Mobile HighTech-Werkstätten

Land fördert „MakerCubes” des Campus Business Box mit gut einer Million Euro

KIEL, 04.11.2020 - Manch gute Idee ist schon daran gescheitert, dass die notwendige Technik zur Umsetzung eines Prototyps nicht zur Verfügung stand. Die wenigsten potenziellen Gründerinnen und Gründer haben beispielsweise Zugang zu hochmoderner digitaler Fertigungstechnologie. Im echten Norden soll das jetzt anders werden. Das Land Schleswig-Holstein fördert ein Projekt des Kieler Campus Business Box e.V., das Unternehmen und Hochschulen, Start-Ups und Gründungsinteressierten Zugang zu hochmodernen Hightech-Maschinen ermöglichen will. Als mobile Infrastruktur werden z. B. 3D-Drucker, Laser-Cutter oder Roboterarme in Form so genannter „MakerCubes“ zu den Interessenten gebracht und können von ihnen über einen bestimmten Zeitraum genutzt werden.

Das Land Schleswig-Holstein fördert das Projekt mit gut einer Million Euro. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Bescheid nicht wie ursprünglich geplant im Wissenschaftszentrum Kiel überreicht, sondern per Post verschickt: „Wir wollen in Schleswig-Holstein den Einsatz digitaler Technologien vorantreiben und damit unserer Wirtschaft ordentlich Rückenwind geben. MakerCubes sind eine hervorragende Möglichkeit, sich mit neuartigen Produktionsmöglichkeiten vertraut zu machen und die eigenen Innovationspotenziale auszuloten“, sagte Günther. „Und dies gelte“, so ergänzte WTSH Geschäftsführer Dr. Bernd Bösche, „nicht nur für kleine und mittelständische Unternehmen und Start-Ups, sondern auch für Handwerksbetriebe, die offen sind für technologischen Wandel.“

Im Rahmen des Projekts sind Kooperationen mit Unternehmen, Start-Ups, forschungsorientierten Einrichtungen sowie Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsförderungen geplant. Interessenten werden im Rahmen eines mehrstufigen Dialogformats in der Nutzung der benötigten Technologie geschult. Dabei reicht das Angebot von der Einführung in die jeweiligen Geräte und ihre Anwendungsmöglichkeiten über Workshops zur konkreten Bedienung bis zur fachlichen Begleitung bei der Umsetzung konkreter Ideen, Projekte und Prototypen.

Neben weiteren Qualifizierungsangeboten zu Produktionstechniken und -verfahren umfasst das Projekt unter anderem auch das Programm „MakerBooster“, eine dreimonatige Betreuung für Start-Ups und Gründer mit einer Idee für ein Hardware-Produkt. Geplant sind auch „Makerthons“ zur kurzfristigen Lösungsfindung für ein technisches Problem sowie verschiedene öffentliche Events zum Kennenlernen der MakerCubes.

„Die Idee eines mobilen Fabrikationslabors wurde im echten Norden bereits im vergangenen Jahr im Rahmen eines mit Landesmitteln geförderten Pilotprojekts erfolgreich erprobt“, erklärte WTSH Geschäftsführer Dr. Bernd Bösche. „Vorbilder solcher Projekte sind die ursprünglich in den USA entstandenen FabLabs – offene Werkstätten, in denen Privatpersonen und Gewerbetreibende Zugang zu modernen Fertigungsverfahren erhalten, mit denen sie individuelle Einzelstücke produzieren können.“

Der Campus Business Box e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2009 von Studierenden, Unternehmen und Hochschulprofessoren am Wissenschaftszentrum in Kiel gegründet wurde. Indem er akademische Ausbildung und praktische Erfahrung über ein Netzwerk zwischen Hochschulen, Organisationen und Wirtschaft verbindet, will er eine Innovationskultur etablieren und regionale Unternehmen und talentierte junge Menschen zusammenbringen.

Verantwortlich für diesen Pressetext:
Ute Leinigen | WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig Holstein GmbH | Lorentzendamm  24, 24103 Kiel | Telefon 0431 66666 820 | Telefax 0431 66 66 6 720 | E-Mail: leinigen@wtsh.de | www.wtsh.de

Peter Höver | Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein| Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-1704 | E-Mail: peter.hoever@stk.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung im Internet: https://schleswig-holstein.de | Die Staatskanzlei im Internet: http://www.staatskanzlei.schleswig-holstein.de

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