Wasser marsch – Feuerbekämpfung präzise und wirkungsvoll

Land fördert JOB GmbH mit über 150.000 Euro

Ahrensburg – Der beste Schutz vor Großbränden sind immer noch Sprinkleranlagen. Ihr Einbau kostet meist pro Quadratmeter nicht mehr als ein neuer Teppichboden. Typische Anwendungen von Sprinkleranlagen finden sich unter anderem in Krankenhäusern, Hotels oder Flughäfen. Ihre Funktionsweise beruht zu einem wesentlichen Teil auf der thermischen Auslösung der Löschfunktion. Heutige Sprinklerköpfe sind mit Glasampullen, sogenannte Thermo Bulbs, verschlossen, die mit einer gefärbten Spezialflüssigkeit gefüllt sind. Bei einem Feuer erwärmt sich die Spezialflüssigkeit in der Glasampulle, dehnt sich aus, wodurch die Ampulle zerplatzt, so dass die Düse geöffnet wird und Wasser aus dem Sprinklerrohrnetz austritt. Die Firma JOB GmbH (JOB) aus Ahrensburg entwickelt, produziert und vertreibt diese flüssigkeitsgefüllten Glasampullen. In einem neuen Vorhaben möchte JOB eine Anlage entwickeln, in der die Glasampullen mit äußerst geringen Fertigungstoleranzen hergestellt und so wesentlich genauer an die jeweiligen Kundenanforderungen angepasst werden können. Das Land unterstützt die Entwicklung dieser Präzisionsglasziehanlage mit 154.126,00 Euro. Zur Herstellung von Rohampullen, die anschließend zu Thermo Bulbs weiterverarbeitet werden, sind Glasrohre mit hoher Genauigkeit bezüglich Durchmesser und Wandstärke erforderlich. Diese Genauigkeit hat nicht nur Auswirkungen auf das Auslöseverhalten sondern auch auf die Weiterverarbeitung. Beim heutigen Stand der Technik kauft JOB Glasrohre unterschiedlicher Güteklassen ein und verarbeitet diese dann selbst zu Thermo Bulbs. Allerdings werden bei der Einteilung in die unterschiedlichen Güteklassen kleinste Streuungen der Abmessungen der Glasrohre nicht berücksichtigt. So haben Rohre mit kleinem Außendurchmesser und großer Wandstärke die gleiche Güteklasse wie solche mit großem Außendurchmesser und kleiner Wandstärke. Dies kann dazu führen, dass diese Thermo Bulbs ein unterschiedliches Auslöseverhalten haben, welches in der Produktion zu erhöhtem Selektionsaufwand führt. Eigenproduzierte Glasrohre scheinen die Lösung des Problems zu sein. JOB plant die Entwicklung einer Präzisionsglasziehanlage, die es ermöglicht, die Thermo Bulbs wesentlich genauer an die jeweiligen Kundenanforderungen anzupassen. Dazu zählen zum Beispiel ein verbessertes Auslöseverhalten, höhere Festigkeiten und die höhere Temperaturgenauigkeit. In dieser Glasziehanlage sollen Rohglasrohre verwendet werden, die deutlich größere Wandstärken und Außendurchmesser vorweisen und die in einem Ziehprozess auf die gewünschten Maße reduziert und veredelt werden. JOB plant durch diese Glasziehanlage Thermo Bulbs in noch größerer Vielfalt zu produzieren und somit neue Marktpotenziale zu erschließen. Durch das Projekt werden bei der JOB GmbH drei neue Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen entstehen. Die bestehenden Arbeitsplätze werden durch das Vorhaben nachhaltig gesichert. Verantwortlich für den Text: Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH Ute Leinigen Lorentzendamm 24 24103 Kiel leinigen@wtsh.de Ansprechpartner: Katja Borwig Tel.: 0431-66666-855 Fax: 0431-66666-740 borwig@wtsh.de

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