Schleswig-Holstein: Starke Branchen

Die schleswig-holsteinische Wirtschaftslandschaft ist vielfältig, geprägt vom Mittelstand und ständig in Bewegung. Dabei stechen einige zukunftsträchtige Branchen mit besonders guten Entwicklungsmöglichkeiten heraus.

Digitale Wirtschaft

Die Digitale Wirtschaft umfasst die Bereiche Informationstechnologie (IT), Telekommunikation (TK), Hardware für Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) und ITK-Handel, E-Commerce, Mediennahe Bereiche und Medien. Was die Anzahl der Unternehmen und Beschäftigten angeht, wird die Branche im echten Norden insbesondere durch IT und Softwareentwicklung, E-Commerce und die Mediennahen Bereiche geprägt. 

Als wichtige Querschnittsbranche ermöglicht und initiiert die Digitale Wirtschaft auch in anderen Branchen elementare Produkt- und Prozessinnovationen – von der Energiewirtschaft über Logistik, Anlagen- und Maschinenbau bis zur Gesundheitswirtschaft. Sie ist ein zentraler Baustein für eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung und gilt als eine der besonderen Branchenkompetenzen des Wirtschaftsstandorts Schleswig-Holstein. 

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Standortberater Kristian Hamel
Kristian Hamel
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Erneuerbare Energien

Schleswig-Holstein ist Exportland für sauberen Grünstrom. An Land drehen sich hier rund 2.981 Windräder mit einer Gesamtleistung von insgesamt 6.916 Megawatt (MW). In der deutschen Nord- und Ostsee, der sogenannten deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone in Nord- und Ostsee, sind weitere Windenergieanlagen in Betrieb. Ende 2021 waren in Deutschland 1.501 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 7.800 MW in Betrieb, davon 6.700 MW in der Nordsee und 1.100 MW in der Ostsee. An das landseitige Stromnetz in Schleswig-Holstein sind rund 440 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.777 MW angeschlossen.

Seit jeher erzeugt Schleswig-Holstein mehr Strom als verbraucht wird und exportiert den Strom in andere Regionen. Insbesondere unser Nachbar Hamburg wird traditionell mitversorgt. Dieser Verantwortung kommt das Land auch mit den Erneuerbaren nach. Schon heute wird der Stromverbrauch in Schleswig-Holstein zu rund 160 Prozent durch Erneuerbare gedeckt. Davon entfallen rund 28 Prozent allein auf Windenergie an Land und auf See. Um weiterhin südliche Regionen mit sauberem Grünstrom zu versorgen, müssen Windenergie und auch Stromnetze kontinuierlich ausgebaut werden.

In Deutschland gibt es aktuell rund 104.000 Arbeitsplätze in der Windenergiebranche. Diese umfassen, unter anderem, die Bereiche Anlagenbau, Logistik, Planung und Service. Insgesamt sind in Schleswig-Holstein über 1.000 Unternehmen und Verbände im Bereich der Windenergie tätig. Dabei sorgt jede aufgestellte Windenergieanlage an Land rechnerisch für drei Vollzeitarbeitsplätze. Insbesondere gibt es auch eine hervorragende Forschungs- und Ausbildungslandschaft für die Windenergiebranche mit speziellen Studiengängen, Forschungseinrichtungen, Bildungs- und Offshore-Trainingszentren.

Neben der Windenergie wird im echten Norden natürlich auch der Ausbau anderer regenerativer Energien gefördert, zum Beispiel Photovoltaik und Biomassenutzung im ländlichen Raum. Im Bundesvergleich bieten Schleswig-Holsteins Hochschulen übrigens den größten Anteil an branchenrelevanten Studiengängen.

Standortberater Kristian Hamel
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Life Sciences

Schleswig-Holstein ist gut für die Gesundheit. Wirtschaftsfreundliche Strukturen, die Wissens- und Technologietransfer effektiv fördern, eine intensive Vernetzung von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft und nicht zuletzt zahlreiche Institutionen, die Wissenschaftler auf dem Weg in den Markt unterstützen – das alles macht den echten Norden für Unternehmen der Life Sciences besonders attraktiv.

In etwa 260 Unternehmen aus den Bereichen Medizin und Medizintechnik, Biotechnologie und Pharmazie arbeiten hier rund 110.000 Menschen. Dabei haben Unternehmen verwandter Branchen auch geografisch zusammengefunden: Während sich die Biotechnologie in erster Linie im Osten und Süden des Landes angesiedelt hat, ist die Medizintechnik in und um Lübeck sowie im Großraum Norderstedt besonders stark vertreten. Und hochqualifizierter Nachwuchs wird gleich vor Ort ausgebildet: an drei Universitäten und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, an vier Fachhochschulen und zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Standortberater Steffen Assfalg
Steffen Assfalg
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Maritime Wirtschaft

Zur maritimen Wirtschaft zählen sämtliche Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten unter Nutzung des Meeres. Nach Umsatz und Beschäftigung bilden traditionell der Schiffbau und seine Zulieferer den Kern der Branche. Allerdings gewinnen Meeresforschung, Tiefseetechnologie und Marine Biotechnologie in hohem Tempo an Bedeutung.

Mit einem Jahresumsatz von rund 8,5 Mrd. Euro hat dieser Wirtschaftszweig einen Anteil von 12 Prozent am Bruttoinlandsprodukt von Schleswig-Holstein. Gut 2.100 Unternehmen beschäftigen rund 40.000 Menschen und 15 Bildungs- und Forschungseinrichtungen im Umfeld der maritimen Wirtschaft sind im Land aktiv.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken, fördert Schleswig-Holstein gemeinsam mit Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern das „Maritime Cluster Norddeutschland“ und hat im Rahmen der Landesinitiative „Zukunft Meer“ zahlreiche Aktivitäten auf den Weg gebracht.

Standortberaterin Nicole Wallmann
Nicole Wallmann
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Maschinenbau

Einer der wichtigen Innovations- und Wachstumsmotoren im echten Norden: Die Unternehmen der Maschinenbau-Branche investieren besonders stark in Forschung und Entwicklung und haben mit knapp 64 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Exportanteil. Dabei profitieren Weltmarktführer wie Sauer-Danfoss und Vossloh, Caterpillar und Jungheinrich unter anderem von der günstigen geografischen Lage, der guten Anbindung an international bedeutende Häfen und von der Nähe des Hamburg Airport.

Knapp 170 Unternehmen mit über 23.000 zum Großteil hochqualifizierten Fachkräften decken die gesamte Wertschöpfungskette der Branche ab – vom Anlagen- oder Motorenbau über Automatisierungstechnik und Werkzeugmaschinenbau bis zu Robotik. Neben der starken Nachfrage im Inland ist Maschinenbau „Made in Schleswig-Holstein“ auch weltweit begehrt. Traditionell starke internationale Absatzmärkte sind dabei die Schwellenländer, insbesondere China.

Zitzlaff
Beate Zitzlaff
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Tourismus

Mit 1.190 Küstenkilometern und zahllosen Ständen an zwei Meeren, etwa 300 Seen und 32.000 Flusskilometern ist Schleswig-Holstein ein echtes Urlaubsparadies. Klare Luft, weite Horizonte und fast unbegrenzte Möglichkeiten zur individuellen Freizeitgestaltung locken immer mehr Menschen in den echten Norden.

Während Sportbegeisterte beim Segeln, Surfen oder Rudern, Reiten oder Golfen, Radfahren oder Wandern selbst aktiv werden können, erwartet Genießer eine außergewöhnliche Koch- und Esskultur mit hochwertigen regionalen Produkten und gefeierten Küchenstars: Insgesamt 11 Sterneköche kreieren hier kulinarische Highlights auf höchstem Niveau. Herausragend und sogar mit zwei Sternen ausgezeichnet sind Dirk Luther vom Alten Meierhof in Glücksburg und Johannes King vom Söl’Ring Hof Sylt.

Auch in Sachen Kultur hat der echte Norden einiges zu bieten: von der Kieler Woche über das Wacken Open Air bis zum Schleswig-Holstein Musik Festival ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und das kommt an. Denn immerhin verbringen hier jährlich über 6 Millionen Touristen ihren Urlaub

Standortberaterin Petra Stangenberg
Petra Stangenberg
Standortberatung
Telefon: +49 431 66 66 6 - 877
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