Schleswig-Holstein im Standort-Wettbewerb gut behauptet: Wirtschaftsförderer siedelten letztes Jahr 190 neue Unternehmen mit über 2800 Arbeitsplätzen an

KIEL. Mit 2848 neu entstehenden Arbeitsplätzen haben die Wirtschaftsfördergesellschaften des Landes und der Kreise 2012 das drittbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre erzielt. Die Zahl der neuen Arbeitsplätze liegt nur knapp hinter dem Vorjahresergebnis (3222). Auch die Anzahl der angesiedelten Unternehmen (190) ist nahezu identisch mit dem Vorjahresergebnis (2011: 189). Nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und dem Chef der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Dr. Bernd Bösche, sprechen die Zahlen für Kontinuität und Stabilität in wirtschaftlich unsicheren Zeiten: „Es ist uns gelungen, trotz unruhiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein stabiles Ergebnis zu erzielen. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Schleswig-Holstein sich im Wettbewerb der Standorte gut behaupten konnte. Unser Ziel ist es, diese Position weiter auszubauen“, sagte Minister Meyer heute (19. Februar) bei der Vorstellung der Ansiedlungsbilanz im Haus der Wirtschaft in Kiel. „Für mehr Ansiedlungen von Unternehmen mit hochwertigen Arbeitsplätzen brauchen wir ein klares Profil des Wirtschaftsstandortes Schleswig-Holstein. Neben der Verbesserung der Infrastruktur, einer gezielten Förderung nachhaltiger Wertschöpfung und gut ausgebildeten Fachkräften gehört dazu auch ein strategisches Standortmarketing“, so der Minister. Laut Meyer und Bösche stammen 63 Prozent der neu angesiedelten Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor (2011: 67 Prozent), 24 Prozent sind dem Handel (2011: 22 Prozent) und 13 Prozent dem produzierenden Gewerbe (2011:11 Prozent) zuzurechnen. Damit weichen diese Zahlen kaum von den Vorjahreszahlen ab. Mit 15 Arbeitsplätzen pro Unternehmen ist auch die durchschnittliche Betriebsgröße gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben (2011: 17 Arbeitsplätze pro Unternehmen). Eine erfreuliche Steigerung ist bei der Ansiedlung ausländischer Unternehmen erkennbar. Insgesamt 18 ausländische Unternehmen entschieden sich 2012 für den Standort Schleswig-Holstein, im Vorjahr waren es 13 Firmen. Die damit verbundene Arbeitsplatzanzahl von 181 spiegelt ebenfalls einen positiven Trend wider. „Diese Entwicklung belegt, dass sich Schleswig-Holstein im Wettbewerb um ausländische Ansiedlungen erfolgreich positioniert hat. Im Verlauf der vergangenen sieben Jahre haben sich die Auslandsansiedlungen verdoppelt“, sagte WTSH-Geschäftsführer Bösche. China sei 2012 einer der Top Investoren in Deutschland gewesen und spiele in Schleswig-Holstein bei den Ansiedlungen die größte Rolle. Auch dänische Unternehmen hätten verstärktes Interesse am Standort Schleswig-Holstein und würden zunehmend die Vorzüge des unmittelbaren Nachbarlandes entdecken. Bösche führt die positive Entwicklung auf die Verbesserung der Standortbedingungen zurück: „Deutschland hat in den letzten Jahren seine Wettbewerbsfähigkeit verbessert und konnte deshalb im globalen Wettbewerb um Investitionen zulegen. In Schleswig-Holstein haben wir unsere Auslandsaktivitäten auf die für uns interessanten Zielmärkte konzentriert, um an dieser Entwicklung teilzuhaben“. Allein für den Standort Neumünster konnten im vergangenen Jahr sechs Firmen aus China akquiriert werden. Durch die Ansiedlung dieser Unternehmen werden 72 Arbeitsplätze entstehen. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Neumünster, Guido Schwartze, sieht die Ansiedlungsaktivitäten auf einem guten Weg. „Wir haben in Neumünster bereits einen Kern von chinesischen Unternehmen, die bei uns für neue Arbeitsplätze sorgen. Wir wollen in den nächsten Jahren gemeinsam mit der WTSH noch einen Zahn zulegen“, so Schwartze. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es bei den Ansiedlungen 2012 keine eindeutigen Branchenschwerpunkte, sondern eine breite Streuung. Die Bandbreite reicht von Unternehmen der digitalen Wirtschaft, der Medizintechnik, der maritimen Wirtschaft bis hin zu Logistik und Tourismus. Auch der Bereich der erneuerbaren Energien sowie der Energiewirtschaft gehörte 2012 wieder zu den Branchen mit spürbarem Anteil am Gesamtergebnis. Im Vergleich zu den Vorjahren ist hier allerdings ein leichter Rückgang erkennbar. Dies liegt nicht zuletzt an der deutlichen Verunsicherung der Branche aufgrund der Verzögerungen beim Ausbau der Offshore-Windparks. Verantwortlich für diesen Pressetext: Harald Haase | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie | Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-4420 | Telefax 0431 988-4705 | E-Mail: pressestelle@wimi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de Ute Leinigen | WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH | Lorentzendamm 24, 24103 Kiel | Telefon 0431 66 66 6-820| Telefax 0431 66 66 6-769 | E-Mail: leinigen@wtsh.de | www.wtsh.de

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