"Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft" - Wasserstoffrichtlinie

Grüner Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft und stellt damit eine wichtige Säule der Energie- und Verkehrswende dar. Um künftig grünen Wasserstoff breiter und kostengünstiger zu nutzen, müssen innovative Lösungen und praxisnahe Anwendungen entwickelt und umgesetzt werden.

Daher soll mit diesem Programm die Produktion, Speicherung und Nutzung von grünem Wasserstoff in Schleswig-Holstein gefördert werden.

Formulare für Ihr Vorhaben herunterladen:

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Projektvorschlag H2
Projektvorschlag für die "Förderung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft“
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Richtlinie H2
Richtlinie zur „Förderung des Aufbaus einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft“

Welche Projekte können gefördert werden?

Gefördert werden Vorhaben

  1. Zur nachhaltigen Erzeugung und Speicherung von grünem Wasserstoff (Ziff. 1.1.1 der    Wasserstoffrichtlinie)
  2. Zum Aufbau von Anlagen zur Herstellung synthetischer Energieträger auf Basis von grünem Wasserstoff (Ziff. 1.1.2 der Wasserstoffrichtlinie)
  3. Zur Anwendung und Nutzung von grünem Wasserstoff im Industriesektor sowie als chemischer   Grundstoff (Ziff. 1.1.3 der Wasserstoffrichtlinie) oder
  4. Zur wissenschaftlichen Begleitung (Umweltstudien) von Investitionen im Rahmen der Wasserstoffwirtschaft (Ziff. 1.1.4 der Wasserstoffrichtlinie). 

Wer kann Förderung beantragen?

Juristische Personen des öffentlichen und des Privatrechts sowie natürliche Personen, soweit sie wirtschaftlich tätig sind und ihren Sitz, Niederlassung oder eine Betriebsstätte in Schleswig-Holstein haben.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Die geförderten Investitionen müssen in Schleswig-Holstein durchgeführt werden.
  • Das Vorhaben darf vor der Zustimmung zum Maßnahmebeginn durch die WTSH GmbH noch nicht begonnen haben.

Bei Investitionen nach Ziffer 1 bis 3:

  • muss dargelegt werden, dass Strom aus Erneuerbaren Energien für die Erzeugung von Wasserstoff eingesetzt wird (grüner Wasserstoff),
  • muss die Abwärme genutzt werden, die bei Umwandlungsprozessen der Energieträger entsteht,
  • sollen Kuppelprodukte (z. B. Sauerstoff, Kohlendioxid) genutzt werden,
  • ist verbindlich darzulegen, dass es für den erzeugten Wasserstoff, die erzeugten synthetischen Energieträger oder chemischen Produkte Einsatzfelder im eigenen Unternehmen bzw. Abnehmer gibt.

Eine Förderung von Elektrolyseuren kommt ab einer Leistung von mindestens 3 Megawatt in Betracht.

Bei Investitionen nach Ziffer 1 bis 2 (Erzeugung und Speicherung von grünem Wasserstoff und von synthetischen Energieträgern auf Basis grünen Wasserstoffs) gilt:

Nicht gefördert wird

  • die Erzeugung und Speicherung synthetischer Energieträger (Ziffer 2), für die eine Liefer- oder Beimischverpflichtung besteht,
  • die Herstellung synthetischer Energieträger aus Nahrungsmittelpflanzen.

Bei Investitionen nach Ziffer 3 (Anwendung und Nutzung von grünem Wasserstoff) gilt:

  • Es werden nur Investitionen gefördert, die Unternehmen oder Einrichtungen in die Lage versetzen, über die Unionsnormen für den Umweltschutz hinauszugehen oder bei Fehlen solcher Normen den Umweltschutz zu verbessern.
  • Investitionen von Unternehmen oder Einrichtungen zur Sicherstellung der Umsetzung bereits angenommener, aber noch nicht in Kraft getretener Unionsnormen, werden nicht gefördert.

Bei Förderung nach Ziffer 4 (wissenschaftliche Begleitung) gelten die Kosten für die Umweltstudie als zuschussfähig.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von bis zu 5 Mio. Euro pro Antragsteller/in und Investitionsvorhaben gewährt. Die Förderung erfolgt im Wege der Anteilfinanzierung, und zwar

  • bei Investitionen nach Ziffer 1 und 2 in Höhe von bis zu 45 % der förderfähigen Kosten.
  • bei Investitionen nach Ziffer 3 in Höhe von bis zu 40 % der förderfähigen Kosten.
  • bei Investitionen nach Ziffer 4 in Höhe von bis zu 50% der förderfähigen Kosten.

Genauere Hinweise dazu finden Sie unter Punkt 4.2 der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Aufbaus einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft.

Ihre Ansprechpartnerin

Förderberaterin Katja Borwig
Katja Borwig
Fachliche Beratung Innovationsförderung
Telefon: +49 431 66 66 6 - 855
Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft schmal
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