch sicherer, so der Minister weiter. Bisher birgt dieser Vorgang ein hohes Unfallrisiko für die Hafenarbeiter.

In den vergangenen zwei Jahren ist es der KALP GmbH in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Flensburg gelungen, den Prototyp einer Laschplattform zu bauen, der es ermöglicht, die unterschiedlichsten Verriegelungssysteme automatisch an den Containern zu befestigen und zu entfernen, sowie diese für den Laschvorgang in der Anlage zu magazinieren. Die hierfür benötigte Energie beziehtdie Anlage durch die Nutzung hydraulischer Kräfte allein aus dem Gewicht der zu verladenden Container. „Das spart Geld, schont das Klima und es müssen keine störenden Kabel für die Energieversorgungzur Anlage verlegt werden“, so KALP-Geschäftsführer Rainer Kapelski. Allerdings lassen sich mit dem Prototypen dieser innovativen Laschplattform bislang nur 40-Fuß Container laden oder löschen. Damit auch andere Containertypen abgefertigt werden können, soll das System nun entsprechend weiterentwickelt werden.

Die Nachfrage nach der neuen Technologie wird weltweit hoch eingeschätzt. Zunächst wird die KALP GmbH insbesondere den deutschen Markt bedienen. Allein in Norddeutschland sitzen mit Eurogate, HHLA, MSC und NTB (APMT) vier große Global Player, die eine Vielzahl an Containerbrücken betreiben.

Die KALP GmbH will mit dem Vorhaben bis 2017 insgesamt 21 neue Arbeitsplätze im eigenen Betrieb schaffen sowie sieben bestehende Arbeitsplätze sichern. Außerdem sollen weitere acht Arbeitsplätze in externen Unternehmen entstehen.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 752 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) zuzüglich einesSonderprogramms in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket I sowie ergänzendenLandesmitteln in Höhe von rund 175 Mio. €."

In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei.
Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.

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