Recruiting Trends - wie Unternehmen künftig Top Talente finden

Recruiting und Peronalauswahl sind im Wandel – die Digitalisierung schreitet auch hier voran. Im Recruiting setzen Bewerber vermehrt Videos, die zum Beispiel über YouTube  übermittelt werden. Und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stellen sich auf diese Bedürfnisse ein. HR Experte Timo Schöber vom StartUp lvlup!HR verrät drei wichtige Trends:

Management versus Papier

Die klassische Papierbewerbung wird gleichzeitig von vielen Unternehmen gar nicht mehr angenommen, nicht zuletzt auch aus Datenschutzgründen. Viele Unternehmen setzen nicht mehr auf Bewerbungen per E-Mail, sondern auf Bewerbermanagementsysteme, die in die Strukturen und Abläufe des Unternehmens integriert werden. Einerseits können Bewerber ihre Daten so direkt einpflegen und um Unterlagen ergänzen, andererseits können moderne Systeme Entscheidungsprozesse im Unternehmen abbilden. Dies reicht von der Sichtung der Unterlagen durch den Fachbereich, über die Einladung zum Gespräch, bis zur Zustimmung des Betriebsrates zu einer etwaigen Einstellung. 

Social Media als Stellenbörse

Ein weiterer Trend ist die vermehrte Nutzung von Social Media Kanälen für das Recruiting. Neben Klassikern wie Facebook oder Instagram spielt hier vor allem das berufliche Netzwerk LinkedIn eine große Rolle. Dort können kostenlos oder gegen geringe Gebühren umfassende Recruiting-Kampagnen, Unternehmensseiten und Interaktionen mit Kandidaten umgesetzt werden. Dabei fungiert das Netzwerk auch gleichzeitig als Stellenbörse, vereint also die Suche sowie die Abwicklung innerhalb der Personalbeschaffung.   

Gaming im HR – die Spiele können beginnen

In den Bereichen Employer Branding und Personalmarketing ist vermehrt eine Gamifizierung wahrzunehmen. Es werden Begrifflichkeiten aus der Gaming-Szene genutzt, um gezielt junge Menschen und Talente anzusprechen, etwa aus dem IT-Sektor. Darüber hinaus lassen sich durch ludologische, also spielwissenschaftliche Aspekte, gezielt ganz unterschiedliche Methoden und Instrumente im HR-Bereich stärken. Menschen spielen gerne und seit dem Beginn der Menschwerdung. Dementsprechend sind wir kognitiv ein Stück weit darauf ausgelegt, zu spielen. Das kann man im Personalmanagement nutzen, um Menschen direkter, ganzheitlicher und nachhaltiger anzusprechen zu können. 

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