Grüne StartUps in Schleswig-Holstein

Chance und Herausforderung

Was genau sind eigentlich Grüne StartUps? Hier gibt es nicht die eine Definition. Generell sind es Unternehmen, die der Green Economy zuarbeiten. Ganz grob kann man unterscheiden zwischen den grünen StartUps, die “outputorientiert” sind, also nachhaltige Produkte und/oder Dienstleistungen herstellen und den prozessorientierten, die egal welches Produkt sie herstellen, auf nachhaltige (Produktions-)Prozesse setzen. 

Laut einer aktuellen bundesweiten Studie ordnen 43%* aller StartUps sich selbst der Green Economy zu, weil ihre Produkte oder Dienstleistungen gezielt einen Beitrag zu Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz leisten. Der Anteil ist im Vergleich zu 2018 um beachtliche zehn Prozentpunkte gestiegen. Auch nicht-grüne StartUps legen Wert auf ihre ökologische und gesellschaftliche Wirkung und halten dies für wichtig. Teilweise wird die Nachhaltigkeit sogar in Managementvorgaben übernommen. 

In den Branchen Agrar- und Landwirtschaft, Energie und Elektrizität, der Textilbranche, der Konsumgüterbranche und der Ernährungs- und Nahrungsmittelbranche stellen grüne StartUps die Mehrheit aller StartUps. In Schleswig-Holstein liegt die Zahl der grünen StartUps leicht über dem bundesweiten Durchschnitt. Im echten Norden bieten sich gerade im Energiebereich, der Agrarwirtschaft und Ernährungsbranche spannende Handlungsfelder. Auch innovative Studiengänge an Schleswig-Holsteins Hochschulen, zum Beispiel in den Energiewissenschaften fördern die Gründung grüner StartUps. 

Übrigens: 63%* der grünen StartUps bewerten das StartUp-Ökosystem in Schleswig-Holstein als sehr gut! 

Die drei größten, aktuellen Herausforderungen grüner Startups sind - wie auch in den letzten beiden Jahren - der Vertrieb (63%*), die Kapitalbeschaffung (49%*) und die Produktentwicklung (46%*). Damit unterscheiden sich grüne StartUps nicht maßgeblich von anderen, die ähnlichen Herausforderungen gegenüberstehen. 

Aber nicht nur für die StartUps gewinnt das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung. Auch auf der Seite der Investoren wird immer mehr Wert auf nachhaltige Geschäftsmodelle und ökologische und gesellschaftliche Verantwortung gelegt.  

Dr. Annelie Tallig, Projektleiterin StartUp Förderung & Finanzierung bei der WTSH meint dazu: „Natürlich achten Investorinnen und Investoren auf Skalierbarkeit, wenn sie in ein StartUp investieren. Aber eben nicht nur. 77% der Baltic Business Angels Schleswig-Holstein, interessieren sich für Vorhaben im Umfeld Energie, Umwelt bzw. GreenTech. 65% interessieren sich etwas allgemeiner für das Thema Nachhaltigkeit. Die Baltic Business Angels sind private Investorinnen und Investoren, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, junge innovative Unternehmen zu unterstützen.“ 

*Quelle: Fichter, K. & Olteanu, Y. (2021). Green Startup Monitor 2021. Berlin: Borderstep Institut, Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Beispiele für nachhaltige StartUps in SH: 

AEDITIVE - Boardlab - Encentive - FLIN Solar - IO-Dynamics - Land and Seamyboo - Noordsk -   Planterial - Plantobelly- Rankwerk -  Sourceboat - Umtüten - Verture Farm - Windcloud

Über den Tellerrand

Auch im Silicon Valley nimmt das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung zu. Sehen Sie im Video, was Andrea Wuttke, CFO von Natel Energy, Alameda, Kalifornien zum Thema Nachhaltigkeit zu sagen hat. 

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