Förderprogramm Anwendungsorientierte Forschung, Innovationen und Technologietransfer - FIT

Mit diesem Programm wird die anwendungsnahe Forschung und Entwicklung in Schleswig-Holstein gestärkt und der Technologie- und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beschleunigt. Es steigert die Innovationskapazitäten schleswig-holsteinischer Unternehmen und unterstützt die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Gefördert werden innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die sich mit Herausforderungen aus den Bereichen Technologie und Gesellschaft, Ökologie und Ökonomie beschäftigen.

Welche Projekte können gefördert werden?

Die Förderung erhöht die Kapazitäten der öffentlichen anwendungsnahen Forschung und Entwicklung in Schleswig-Holstein und orientiert sich dabei an den wissenschaftlichen Bedarfen der regionalen Wirtschaft. Die Förderung aus dem OP EFRE orientiert sich an der RIS. Vorhaben zu den entsprechenden Spezialisierungsfeldern und Schlüsseltechnologien werden bevorzugt gefördert. Diese finden Sie im Anhang zur Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von anwendungsorientierter Forschung, Innovationen, zukunftsfähigen Technologien und des Technologie- und Wissenstransfers.

Neben der Entwicklung innovativer Lösungen für technologische, gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Herausforderungen wird auch die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen unterstützt – für intelligentes, nachhaltiges Wachstum und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit anwendungsnaher Wissenschaftsstrukturen und der schleswig-holsteinischen Wirtschaft.

Gefördert werden Vorhaben, die

  • die wissenschaftlichen, technischen, organisatorischen und sozialen Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Ideen, Lösungsansätze, Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen schaffen,
  • zum wirkungsvollen Technologie- und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft oder innerhalb der Wirtschaft beitragen.

Dazu zählen insbesondere

  • Verbundvorhaben,
  • Kooperationsvorhaben,
  • Forschungsinfrastrukturen,
  • Kompetenzzentren,
  • innovationsorientierte Netzwerke.

Wer kann Förderung beantragen?

Förderfähig im Rahmen dieses Programms sind Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein und Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein, wobei KMU bevorzugt gefördert werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Antragstellende Unternehmen oder Einrichtungen müssen ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mindestens den in Schleswig-Holstein geltenden Mindestlohn zahlen (Landesmindestlohngesetz ). Dieser beträgt zurzeit 9,18 Euro brutto je Zeitstunde.
  • Der innovative Ansatz, die Neuheit des Vorhabens sowie die Kompetenz des Unternehmens oder der Hochschule bzw. der Forschungseinrichtung zur Durchführung des Vorhabens müssen nachgewiesen werden.
  • Die technischen und marktseitigen Erfolgsaussichten des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sind konkret darzustellen.
  • Zielsetzung, Umfang und Kosten des Vorhabens müssen inklusive eines Projektplans (Zeitplan, Personalplanung, Arbeitspakete etc.) ausführlich dargelegt werden.
  • Die gesicherte Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss anhand geeigneter Unterlagen nachvollziehbar belegt werden.
  • Bei Verbund- und Kooperationsvorhaben oder bei Beiträgen von Unternehmen zu einem Kompetenzzentrum muss die wirksame Zusammenarbeit sämtlicher Verbund- bzw. Kooperationspartner durch einen Kooperationsvertrag sichergestellt werden, der u. a. die Projektpartner, den Inhalt, den Projektplan und die Finanzierung sowie Risiken, Rechte und mögliche Sanktionen regelt.
  • Das Vorhaben muss in Schleswig-Holsteins druchgeführt und genutzt werden.
  • Das Vorhaben darf noch nicht begonnen haben.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Höhe der Förderung richtet sich nach verschiedenen Kriterien:

  • Die Förderung für Unternehmen ist von Unternehmensgröße, Projektinhalt sowie Projektart abhängig und beträgt in der Regel maximal 50 % der förderfähigen Kosten.
  • Die Höhe der Förderung für Forschungseinrichtungen richtet sich nach Projektart und Innovationsgehalt und kann maximal 90 % der förderfähigen Kosten betragen.

Schritt für Schritt zum Fördergeld

Verfahren Förderprogramm FIT

Verfahren Förderprogramm FIT

1. Projektvorschlag
Im ersten Schritt reichen interessierte Unternehmen oder Einrichtungen bei der WTSH eine Vorstellung ihres Projektes in Form eines Projektvorschlages ein. Als Hilfestellung bietet dabei ein entsprechender Leitfaden.
2. Bewertung des Projektvorschlages
Anhand des Projektvorschlages prüft und bewertet die WTSH bzw. die IB.SH, ob das Vorhaben grundsätzlich förderfähig und -würdig ist. Bei einer positiven Einschätzung wird die Antragstellung empfohlen.
3. Förderantrag
Auf Basis des Projektvorschlages stellt jeder Verbund- bzw. Kooperationspartner einen formgebundenen, vollständigen Förderantrag bei der WTSH bzw. bei der IB.SH. Die entsprechenden Unterlagen werden in der Regel im Anschluss an ein persönliches Projektgespräch zur Verfügung gestellt.
4. Prüfung des Förderantrages und Entscheidung
Nachdem die WTSH bzw. die IB.SH den Förderantrag abschließend geprüft hat, trifft das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein die endgültige Entscheidung über eine Förderung. Über Förderanträge ab 500.000 Euro entscheidet das Landeskabinett.
5. Zuwendungsbescheid
Wurden die Förderanträge positiv entschieden, erhalten die Einrichtung und das Unternehmen einen etnsprechenden Bescheid – je nach Zuständigkeit von der WTSH, der IB.SH oder vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein. Anschließend darf mit der Realisierung des Projekts begonnen werden.
6. Erstattungsantrag
Damit die für den Bewilligungszeitraum zugesprochenen Fördergelder ausgezahlt werden, müssen in regelmäßigen Abständen Erstattungsanträge eingereicht werden. Damit müssen die Projektausgaben durch Rechnungen und andere Originalbelege nachvollziehbar dokumentiert sein. Entsprechende Vordrucke erhalten Unternehmen bzw. Einrichtungen nach der Bewilligung des Förderantrags.
7. Auszahlung des Zuschusses
Der Zuschuss wird nachträglich auf Basis von nachgewiesenen und geprüften Ausgaben ausgezahlt.
8. Verwendungsnachweis
Damit die WTSH bzw. die IB.SH prüfen kann, dass die Fördermittel zweckentsprechend eingesetzt und die Ziele des Vorhabens erreicht wurden, muss innerhalb von drei Monaten nach Ende der Projektlaufzeit ien Verwendungsnachweis eingereicht werden. Er besteht aus einem Sachbericht und Nachweisen über die Projektausgaben..
9. Verwertungsbericht
Für die Dauer von fünf vollen Kalenderjahren nach Abschluss des Projekts reicht die geförderte Einrichtung oder das geförderte Unternehmen jährlich einen Bericht über die Verwertung des Vorhabens und dessen Auswirkungen bei der WTSH bzw. der IB.SH ein. Entsprechende Formblätter werden zur Verfügung gestellt.

Ihr Ansprechpartner

Sie haben Fragen zum Förderprogramm „Anwendungsorientierte Forschung, Innovationen, zukunftsfähgie Technologien und Technologie- und Wissenstransfer“ – FIT? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Bei der WTSH

Bei der IB.SH für Innovationsorientierte Netzwerke

Philipp Freese

Fachlicher Berater Förderprogramme

Telefon: +49 431 66 66 6-8 54
Telefax: +49 431 66 66 6-7 40

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Holger Seidel

Berater
Infrastrukturförderung

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