Informationen zum Klimaneutralen Wirtschaften in Schleswig-Holstein

Hier finden Sie Daten und Grafiken zu Schleswig-Holsteins Weg in die Klimaneutralität. Außerdem sind wir dabei, Informationen zu Best-Practice Beispielen, Kompetenzträgern, Dienstleistungsangeboten und Fördermöglichkeiten für Sie zusammenzustellen. Bei Interesse sprechen Sie uns gerne an. 

Hintergrund

Die Landesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag 2022 das Ziel gesetzt, Schleswig-Holstein bis 2030 zum ersten klimaneutralen Industrieland zu machen. Dieses Ziel soll laut der Landesregierung im Energiewende und Klimaschutzgesetz (EWKG) verankert werden und das Gesetz entsprechend dem neuen Ziel überarbeitet werden. Ausführliche Informationen zu den Klimaschutzzielen der Landesregierung einschließlich der geplanten Maßnahmen finden sich im Klimaschutzprogramm 2030

Treibhausgasemissionen nach Sektoren in Schleswig-Holstein seit 1990

Die Treibhausgasemissionen sind seit 1990 um 31% gesunken (Vergleichsjahr 2022). Ziel der schleswig-holsteinischen Landesregierung ist die Senkung der Emissionen um 57% bis 2030 verglichen mit 1990. Laut Koalitionsvertrag soll Schleswig-Holstein 2040 klimaneutral sein. Die größten Emissionsminderungen in Schleswig-Holstein sollen in den Bereichen Energiewirtschaft, Gebäude und Wärme, sowie Verkehr erzielt werden. ​

Der Rückgang der Treibhausgasemission in den letzten Jahren sind nicht ausreichend, um den Zielpfad für 2030 einzuhalten.​

Quelle: Monitoringbericht Schleswig-Holstein 2023 Stand: 12/2023 ​

Endenergieverbrauch in Schleswig-Holstein nach Energieträgern und Sektoren

Der überwiegende Teil des Endenergieverbrauchs in Schleswig-Holstein wird nach wie vor direkt durch fossile Energieträger gedeckt.

Industrie 54 %, Gewerbe 61 %, Haushalte 58 %, Verkehr 93 %.

Um die THG-Emissionen aus diesen Prozessen zu dekarbonisieren, reicht ein Ausbau der regenerativen Stromerzeugung nicht aus. Vielmehr müssen die Prozesse komplett umgestellt werden, z. B. Wärmepumpe statt Gasheizung oder elektrische Wärmeerzeugung statt Brenner. Oder die fossilen Brennstoffe müssen durch andere molekulare Energieträger wie Wasserstoff oder Biogas ersetzt werden.

Quelle: Monitoringbericht Schleswig-Holstein 2023 Stand: 12/2023 

Entwicklung der Bruttostromerzeugung in Schleswig-Holstein seit 1990

Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen hat in den letzten Jahrzehnten in Schleswig-Holstein stark zu genommen. Auch in den letzten Jahren ist die Erzeugung aus Erneuerbarer Energie weiter gewachsen, während die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern weitgehend stagniert. Die Erzeugung aus Kernkraft ist durch die Abschaltung der Kernkraftwerke in Schleswig-Holstein zurückgegangen.​

Quelle: Monitoringbericht Schleswig-Holstein 2023 Stand: 12/2023 

Stromerzeugung in Schleswig-Holstein

87% der Stromerzeugung in Schleswig-Holstein erfolgt aus erneuerbaren Energiequellen. Durch die Abschaltung des Kernkraftwerks Brokdorf Ende 2021 ist die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern im Jahr 2022 in Schleswig-Holstein stark zurück gegangen.​

Ziel der Landesregierung ist eine Steigerung der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie auf 37 TWh bis 2025 und 55-60 TWh bis 2030.​

Quelle: Monitoringbericht Schleswig-Holstein 2023 Stand: 12/2023 

Bruttostromerzeugung aus Erneuerbarer Energie in Schleswig-Holstein

Schon heute ist in Schleswig-Holstein die Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie größer als der Bruttostromverbrauch. Das Ziel der Landesregierung ist es, bis 2030 die Erzeugung aus Erneuerbarer Energie im Vergleich zu 2022 noch einmal mehr als zu verdoppeln (+110%). In dem gleichen Zeitraum wird eine Steigerung des Stromverbrauchs um circa 30% prognostiziert.​

Quelle:  Monitoringbericht Schleswig-Holstein 2023 Stand: 12/2023 

Jährlicher Zubau und Rückbau von EE-Erzeugungsanlagen in Schleswig-Holstein​

Die Grafiken zeigen den Zubau und Rückbau von Onshore-Windenergie, Offshore-Windenergie (mit Anschluss in SH), Biomasse und Solarenergie in Schleswig-Holstein. Der Zubau von Onshore-Wind- und Solarenergieanlagen hat in den letzten Jahren wieder Fahrt aufgenommen. Die Herausforderung der nächsten Jahre wird es sein, die zusättliche Leistung ans Netz anzubinden und durch einen kontinuierlichen Netzausbau mit den Verbrauchern außerhalb von Schleswig-Holstein zusammenzubringen.​

Quelle: Marktstammdatenregister, Windenergie Schleswig-Holstein, Stand: 02/2024 

Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Schleswig-Holstein seit 1990

In den letzten 20 Jahren ist der Einsatz von erneuerbaren Primärenergieträgern in Schleswig-Holstein nur langsam gestiegen. Konventionelle Energieträger machen weiterhin über 75% des Primärenergieverbrauchs aus.  ​

Quelle: Monitoringbericht Schleswig-Holstein 2023 Stand: 12/2023 

Primärenergieverbrauch in Schleswig-Holstein 

Zwischen den Jahren 2020 und 2021 ist der Energieverbrauch aus konventionellen Primärenergieträgern leicht gestiegen, während der Verbrauch erneuerbarer Energieträger leicht gesunken ist.​

Quelle: Monitoringbericht Schleswig-Holstein 2023 Stand: 12/2023 

Nützliche Links 

Monitoringbericht Energiewende und Klimaschutz Schleswig-Holstein 
Einmal jährlich berichtet die Landesregierung in ihrem Monitoringbericht über den aktuellen Stand auf dem Weg zu den gesetzten Zielen der Treibhausgasminderung und des Ausbaus von Erneuerbaren Energien. 
  
Klimaschutzprogramm 2030 
In ihrem Klimaschutzprogramm beschreibt die Landesregierung mit welchen Maßnahmen sie die Schleswig-Holsteinischen Klimaschutzziele bis 2030 erreichen will. 
  
Klimanavi 
Mit dem Klima-Navi des Hansewerks können Kommunen in Schleswig-Holstein Energie- und Treibhausgasbilanzen für ihre Kommune erstellen. Mit Hilfe der öffentlichen Version des kostenlosen Online-Tools können sich Interessierte ein genaueres Bild über die Treibhausgasemissionen der Kreise in SH und deren Quellen machen. 
  
Energy-Map 
Die Energy-Map der EE.SH bietet einen Überblick über Unternehmen, die im Bereich Erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein tätig sind. 
 

Ihr Ansprechpartner

Saager
Timo Saager
Projektmanager Klimaneutrales Wirtschaften
Telefon: +49 431 66 66 6 - 561

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