Schleswig-Holstein fördert energiesparende Produktion umweltfreundlicher Konservendeckel in Itzehoe

Umweltstaatssekretärin Dorit Kuhnt: „In allen Bereichen müssen wir in der Zukunft ressourcenschonender arbeiten und produzieren. Die Itzehoer Verschlüsse sind ein innovatives Beispiel für die Möglichkeiten unternehmerischer Verantwortung.“

ITZEHOE. Umweltstaatssekretärin Dorit Kuhnt hat der Itzehoer Pano Verschluss GmbH heute (20. August) einen Förderbescheid über 960.000 Euro zur Anschaffung einer modernen 4-Farben-Blechdruckmaschine zur energieeffizienteren Herstellung von Verschlüssen für Konservengläser überreicht. Der Itzehoer Verschlusshersteller Pano Verschluss GmbH hat vor einigen Jahren mit der Entwicklung des weltweit ersten PVC-freien Nockendrehverschlusses international Ansehen erlangt. Jetzt will Pano seine Produktion durch die neue Anschaffung noch energieeffizienter machen. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt dieses Investitionsvorhaben mit einem EFRE-Zuschuss (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) aus dem Förderprogramm „Energiewende und Umweltinnovationen“ (EUI).

Umweltstaatssekretärin Dorit Kuhnt sagte anlässlich der Übergabe des Förderbescheids an den Gesellschafter Herrn Wulf Eberhard, im Beisein von Pano-Geschäftsführer Thomas Stock: „In allen Bereichen müssen wir in der Zukunft ressourcenschonender arbeiten und produzieren. Die Itzehoer Verschlüsse sind ein innovatives Beispiel für die Möglichkeiten unternehmerischer Verantwortung. Gerade bei Lebensmitteln sind die Verbraucherinnen und Verbraucher kritisch und achten zurecht neben Qualität, Erzeugung und Transport auch auf die Nachhaltigkeitsanstrengungen der Unternehmen.“

In Europa werden pro Jahr mehr als 20 Milliarden Verschlüsse für Konservengläser produziert. PVC-haltige Dichtungen waren dabei noch bis vor wenigen Jahren der Standard. Mittlerweile steigt die Nachfrage der umweltfreundlichen Verschlüsse, in denen kein PVC und keine Weichmacher enthalten sind. Die meisten Lebensmittelhandelsgesellschaften haben ihre Lieferanten mittlerweile dazu verpflichtet, ihre Verpackungen bis zum Jahr 2021 komplett auf PVC-freie Verschlüsse umzustellen.

„Der wachsende Bedarf an nachhaltigen Verschlüssen erhöht die Nachfrage nach Produkten von Pano, sorgt aber auch für mehr Wettbewerbsdruck“, betonte -Dr. Bernd Bösche, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). Die WTSH hat im Auftrag des Landes diese Förderung bewilligt. „In einem umkämpften Markt steigert diese Investition in eine moderne, energieeffiziente und umweltfreundliche Technologie die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und sichert damit langfristig Arbeitsplätze am Standort Itzehoe“, so Bösche weiter.

Das Lackieren und Bedrucken von Metalltafeln ist ein aufwändiger und kostenintensiver Schritt bei der Verschlussherstellung. Abhängig von den jeweiligen Kundenwünschen müssen die Metalltafeln dabei unter Umständen in mehreren Arbeitsgängen bedruckt werden. Bisher nutzt Pano dazu eine Zwei-Farben-Metalldruckmaschine, in der die Tafeln nach jedem Durchgang mit hohem energetischem Aufwand thermisch getrocknet werden. Die Förderung wird für die Anschaffung einer modernen Vier-Farben-Blechdruckmaschine verwendet, die mit weniger Arbeitsschritten qualitativ bessere Ergebnisse erzielt und eine thermische Trocknung überflüssig macht. Damit kann der Energieverbrauch der Pano-Produktion drastisch reduziert werden. Im Rahmen dieser Umrüstung investiert das Unternehmen auch in notwendige Arbeiten zur Installation der neuen Hardware, wie Elektroinstallationen und Klimatisierung, und in ein Spezial-Bodenfundament, auf dem die schwere Druckmaschine sicher und schwingungsfrei in Betrieb genommen werden kann. Pano rechnet durch diese Investition nicht nur mit einer stark verbesserten Energiebilanz, sondern auch mit einem jährlichen Umsatzwachstum von bis zu einer Million Euro, mit der langfristigen Sicherung von 126 Arbeitsplätzen und der Schaffung drei neuer Arbeitsplätze bis zum Jahr 2027. Das Landesprogramm Wirtschaft bündelt im Zeitraum 2014 – 2020 Fördermittel der Europäischen Union - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie Landesmittel für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein.

Mehr Informationen im Internet: EU-SH.schleswig-holstein.de

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede, Julia Marre, Joschka Touré | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | und Ute Leinigen | WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig Holstein GmbH | Lorentzendamm  24, 24103 Kiel | Telefon 0431 66666 820 | Telefax 0431 66 66 6 720 | E-Mail: leinigen@wtsh.de | www.wtsh.de

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