Wirtschaftsminister Jost de Jager gibt Startschuss für Offshore-Strategie

„Potenziale der Küsten für sichere Energie und neue Arbeitsplätze nutzen“

Um das gewaltige Windenergie-Potential vor den Küsten Schleswig-Holsteins zur umweltfreundlichen und sicheren Energieversorgung sowie zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen zu nutzen, hat die Landesregierung heute (14. Juli) gemeinsam mit der Netzwerkagentur „windcomm schleswig-holstein“ und weiteren Institutionen des Landes Handlungsempfehlungen für eine Offshore-Strategie vorgestellt. „Die Windenergie auf See entwickelt sich neben der Windnutzung an Land zunehmend zu einem treibenden Wirtschaftsfaktor für unser Land“, sagte Wirtschaftsminister Jost de Jager. Schon heute seien rund 7.000 Menschen in über 200 Unternehmen in der Wind-Branche in Schleswig-Holstein beschäftigt und bereits in zehn Jahren werde in Schleswig-Holstein mehr Strom aus Wind erzeugt, als im Land verbraucht werde. „Durch die anstehende Realisierung der insgesamt 7genehmigten Offshore-Windparks vor der Westküste werden künftig besonders im Service- und Wartungssektor sowie in der maritimen Wirtschaft schätzungsweise 1.000neue Arbeitsplätze entstehen“, so de Jager. Auch bei der Produktion von Großkomponenten wie Turmsegmenten oder Fundamenten bestünden erhebliche Ansiedlungs- und Arbeitsplatzpotenziale. Die von windcomm-Vorstandschef Matthias Volmari vorgestellte Offshore-Strategie umfasst eine Analyse der Entwicklungspotenziale entlang der Offshore-Wertschöpfungskette bis hin zur Anpassung verschiedener Ausbildungsberufe. Untersucht wurden die Bereiche „Großkomponentenproduktion und Montage“, „Service und Wartung“, „Forschung und Entwicklung“ sowie „Aus- und Weiterbildung“. „Ziel der Analyse war es, die Bereiche zu identifizieren, in denen sich Schleswig-Holstein erfolgreich positionieren kann“, so Volmari. De Jager zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen: „Sowohl im Bereich Service- und Wartung als auch in der Produktion und Verschiffung der Offshore-Anlagen haben wir sehr gute Chancen, das Land neu aufzustellen. Damit neue Unternehmen nach Schleswig-Holstein geholt werden können, dürfe auch die Forschung und die Ausbildung junger Ingenieure, Manager und Monteure nicht außer Acht gelassen werden. „Durch den Onshore-Sektor sind wir hier bereits gut aufgestellt. Jetzt gilt es, unser Know-how an die Bedürfnisse der Offshore-Branche anzupassen sowie geeignete Infrastruktur zu schaffen“, so der Minister. In dem im März vorgelegten Energiekonzept der Landesregierung waren Brunsbüttel und Helgoland bereits als herausragende Offshore-Stützpunkte markiert worden. Durch die Analysen von windcomm schleswig-holstein könnten nach den Worten von de Jager nun weitere Westküstenhäfen wie Husum, Büsum. Dagebüll, die Sylter Häfen sowie der Rendsburger „Neuer Hafen Kiel-Canal“ eine neue Bedeutung bekommen. „Gerade bei der Reparatur aber auch bei der Versorgung der Windparks sehen wir in der Praxis, dass wir nicht zwingend Tiefseehäfen brauchen. Hier haben wir ein gewaltiges Potenzial, unsere Häfen den Windparkbetreibern als Servicestandorte anzubieten. Zudem eignet sich der Neuer Hafen Kiel-Canal perfekt für die Produktion von Großkomponenten“ resümiert Volmari. Auch an der Ostküste besitze das Land mit Kiel und Lübeck zwei Häfen, die als Offshore-Basishäfen genutzt werden könnten. Nach den Worten des Geschäftsführers der Wirtschafts- und Technologie-Transfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Dr. Bernd Bösche, sollen auch die Standortmarketing-Aktivitäten verstärkt werden, um zusätzliche Unternehmen aus der Offshore-Windindustrie für Schleswig-Holstein zu interessieren. „Mit der Offshore-Strategie haben wir jetzt eine gute Basis, um gezielt Unternehmen anzusprechen und Ihnen die Umfeldbedingungen für Investitionen zu verdeutlichen“; so Bösche. De Jager kündigte an, in den nächsten Wochen genau prüfen zu lassen, wie finanzielle Mittel eingesetzt und eingeworben werden können, um die Wertschöpfungspotenziale der Branche zu nutzen. „Ich lade unsere rund 200 Windkraft-Unternehmen ein, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen“, so der Minister. Hinweis an die Redaktionen: Weitere Informationen sowie eine Kurzfassung der Studie finden Sie unter: www.wirtschaftsministerium.schleswig-holstein.de und www.offshore-wind.de Verantwortlich für diesen Pressetext: Harald Haase | Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr | Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-4420 | Telefax 0431 988-4705 | E-Mail: pressestelle@wimi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de

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