Informationen für Unternehmen

Liquidität und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

Das Corona-Virus ist eine Herausforderung für den echten Norden und die ganze Welt. Durch die enge internationale Verflechtung der Wirtschaft spüren bereits jetzt viele Unternehmen erste Auswirkungen des Virus. Die Absage von Messen und Großveranstaltungen und Störungen in der Auslandsnachfrage bzw. den Lieferketten wirken sich aus. Mit einigen Sofortmaßnahmen von Bund und Ländern wird auf die konjunkturelle Entwicklung durch das Corona-Virus reagiert. Im nachfolgenden finden Sie einige Informationen und nützliche Hinweise zur Unterstützung der Unternehmen und Betriebe.

Überbrückungshilfe für Unternehmen

Die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen geht in die Verlängerung.

Sie bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Dadurch hilft sie die Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern.

Die 2. Phase der “Überbrückungshilfe” umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können ab sofort bis zum 31.01.2021 gestellt werden.

Darüber hinaus können auch die Anträge für die “Corona-Novemberhilfe” von Betrieben, Selbstständigen und gemeinnützigen Organisationen, die aufgrund des zweiten Teil-Lockdowns schließen mussten, gestellt werden. Aufgrund des aktuellen Lockdowns im Dezember 2020 wurde jetzt noch einmal die Überbrückungshilfe für Nov. und Dez. verbessert und ausgeweitet. 

Ab Januar gilt sie für alle Unternehmen, die von der Schließung betroffen sind. Die Überbrückungshilfe III sieht Zuschüsse für fixe Kosten vor und schließt sich der Überbrückungshilfe II an. Bei der Dezemberhilfe wird die Abschlagszahlung auf max. 50.000 Euro erhöht. 

Für die “Dezemberhilfe” und dem “Überbrückungsgeld III” gelten weiterhin Zuschüsse für Corona-bedingte Umsatzeinbußen. 

Hier erhalten Sie Informationen zur Förderung, Antragsstellung und den Ansprechpartnern.

Härtefallfonds Mittelstand

Der IB.SH Härtefallfonds Mittelstand soll private Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Dabei handelt es sich um zu erwarteten Umsatzausfällen, Liquiditätsengpässe, Betriebsmittelbedarf die gefördert werden, sofern diese nicht durch bereits beantragte oder bewilligte Fördermittel im Zusammenhang mit der Coorna-Pandemie gedeckt sind.

Die MGB bietet Beteiligungskapital für alle haupterwerblichen Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein mit grundsätzlich intaktem Geschäftsmodell. Sogenannte “Härtefälle” sind insbesondere Unternehmen, die im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatzeinbruch von mehr als 50% gegenüber zum ersten Halbjahr 2019 , oder im zweiten Halbjahr 2020 im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019 einen Umsatzeinbruch, aufgrund Corona, um mehr als 50% aufweisen. Darüber hinaus werden ab dem 01.02.2021 die Härtefallvoraussetzungen durch die "Winterhilfe-Kriterien" ergänzt. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzausfall von mind. 30% im Nov. und Dez. 2020 sowie im Januar 2021 gegebenüber den Monaten Nov. und Dez. 2019 sowie dem Januar 2020 haben.

“Mit dem Härtefall-Fonds, der sich aus 80 Millionen Euro Darlehnsmitten und 20 Millionen Euro Beteiligungskapital zusammensetzt, sind wir in der Lage, vor allem solche Betriebe aufzufangen, die nicht oder nicht ausreichend von den geplanten Überbrückungshilfen des Bundes profitieren können, aber dennoch durch die Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind”, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz.

Weitere Informationen zu Antragsbedingungen, Antragsstellung und Ansprechpartnern:

“Härtefallfonds Mittelstand für private Unternehmen” der Investitionsbank Schleswig-Holstein

Eine allgemeine Übersicht auf den Seiten der IB für die wesentlichen Corona-Förderprogramme für Unternehmen finden Sie hier. 

“Härtefallfonds Mittelstand” der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH

Mittelstandssicherungsfonds für Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Schleswig-Holstein

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und dem Chef der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers, werden von den 300 Millionen Euro Landesgeld des Mittelstands-Sicherungsfonds je die Hälfte für kleinere Darlehen zwischen 15.000 und 50.000 Euro sowie für große Darlehen zwischen 50.000 und 750.000 Euro verwendet. Anders als beim Zuschuss-Programm, das direkt über die IB.SH abgewickelt wird, gewährt die Förderbank aus dem Mittelstandssicherungsfonds nur dann entsprechende Kredite, wenn sich die Hausbank mit einem separaten Darlehen in Höhe von zehn Prozent an der Finanzierung zu eigenen Konditionen beteiligt. Buchholz: „Das Darlehen hat eine Laufzeit von 12 Jahren und ist in den ersten fünf Jahren zinslos. Die Tilgung über einen Zeitraum von 10 Jahren beginnt erst nach zwei Jahren.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

Schutzschild des Bundes für Betriebe und Unternehmen

Zunächst werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Mit diesen Mitteln können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite privater Banken mobilisiert werden. Dazu werden etablierte Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der privaten Banken ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht:

Mehr Informationen finden Sie hier.

Corona Virus Response Investment Initiative

Die KOM hat die Mitteilung “Staatliche Beihilfen: Kommission genehmigt Verlängerung der deutschen Regelung für zinsvergünstigte Darlehen zur Unterstützung der Wirtschaft nach Ausbruch des Coronavirus“ veröffentlicht. Der vorübergehende Rahmen soll es den MS ermöglichen sicherzustellen, dass Unternehmen aller Art über ausreichend Liquidität verfügen, so dass die Kontinuität der Wirtschaftstätigkeit während und nach dem COVID-19-Ausbruch gewährleistet ist. Wegen des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19 wird anerkannt, dass das Wirtschaftsleben der gesamten EU beträchtlich gestört ist. Zur Behebung dieser Störung sieht der befristete Rahmen fünf Arten von Beihilfen vor:

 

  • direkte Zuschüsse, rückzahlbare Vorschüsse oder Steuervorteile von bis zu 800.000 € pro Unternehmen
  • staatliche Garantien für Bankdarlehen an Unternehmen,
  • vergünstigte öffentliche Darlehen an Unternehmen
  • Zusicherungen für Banken, die staatliche Beihilfen an die Realwirtschaft weiterleiten
  • kurzfristige Exportkreditversicherungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Aufstockung Nothilfepaket der EZB um weitere 600 Milliarden

Mit einem milliardenschweren Notkaufprogramm versucht die Europäische Zentralbank, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Zu den bereits geplanten 750 Milliarden Euro kommen weitere 600 Milliarden. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen, wie die EZB mitteilte. Der Leitzins bleibt bei null.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes

Deutschland hat ein starkes System der sozialen Sicherung. Die damit verbundenen automatischen Stabilisatoren stützen die Konjunktur. Die Bundesregierung wird diese Stabilisatoren voll wirken lassen. Unsicherheit und kurzfristige Störungen der Handelsströme sollen nicht dazu führen, dass Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Dabei kann die Bundesregierung auf bewährte Instrumente zurückgreifen. Die veränderten Regelungen zur Kurzarbeit, die erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld bedeuten, gelten bis Ende 2021.

  • Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10%
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit finden Sie hier.

Beratung zu wirtschaftlichen Aspekten

Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus u. a. eine kostenlose Beratung der IB.SH Förderlotsen, die bewährten Darlehens­programme, Risikoentlastungen durch Haftungsfreistellungen, Bürgschaften und Beteiligungskapital der schleswig-holsteinischen Förderinstitute zur Verfügung. Die Förderlotsen der IB.SH beraten Sie unentgeltlich zu Unterstützungsmöglichkeiten.

Telefon: 0431 9905-3365
E-Mail: foerderlotse@ib-sh.de

Mehr Informationen finden Sie hier.

Steuerlicher Erlass des Landes Schleswig-Holstein

Aufgrund der durch das Corona-Virus verursachten schwierigen wirtschaftlichen Situation hat das Finanzministerium steuerliche Maßnahmen zur Entlastung betroffener Unternehmen ergriffen. Dazu hat die Landesregierung einen entsprechenden Erlass veröffentlicht. Im Hinblick auf Stundungs-und Vollstreckungsmaßnahmen sowie bei der Anpassung von Vorauszahlungen für Einkommen-Körperschaft-und Gewerbesteuer gibt es Änderungen.

Steuerliche Liquidität auf Bundesebene

Bonuszahlungen an Beschäftigte
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuerfrei auszahlen oder als Sachlohn gewähren. Voraussetzung ist, dass Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden.

Stundung von Steuerzahlungen
Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen.

An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer. Auch eine Stundung der Kraftfahrzeugsteuer möglich. Hierzu ist bis 31. Dezember 2020 beim zuständigen Hauptzollamt ein entsprechender Stundungsantrag zu stellen.

Anpassung und Erstattung von Vorauszahlungen
Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Bereits für 2020 geleistete Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer können zudem auf Antrag erstattet werden. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.

Vollstreckungsmaßnahmen aussetzen
Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Mehr Informationen finden Sie hier. 

 

Letzte Aktualisierung: 27.01.2021

 

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